Mehr Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge aneignen

5 Antworten

Die Antworten auf deine Fragen sind sehr komplex. Ich kann die Zusammenhänge hier nur im Grundsatz aufzeigen. Tiefergehende Beurteilungen wären hier wirklich zu umfangreich.

Generell kannst du dir die Frage stellen, ob du dafür bist, dass sich der Staat stärker in alles einmischt oder eben weniger. Für eine stärkere Einmischung und höhere soziale Absicherung wird zwangsläufig mehr Geld benötigt, welches über zusätzliche Steuereinnahmen wieder ausgeglichen werden muss. Generell funktioniert jedes Finanzsystem nach der Saldenmechanik. Des einen Einnahmen sind des anderen Ausgaben und andersherum.

Du kannst dir auch die Frage stellen, ob für alle Branchen und alle Gegenden in Deutschland, also vom Friseur bis zum Ingenieur und von der mecklenburgischen Provinz bis in Großstädte wie München der gleiche Mindestlohn gelten soll. Im gleichen Zug solltest du dir die Frage stellen, ob der Staat den Mindestlohn festsetzen soll, oder ob die Tarifparteien (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände) die Löhne branchen- und gebietsweise aushandeln sollten.

Die Euro-Krise ist an sich keine Krise des Euro sondern eine Schuldenkrise. Staaten, die sich immer höher verschulden, sind irgendwann zahlungsunfähig. Können sie ihre Kredite nicht mehr bedienen, verlieren die Gläubiger (in der Regel Banken) große Summen, die die Banken selbst in den Ruin treiben können. Damit sind die Spareinlagen bei diesen Banken nicht mehr sicher. Du solltest dir hier die Frage stellen, inwieweit der Staat hier eingreifen sollte, um die Sparer/Banken/andere Staaten vor der Pleite zu bewahren.

Ich habe ja mal Betriebs- und Volkswirtschaft als Studienfächer gehabt und musste hier einiges lernen. Ich habe den Eindruck, dass die Entscheidungsträger in der Politik (Gemeinderäte, Kreisräte, MdL, MdB..) die über die Ausgaben der Städte, Kreise, Länder u. des Bundes entscheiden, am wenigsten davon verstehen. Nach der gängigen Volkswirtschaftslehre sollte sich der Staat antizyklisch verhalten, wenn die Wirtschaft gut läuft, sollte die öffentliche Hand sparen, Guthaben ansparen und nicht auch noch die Wirtschaft ankurbeln und damit die Preise nach oben treiben, wenn die Wirtschaft schlecht läuft, sollte die öffentliche Hand investieren, damit die Wirtschaft wieder Fuß fast. In der Praxis merke ich davon nichts, es wird nur ausgegeben, egal in welcher Phase die Wirtschaft sich befindet. Ich messe die Politik nur an den Taten der zurück- liegenden Jahren. Der Wähler vergisst immer schnell. In der Opposition hat jede Partei ihre Rezepte wie sie es besser machen könnte, wenn die Partei aber dann am Drücker der Macht ist, merkt man wenig davon. Man kann doch auch die Situation der einzelnen Bundesländer vergleichen, da sieht man was die dort angesiedelten Regierungsfraktionen können oder auch nicht können. Ich denke z.B dass Bayern eine andere Erfolgsbilanz vorlegen kann, wie z. B. Niedersachsen. Man bekommt dadurch schon einen gewissen Horizont.

Was ist denn ein VWL-Studium...?

Wie man das schafft? Zeitung lesen (Mal nicht die BILD, sondern eher die FAZ etc), und statt RTL oder RTL II lieber einmal ARD und ZDF schauen, zumindest die dort laufenden Nachrichten oder auch mal die ein oder andere politische Sendung. Und zum schnellen Nachschlagen für Zwischendurch gibt's immer noch das weltgrößte Lexikon. Wikipedia (http://www.wikipedia.de/)

Keine Partei kann alle Versprechungen einhalten, sie wird nie alleine regieren und Opposition ist auch nicht weg, von daher ist der Weg über die Versprechen oft fehlleitend. Man muss es in Bezug setzen, was wird gesagt, wie ist es realisierbar, was sind die Folgen? Merkels Plan z.B. mit den Elektroautos ist schön und gut, wird von Grünen natürlich unterstützt, aber woher soll da die Energie/Strom kommen? Erneuerbare Energien? Die schaffen ja gerade mal einen 2 stelligen Prozentsatz des heutigen Stromverbrauches, also werden wir statt auf Benzin/ Diesel Importen von Gas/ Kohleproduktion abhängig sein, da ja die Idee reingeschmissen wurde, alle Akw´s zu... naja. Demnach ist das nicht so "toll" wie es in Moment klingt. https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/main_app.php hier aber eine Möglichkeit das mit den Wahlversprechen selbst zu testen wo man steht. Ich selbst bin nicht so großer Befürworter des Kapitalismus, demnach würde ich mit der Zweitstimme die Linke wählen, allerdings bräuchten ihre Ideen Unmengen Geld, was nicht wirklich realisierbar ist, da kaum jemand großes hinter ihnen steht. Deshalb erststimme CDU, da mir Herr Steinbrück nicht ganz im Stoff scheint. Der größte Quatsch ist ja das mit der Griechenlandhilfe, das da versprochen wird nichts mehr reinzustecken... unrealisierbar, entweder müssten sie aus EU austreten oder wir, da das über diese Verträge geregelt wird und nicht von einer Partei einer unübersichtlichen Demokratie.

Wenn du unsicher bist, was du wählen sollst, würde ich den Wahlomat als Orientierungshilfe nehmen.

Am besten ist es außerdem, wenn man sich im Internet, Fernsehen und Medien generell die Parteien genau anschaut, die Orientierung der Parteien und Nachhaltigkeit nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten anschaut.

Sehr informativ und bildend fand ich in der Schule den Sozialwissenschaften- und Geschichtsunterricht, da man, wenn du anständiges Lehrpersonal hast auch viel über die Geschichte der Parteien erfährst.

Was du aber letztendlich wählst, bleibt dir überlassen. Ich habe bereits per Briefwahl gewählt und bereue meine Stimme nicht!

Es wird auch auf jeden Fall ein spannender Abend werden!!

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