Mehr Kindesunterhalt zahlen?

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10 Antworten

Nun ist die Frage ob mein Gehalt mit angerechnet wird und er deshalb mehr Unterhalt zahlen musss?

Nicht direkt - aber unter Umständen indirekt. Solltest Du also deutlich mehr verdienen als Dein Gatte, bist Du ja quasi mit für seinen Unterhalt zuständig und dadurch braucht er eventuell weniger Selbstbehalt.

Du bist dem Sohn Deines Mannes nicht unterhaltspflichtig, da es nicht dein leibliches Kind ist.

Es wird für die Unterhaltsberechnung also weiterhin nur das Einkommen Deines Mannes berücksichtigt - selbst wenn Du in Deinem Job Millionen scheffeln würdest.....

Nur, wenn Dein Mann nicht in der Lage wäre, von seinem eigenen Einkommen den Mindestunterhalt für seinen Sohn zu zahlen, könnte geprüft werden, ob Du Deinem Mann selbst ggf. unterhaltspflichtig wärst (wobei Du selbst aber weder der Mutter des Kindes noch dem Jugendamt Auskunft über Dein Einkommen erteilen müsstest...). Müsstest Du Deinem Mann in solchem Fall Unterhalt leisten (im Rahmen des "Familienunterhaltes"), müsste er diesen wiederum einsetzen, um dem Sohn davon wenigstens den Mindestunterhalt zahlen zu können.......

Wenn Ihr beider Eheschließung keine Gütertrennung vereinbart habt, wird Dein zusätzliches Einkommen bei der Festsetzung der Unterhaltskosten für diesen Sohn mit einkalkuliert. Hier ein Link, der Dir evtl. weiterhilft

http://www.unterhalt.net/unterhaltsrecht/unterhaltsrechtliches-einkommen.html

Erkundige Dich mal bei einem Anwalt, ob ich bezügl. der Gütertrennungsvereinbarung recht habe - ich bin mir jetzt nicht 100 Prozent sicher. lg Lilo

Falsch!

Für ein Kind sind ausschließlich die leiblichen Eltern unterhaltspflichtig - nicht dessen Ehe- oder Lebenspartner.

Deshalb spielt deren Einkommen überhaupt keine Rolle - es wird nicht herangezogen für die Unterhaltsberechnung des "Stiefkindes"!

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@LiselotteHerz

§ 1601 - Unterhaltsverpflichtete

dass die Höhe des Unterhaltsgeldes von der Höhe des Einkommens abhängig ist.

... von der Höhe des Einkommens des Unterhaltsverpflichteten....

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Eine "normale" Eheschließung - ohne extra Ehevertrag - gilt als "Zugewinngemeinschaft", in der automatisch das Prinzip der Gütertrennung herrscht.
(Jedem Ehepartner gehört während und nach der Ehe weiterhin allein, was iohm bereits vor der Ehe allein gehörte....)

Nur, wenn per Ehevertrag "Gütergemeinschaft" vereinbart wurde, gehört ab Eheschließung beiden Ehepartner alles gemeinsam - auch das, was in die Ehe eingebracht wurde.
Solche Verträge werden aber heutzutage nur noch im Ausnahmefall abgeschlossen ....(vermutlich nur, wenn einem Unterzeichener eine geladene Pistole an den kopf gehalten wird.....)

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Nein, Dein Gehalt wird nicht angerechnet.

Wenn Dein Mann LSK 3 hat, dann kann evtl. mehr Unterhalt fällig sein.

Für die Unterhaltshöhe wird das Einkommen der neuen Frau NICHT mit berechnet! ABER: Der Selbstbehauptung des Unterhaltspflichtigen Vaters kann gemindert werden, da die neue Frau ihm gegenüber verpflichtet ist. Ist irgendwie Augenwischerei! Faktisch kann es daher schon dazu kommen, dass er mehr bezahlen muss, obwohl die NEUE Frau dem Kind gegenüber NICHT Unterhaltspflichtigen ist. Ohne die genaue, finanzielle Lage des Vater zu kennen, kann keine eindeutige Aussage getroffen werden. Ausserdem würde ich in solchen Fällen IMMER dringend dazu raten, anwaltschaftliche Hilfe zu beanspruchen und sich nicht auf das Halbwissen in Foren zu verlassen.

Na das wäre ja toll, wenn du auch noch dazu rangezogen würdest! Nein, du kannst ja nichts dafür, dass er vorher schon ein Kind hatte.

Wenn er mehr verdient, kann es neu berechnet werden, was er für das 1. Kind bezahlen muss, ansonsten wird sich da nichts ändern!

Nein, du hast mit dem Kind ja nichts zu tun. Allerdings kann es sein, dass aufgrund dessen sein Selbstbehalt runtergesetzt wird, so dass er trotzdem mehr zahlen muss.

Der Selbstbehalt steht ihm immer gleich hoch zu. 1000 Euro waren das wenn es noch stimmt.

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Ich gehe leider schwer davon aus, dass eure Gesamtgehälter an das Zuständige Amt weitergeleitet werden und daraus eine Neuberechnung erfolgt was auch zu höheren Forderungen führen wird

Das stimmt nicht. Warum soll sie für ein fremdes Kind zahlen?

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@Fragelinchen28

Weil der Ehemann von dem nun zusätzlichen Einkommen der Ehefrau profitiert, dieses Einkommen der Ehefrau fließt in den gemeinsamen Haushalt ein - so trivial ist diese Angelegenheit nicht .

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@LiselotteHerz

Der Mann kann noch soviel davon profitieren - das ändert nichts an der Tatsche, dass seine neue Ehefrau mit dem Kind selbst "nichts zu tun hat".

Es ist nicht ihr leibliches Kind - sie ist ihm nicht unterhaltspflichtig - muss ihr Einkommen also nicht einsetzen, um davon dieses Kind zu finanzieren.

Deshalb wird ihr Einkommen auch nicht angerechnet.

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Das stimmt nicht.

Es ist nicht ihr leibliches Kind - sie ist dem Jungen also in keiner Weise unterhaltspflichtig - ihr Einkommen spielt bei der Unterhaltsberechnung keine Rolle.

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Ich gehe leider schwer davon aus

Du unterliegst einem schweren Irrtum.....

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