Medizin mit 34 studieren?

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6 Antworten

Letztendlich musst du das selber wissen, ob du die nächsten sechs Jahre in ein Studium investieren willst. Egal ob Medizin oder Lehramt, stressig wird es ganz sicher. 

Vom zeitlichen Rahmen her siehts so aus: Medizin -> 12 Semester Studium, dann Approbation. Danach verdienst du gut und kannst evtl. noch Facharztausbildung machen. Arbeitsmarkt sieht gut aus.

Lehramt -> ca. 10 Semester Studium, danach 2 Jahre Referendariat. Zwar verdient man während des Referendariats ein bisschen was, ist aber kein volles Lehrergehalt! Arbeitsmarkt kommt auf die Fächerkombi drauf an. Eventuell, je nach Bundesland, wirst du trotz Planstelle wg. Altersgrenze nicht mehr verbeamtet.

Ich hoffe, das hilft dir bei der Entscheidung!

Mit 34? Ich bin ja immer dafür, seinen Träumen nachzulaufen, aber das macht einfach keinen Sinn mehr. Bis Du damit arbeiten könntest, bist Du 45.. Nach dem Medizinstudium ist man ja leider auch noch lange nicht fertig..

Und Medizin ist jetzt auch kein attraktiver Studiengang.. sehr zeitaufwändig und sehr viel Auswendiglernerei. Ich glaube, das stellst Du Dir auch etwas romantisch vor.

Such Dir doch was, wo Du anschließend auch sicher damit arbeiten kannst. Das Lehramt bietet sich doch sowas von an.. schon allein, weil ihr dann gleiche Ferien hättet etc..

Also, ein Medizinstudium hat keinen Sinn, dazu ist es definitv zu spät.

Mach Dir klar, dass Du mindestens 10 -12 Jahre brauchst bis Du nach Studium, Doktorabarbeit und Asssistenzarztzeit praktizieren kannst;  mit Mitte 40 kannst Du aber nirgendwo mehr anfangen zu arbeiten; ausserdem gibts eher eine Ärtzeschwemme als dass sie Mangelware sind.

Da wäre ein Lehramtsstudium wesentlich sinnvoller - Lehrer werden gesucht vor allem für Mathe und Naturwissenschaften.

Aber auch da musst Du Dich beeilen - verbeamtet wirst Du nur bis 40.

Ich glaube, inzwischen werden Lehrer gar nicht mehr verbeamtet, oder?

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Doch werden sie in Hessen sogar bis zum 50. Lebensjahr.

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Mach Dir klar, dass Du mindestens 10 -12 Jahre brauchst bis Du nach Studium, Doktorabarbeit und Asssistenzarztzeit praktizieren kannst

Ist so nicht ganz richtig. Das Studium dauert, wenn man wirklich gut durchzieht, 6 Jahre. Danach ist man fertiger Arzt.

Die meisten Studenten schreiben ihre Doktorarbeit schon während des Studiums oder lassen es bleiben (man braucht keine Promotion, um als Arzt zu arbeiten!)

Während der Facharztausbildung arbeitet man schon ganz normal und verdient gut bis sehr gut. 

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@Elli113

Sorry, aber davon träumst Du aber nur - in 6 Jahre ist niemand fertiger Arzt und die Doktorarbeit schreibt man auch nicht mal nebenher.

Die Regelstudienzeit sind schon 12 Semester, aber das schafft kaum jemand; dazu kommt noch die Prüfungszeit - und kein Student, egal in welchem Studium kann zeitgleich auch noch promovieren - wie soll denn das gehen?

Sicher braucht man keine Promotion, um als Arzt zu arbeiten, aber damit wird man keinen Blumentopf gewinnen - die "Feld-Wald und Wiesenärzte" machen momentan überall ihre Praxen zu als das neue eröffnet werden.

Was irgendwo geschrieben steht, ist Theorie, die Paxis sieht anders aus

10 Jahre mindestens bis man praktizieren kann, es sei denn man ist ein Genie

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@dandy100

Ich arbeite an einer großen medizinischen Fakultät und habe oft mit Doktoranden zu tun.

