Medizinstudium, chancen und Masterplan?

4 Antworten

Bislang gibt es nur das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die Abiturnote alleine nicht das einzige Kriterium sein darf. Wie man die Studenten zukünftig auswählt, das besagt das Urteil nicht und wird wahrscheinlich nicht bundeseinheitlich und auch nicht landeseinheitlich gleich sein, sondern von Uni zu Uni anders. Die eine wird vielleicht vorrangig auf medizinische Ausbildung schauen, die andere, gewichtet einen eigenen Auswahltest mehr als eine Ausbildung.

Der Notfallsanitäter bekommt halt fast ausschließlich medizinisches Fachwissen vermittelt, eine Pflegeausbildung beinhaltet dagegen noch Krankenpflege und die zur MFA viel Bürokratie. Insofern, wäre der Notfallsanitäter wahrscheinlich schon eine sehr gute Vorbereitung. Du kannst ja über den Rettungssanitäter mal in den Rettungsdienst reinschnuppern und dich dann entscheiden. Das wirst du so oder so mehr oder weniger müssen, denn die NotSan Ausbildungsplätze sind auch sehr begehrt und auch hier gibt es deutlich mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. Die größten Chancen haben die, die vorher schon als RettSan aktiv waren. Allerdings ist es inzwischen auch anders wie früher, es werden weniger Leute genommen, wo klar ist, dass sie nach der Ausbildung Medizin studieren gehen, da die Ausbildung sehr kostenintensiv ist. Beim alten Rettungsassistenten, musste man das erste Jahr noch selber zahlen und war im zweiten, praktischen Jahr eine kostenlose Arbeitskraft, da in der Regel die Ausbildung komplett unvergütet war, NotSan Azubis hingegen bekommen drei Jahre Ausbildungsgehalt und die Ausbildung an sich ist viel teurer, da deutlich umfangreicher und intensiver. Irgendwie, würde ich aber schon in den Rettungsdienst gehen, man lernt viel, auch in kurzer Zeit und vorallem bekommt man einiges an Praxis und wenn du als RettSan am Wochenende fährst und sonst eine Pflegeausbildung machst.

Alles, was es bisher gibt, ist das Urteil des Bundesverfassungsgericht. Das besagt, dass die Abiturnote als alleiniges Kriterium zur Zulassung nicht ausreicht bzw. gegen das Grundgesetz verstößt.

Das BVerfG sagt aber eben nur, dass etwas so nicht geht. Es gibt keine konkreten Handlungsanweisungen, sondern quasi nur den Auftrag an die Beklagten, dass sie etwas tun müssen.

Entsprechend sitzen jetzt wahrscheinlich in den Unis viele kluge Köpfe zusammen und erarbeiten ein neues Verfahren. Das müssen sie laut des Urteils bis Ende 2019 fertig haben. Entsprechend kann es noch gute 1,5 Jahre dauern, bis wir wissen, was denn nun konkret zukünftig die Chancen auf so einen Studienplatz verbessert.

Das kann jede UNI für sich selber entscheiden. Jede UNI wird ihre eigenen Auswahlkriterien anwenden. Deshalb wird ein Masterplan kaum greifen.

Sicherlich werden Menschen mit Vorerfahrungen stärker berücksichtigt werden.

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