Medizinstudium unbedingt! Wille ist da, Weg?

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5 Antworten

Ich kann dir schonmal sagen welche Optionen du nicht hast: Biologie oder Medizinische Physik etc. als Studium anfangen und dann wechseln. Ist so die erste Frage die weniger nette Altsemester die Erstis fragen (es war so herrlich :D)

"So... Wer von Euch ist denn nun hier weil zu schlecht für Medizin?"

halber Trupp zeigt auf

"...guuuut, und wer von Euch weiß, dass Kurse aus der Biologie in Medizin nicht angerechnet werden?"

Ich hab Hoffnungen zerbrechen sehen. Best-Eindruck-Ever direkt am ersten Tag! :D

So genug vom Spaß, meine Cousine hat eine Ausbildung zur Operationsschwester gemacht und dann darauf Medizintechnik studiert. Geht, dann befasst man sich allerdings mehr mit Implantaten wie zB Herzschrittmachern, Hirnschrittmachern, Cyborgarmeen, etc.

Was auch gehen sollte: Für Medizinstudium bewerben, Für ausbildung im Med. Bereich Bewerben, Ablehnungsbescheid von der Uni bekommen, während der Wartesemester dann eine Ausbildung machen. Durch Ausbildung dann soviele Kurse angerechnet bekommen, dass die Wartesemester wieder wegfallen.

Hallo!

Mit einem Abiturschnitt von ca. 2,2 bis 2,5 wird es hier in Deutschland wahrscheinlich wirklich schwierig in ein Medizinstudium reinzukommen - zumindest müsstest du mit einer eher hohen Zahl an Wartesemestern rechnen.

Eine Möglichkeit in solchen Fällen wäre es, dass Medizinstudium im Ausland ins Auge zu fassen. Zum Beispiel an Hochschulen in Osteuropa (u.a. etwa Lettland, Tschechien, Slowakei, etc.) hat man die Möglichkeit komplett in englischer Sprache zu studieren und die Studienabschlüsse sind dann am Ende auch alle in Deutschland anerkannt, wenn man innerhalb der EU studiert hat. An solchen Hochschulen sind die Chancen auf einen Studienplatz zumindest oft noch besser als hier in Deutschland und auch mit einem Abiturschnitt im Bereich 2,2 bis 2,5 wäre es nicht komplett unmöglich sich zu bewerben. Allerdings gibt es manche Hochschulen (z.B. in Riga), die dennoch auf gute Noten während der Oberstufe achten, zumindest in den naturwissenschaftlichen Fächern. Die meisten Hochschulen im Ausland achten allerdings gar nicht mehr auf deine Noten, sondern dort müsste dann eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. In der Regel ist das aber auch das einzige Kriterium, darauf kann man sich also auch gezielt vorbereiten, um die Chancen zu erhöhen.

Solche Prüfungen bestehen meist aus Fragen in 1. Biologie, 2. Chemie und 3. entweder Mathe oder Physik und sind in allen drei Kategorien jeweils auf Oberstufenniveau, d.h. ohne gezieltes Lernen deinerseits ist die Wahrscheinlichkeit, dass man solche Prüfungen bestehen kann, vermutlich eher gering. Doch das spricht ja auch im Umkehrschluss wieder für die Qualität dieser Hochschulen. Zumindest wird in solchen Prüfungen aber ansonsten keine allgemeine "Studierfähigkeit" abgeprüft, wie z.B. beim TMS.

Aber es stimmt schon, dass ein Studium im Ausland mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist - wobei es hier auch je nach Land oder Uni Unterschiede geben kann. Eventuell könnte eine Förderung über Auslands-BAföG für dich in Frage kommen. Dennoch sollte man sich das von Anfang an gut überlegen und mit den Eltern besprechen, ob sowas überhaupt eine Option für dich wäre.

Falls das Thema Auslandsstudium generell interessant für dich wäre, findest du Informationen zu den Studienmöglichkeiten an verschiedenen Hochschulen in Osteuropa zum Beispiel hier: http://www.college-contact.com/studienprogramme/medizin-studium

Ich hoffe, das hilft dir weiter und du findest eine für dich passende Lösung!

