Medizinstudium- Anstrengend? Teuer? Lohnt es sich überhaupt?

7 Antworten

Einen Schritt nach dem anderen!

Zuerst einmal brauchst du dein Abi mit 1,3 oder besser als Schnitt.

Dann musst du einen Studienplatz bekommen, dann das Physikum schaffen (hohe Durchfallquote!).

Das ist dann erst mal das allgemeine Medizinstudium. Dann folögt die Facharztausbildung und dann die Spezialisierung auf "dein" Gebiet.

Summa summarum bei glattem Durchlauf mal eben 12 Jahre lernen.

Was die Arbeit angeht: Das ist gewollt so hart... damit eben nur die Harten udn Guten durchkommen. Spätestens da siebt sich nämlich aus, was langfristig diesem sehr verantwortungsvollem Job nicht gewachsen ist. Gute Theoretiker schaffen es bis zum Studienabschluß, ja. Aber erst in der Facharztausbildung, also als Assistenzarzt, zeigt sich, ob der frisch gebackene Uni-Absolvent auch wirklich in der Praxis zum Arzt taugt... auch unter extremen Druck nach 36 Stunden Dauerdienst darf einem Arzt nämlich kein Fehler unterlaufen!

Studium ist immer teuer. Allein die ganzen (benötigten) Wälzer, die man sich anschafft, vom Pschyrembel bis hin zur aktuellsten Abhandlung zu Erforschung der Krankheit X durch Y stehen da locker 4-stellige Werte im Bücherregal! Hinzu kommt, dass das BaföG zumindest zum Teil später zurück gezahlt werden muss...wer also mit staatlicher Unterstützung studiert, startet erst mal mit Schulden ins Doktorenleben!

Diese 500€, das sind Studiengebühren PRO SEMESTER (Halbjahr)! Nicht jede Uni fordert welche, aber rechne lieber mal damit. Dioe Verwaltungsgebühren und andere Kosten bestehen auf jeden Fall noch immer.

Tja, und von irgendwas willst du die 12 Jahre ja auch leben... also umme ist dieser Weg gewiss nicht. Und es ist einer der lernintensivsten und fordernsten Ausbildungswege, die man sich überhaupt denken kann.

Dagegen hält man später den Lernstress vor dem Abi für einen chilligen Sonntagspaziergang!

Ich bin zwar kein Medizinstudent und habe es auch nicht vor, arbeite momentan aber mit Ärzten zusammen und viele meiner Kollegen/Freunde studieren mittlerweile Medizin.

Zuerst sei gesagt, dass man Medizin wirklich nur dann studieren sollte, wenn es einem Spaß macht und man es unbedingt will. Denn ist richtig viel Stoff und in den ersten Semestern auch sehr wissenschaftlich (Bio, Chemie, Physik).

Dass man als Assistenzarzt so unterdrückt wird kann ich nicht sagen, aber eine Kollegin sagte, dass sie vor Beginn ihres Studiums einen Vertrag unterschreiben musste, welcher besagt, dass sie bereit dazu sein muss, 60 Stunden pro Woche als Assistenzarzt zu arbeiten. Da geht man natürlich auch irgendwann auf dem Zahnfleisch.

Studieren ist allgemein teuer. Wenn du kein anderes Einkommen hast, ist das tatsächlich schwierig. Du musst schließlich 12 Semester ohne Einkommen leben.

Auch der Alltag an der Uni besteht hauptsächlich aus aufstehen, Uni, lernen, essen und schlafen. In den Semesterferien darfst du dann oftmals Praktika machen.

Ein Schnitt von 2,0 reicht nicht aus. Versuche ihn am besten auf 1,6 und besser anzuheben und arbeite dich dann mit Medizinattest und u.A. FSJ/BFD hoch. So kann es reichen.

Ich würde sagen, dass es grundsätzlich egal ist, welche Fächer du in der Oberstufe hattest, solange der Schnitt passt. Im Studium wirst du alle drei auf Oberstufenniveau noch einmal haben.

Das alles ist natürlich nicht allgemein gültig, kann von Uni zu Uni unterschiedlich sein. Auch vom Arbeitsplatz hängt das natürlich stark ab.

Am Ende wirst du sicherlich nicht schlecht verdienen, aber dafür auch sehr viel arbeiten müssen. Und der Weg bis dahin kann auch recht steinig sein.

DANKE!!

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Wie teuer ein Studium ist richtet sich danach was du an Kosten hast und wie lange das Studium dauert. Studiengebühren gibt es zum Glück nicht mehr so häufig. Aber man muss in jedem Fall jedes Semester noch Verwaltungsgebühren und Semesterticket bezahlen. Ein Medizinstudium dauert recht lange, ich meine so um die 16 Semester. Und das heißt natürlich, dass du für diese Zeit irgendwie deine Wohnung und deinen Haushalt finanzieren musst. Anstrengend ist übrigens jedes Studium. Warum sollte man unterdrückt werden? Ob du Chemie abwählen kannst hängt vom Schulsystem in deinem Bundesland ab. Habt ihr einen Oberstufenkoordinator? Frag ansonsten bei der Schulleitung nach.

Ja, ich darf Chemie abwählen, aber ich fragte mich nur ob es passend wäre, da ich ja Medizin studieren wollte..

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@Hunny100

Das ist für das Studium völlig egal ! Such Dir Fächer aus in denen Du den Schnitt von 1,0-1,3 schaffen kannst. Physik und Chemie muss Du in den vorklinische Semestern noch genug " büffeln " .

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Die Fächer sind egal. Hauptsache dein Notendurchschnitt ist gut. Diese 500Euro können je nach Universität und sostigen Verpflichtungen mehr oder weniger ausfallen. Kommt auch ganz stark an ob du Zuhause wohnst oder nicht. Diese Zahl gilt pro Semester. Nein die Assistenzärzte werden ganz normal behandelt und sind sehr wichtig. Verdienen auch schon recht viel. Aber die werden nicht unterdrückt. Viele wollen ja wegen den Arztsendungen im Fernsehen Arzt oder Ärztin werden. Diese erleben schnell, dass der Alltag ganz anders ist und werfen dann die Flinnte ins Korn und brechen ab oder bestehen es nicht.

Erst mal ein super Abi hinlegen und dann kannst du dir mal da Gedanken machen. Ja und als Assistent wirst du hart rangenommen, weil du dich hocharbeiten musst.

Aber wenn man sich nicht "quer stellt " nicht unterdrückt !!

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