Die meisten schaffen ihr Studium hier in der Regelzeit. Die Doktorarbeit ist zum Zeitpunkt des Studienabschlusses meist in den letzten Zügen (Forschung/ Recherche schon abgeschlossen). Wie lange der einzelne braucht, um zu promovieren und wie aufwändig das Thema ist, hängt natürlich vom individuellen wissenschaftlichen Ehrgeiz ab.

Da zu der medizinischen Fakultät auch ein Klinikum gehört, kann ich dir versichern, dass hier auch Ärzte ohne Titel arbeiten. Ja sogar mein heimatlicher "Wald- und Wiesenhausarzt" hat keinen Doktortitel und seine Patienten sind dennoch zufrieden.

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@Elli113

Made my day! 

@dandy100 Geh mal zurück in die Küche und trink noch einen Kaffee. 😁

Wieviele Jahre sind denn 12 Semester? 

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@Kristall08

6 Jahre wieso? Danach ist man aber kein Arzt, da fängt gerade mal die Prüfungsphase an

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@dandy100

Gut. Dann sind es vielleicht 6 1/3 Jahr. Ist das soooo wichtig? ;)

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@Kristall08

Meine Güte, dann ist man doch noch lange kein fertiger Arzt und weit entfernt davon, selbstständig praktizieren zu können.

Nach dem Examen kann man gerade mal anfangen als Assistenzarzt zu arbeiten und das mindestens zwei Jahre.

Bis man allerdings in der eigenen Praxis oder einer Klinik arbeiten kann - wenn man nicht gerade Feld - Wald und Wiesenarzt sein will -  muss man Facharzt sein, das dauert dann nochmal 5 Jahre und die Promotion macht man nicht eben mal so nebenher.

Theorie und Praxis sind zwei völlig verschiedene Dinge

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@dandy100


Meine Güte, dann ist man doch noch lange kein fertiger Arzt 

Was genau meinst du mit "fertiger Arzt"? Natürlich fehlt einem als Berufsanfänger noch Erfahrung, aber man ist "richtiger" Arzt.


weit entfernt davon, selbstständig praktizieren zu können

Ob man kann, ist die Frage, aber man DARF.

Vergleiche hierzu auch die Rechtsvorschriften:

§ 1 Abs. 1 der Approbationsordnung für Ärzte: "Ziel der ärztlichen Ausbildung ist der wissenschaftlich und praktisch in der Medizin ausgebildete Arzt, der zur eigenverantwortlichen und selbständigen ärztlichen Berufsausübung (...) befähigt ist."

Mit Bestehen des 3. Abschnittes der Ärztlichen Prüfung folgt auf Antrag die Approbation, nach der derjenige berechtigt ist, die Berufsbezeichnung "Arzt/Ärztin" zu führen (vgl. §2 Abs. 1 BÄO iVm §2a BÄO iVm §3 Abs 1 Nr. 4)

Wer also das Medizinstudium abgeschlossen hat, ist Arzt und darf praktizieren. Auch in einer eigenen Praxis oder als Assistenzarzt in einer Klinik. Was man nicht darf: eine Facharztbezeichnung führen.

Als (nach Tarif beschäftigter) Assistenzarzt fängt man (direkt nach dem Studium) mit einem Gehalt von ca. 4300€ brutto an. Während man also schonmal nicht schlecht bezahlt wird, macht man seine Facharztausbildung, die ca. 5 Jahre dauert.

Die Promotion ist zu diesem Zeitpunkt übrigens in der Regel abgeschlossen oder kein Thema mehr. Man kann auch Facharzt ohne Promotion sein.

Aber Fakt ist: mit dem Abschluss des Medizinstudiums (nach Regelzeit 6 Jahre und 3 Monate mit Prüfungszeiten, vgl. §1 Abs. 2 ÄApprO) ist man Arzt, darf sich so nennen und auch selbstständig arbeiten.