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GUTE Argumente für Medizinstudium PMU Salzburg für Orden bzw. Mönch

Hi, ich hab vor zwei bis drei Jahren vor dem gleichen Problem gestanden und hab die ganze Zeit nach mögl. Alternativen zum Studium in Dt.land gesucht. Ich wollte Medizin als Zweitstudium angehen, hab mich aber schließlich ganz anders orientiert. Ich muss dazu aber sagen dass ich damals schon 26/27 war und mich best. technisch/ naturwissensch. Aspekte und vor allem auch die Berufsaussichten (Jobsicherheit und Einkommen) interessiert haben. Alle Informationen die ich hier wiedergebe sind möglicherweise veraltet, aber eigentlich recht schnell überprüfbar.

Österreich bietet eigentlich die einzige kostengünstige Möglichkeit. Du müsstest einen Test (früher hieß der mal EMS- Österreich bw. die drei med. Hochschulen ändern ihre Zulassungsrichtlinien praktisch jährlich), vergleichbar dem dt. TMS absolvieren und je nach Testergebnis bekommst du eine Zulassung oder wirst abgelehnt. Statistisch stehen die Chancen schlecht weil es hunderte Bewerber pro Studienplatz gibt. Du kannst den Test aber jedes Jahr wiederholen. Allerdings sind die Anmeldegebühren relativ niedrig und der "EMS" ist vllt. eine gute Übung auf den TMS. Die Kosten fürs Studium in Österreich sind vergleichbar mit denen in Dt.land. Wichtig ist das die Anmeldefristen für den Test in Ö. recht knapp sind , event. sind sie fürs kommende WS schon abgelaufen.

Falls Du oder deine Eltern es sich finanziell leisten könnten, wäre auch ein Studium in der Slowakei, Tschechien oder Ungarn möglich. Voraussetzungen wären im Wesentlichen einige Tausend Euro an Studiengebühren pro Semester und das Bestehen eines Naturwiss. Grunlagentests (etwa auf dt. Abi Niveau, kein Test à la TMS). U.U. kann man nach dem Physikum nach Dt.land wechseln (erneute Wartezeit möglich).

Holland verlangt einen Aufnahmetest und sofortige Sprachkenntnisse in Niederländisch. In der Praxis ist der Besuch einer kommerziellen Schule zur Vorbereitung auf den Test und die Sprachprüfung notwendig. Hierfür fallen einige tausend Euro an, es gibt aber nur sehr wenige Studienplätze (im Vergleich bw. zu Österreich).

Die Möglichkeiten in anderen EU-Ländern, Kanada und den USA sind realistisch gesehen zu beschränkt.

Ansonsten musst Du mit einer Wartezeit von aktuell 7 bis 8 Jahren rechnen, die sich aber theoretisch beliebig erhöhen kann.

Nicht alle Unis erkennen den TMS oder eine relevante Ausbildung im hochschuleigenen Auswahlverfahren an. Und Hochschulstart bewertet eine Ausbildung m.W. nur als nachrangiges Kriterium bei gleicher Wartezeit und gleichem Notendurchschnitt. D.h. eine abgeschlossene Ausbildung verkürzt nicht die Wartezeit und Leistungen aus einer Ausbildung werden nicht auf das Studium angerechnet. Bestimmte Ausbildungen (z.B. Gesundheitspfleger mit drei Jahren) ersetzen lediglich das dreimonatige Pflegepraktikum.

Leider gibt es auch keine wirklichen Alternativen zum Medizinstudium. Pharmazie, Biochemie und Molekulare Medizin bereiten auf gänzlich andere Berufe vor (und haben z.T. noch krassere "N.C."). Und Studiengänge wie Medizintechnik sind Spezialisierungen aus den Ingenieurwissenschaften Elektrotechnik und Mechatronik.

Also ich kann Dir nur Österreich empfehlen oder Dir viel Geduld beim Warten wünschen.

Krankenpflegeausbildung ist sehr sinnvoll - auch für den Fall, dass es mit dem Medizinstudium nichts wird und aus sonstigen Gründen.

Mach einen medizinnahe Ausbildung, z.B. Pflegeberuf oder MTA. Damit machst du Punkte bei der Zulassung und erwirbst Fachwissen.

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