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@Elli113

Frag mal Deinen Arzt, wie lange er gebraucht hat bis er fertig war, statt hier irgendwelche Rechtsvorschriften zu zitieren....

Grau ist alle Theorie

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@dandy100

Frag mal Deinen Arzt, wie lange er gebraucht hat bis er fertig war, statt hier irgendwelche Rechtsvorschriften zu zitieren....

Was genau meinst du denn nun mit "fertig"?

Wie gesagt, ich habe täglich mit Medizinern zu tun und die allermeisten haben das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen (viele haben einen ordentlichen Druck, weil das BAföG nicht länger gezahlt wird).

Damit möchte ich keinesfalls andeuten, dass das Studium nicht schwer und stressig wäre. Aber es ist machbar und dauert auch nicht ewig.

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@Elli113

Mir fertiger Arzt meine ich fest angestellt in einer Klinik - geht nur als Facharzt und mit Doktortitel -  oder einer eigenen Praxis.

Das hat niemand - absolut niemand - nach 6 Jahren Studium

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@dandy100

Auch die Assistenzärzte sind fest angestellt und werden nach Tarif bezahlt. Ich vermute jetzt einfach mal, mit "fest angestellt" meinst du "unbefristet angestellt"?

Dann hast du natürlich recht, die meisten werden befristet angestellt. Andererseits ist das mittlerweile in sehr vielen Branchen üblich, Berufsanfänger befristet einzustellen und kein Nachteil des Medizinstudiums.

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@Elli113

Ein Assistenzarzt ist kein Facharzt - er ist gerade mal auf dem Weg dahin. Natürlich bekommt er ein Gehalt, aber er ist noch lange nicht fertig, nur weil er sich Arzt nennen darf.

Der Weg zum Facharzt oder zur eigenen Praxis ist nach dem Examen immer noch sehr weit - und mit Mitte 30 damit anzufangen, ist einfach unsinnig.

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@dandy100

Weißt du was, ich gebs jetzt auf.

Wenn man das Studium abgeschlossen hat, ist man in der Lage, irgendwo zu arbeiten. Und verdient Geld. Das Studium dauert ca. 6 Jahre, dh. mit 40 wäre der Fragesteller in der Lage, in dem erlernten Beruf zu arbeiten. Dann hat er immer noch 25 Jahre bis zur Rente! 20 Jahre ab Erwerb der Facharztqualifikation.

Ob sich das für ihn rechnet, muss er selber wissen. Sicherlich wird er damit nicht mehr groß aufsteigen und Chefarzt werden. Schon klar, dafür ist die Zeit zu knapp.

Aber dennoch sind 25 Erwerbsjahre nicht wenig und ob er die jetzt als Lehrer (Studium dauert genauso lange!) oder als Mediziner verbringt, muss er eben selbst entscheiden.

Außerdem stört mich ein wenig, dass du immer von "fertig" redest. Niemand ist jemals "fertig", in jedem Beruf sollte die Bereitschaft, dazuzulernen, immer gegeben sein. 

Aber das war jetzt wirklich mein letzter Kommentar zum Thema ;-)

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Ich würde dir davon abraten Medizin zu studieren. Abgesehen davon, dass das Medizinstudium schwer ist, ist es auch sehr zeitraubend. Neben dem Studium wirst du kaum Zeit für deine Frau (Familie) haben. Aber in erster Linie würde ich dir davon abraten, weil vor allem erfahrene, junge Ärzte gesucht werden und es dir nach dem Abschluss deiner Ausbildung schwer fallen wird einen Job zu finden.

Klar wieso nicht . Das Problem an der Geschichte ist das du dann gar keine Zeit mehr für deine Freundin hast . Ich kenne welche die haben mit 40 Jahren erst angefangen es kommt halt darauf an für welches Fach du dich interessierst. Nur , Chirurgie rentiert sich meiner Meinung nicht mehr . 

Musst halt gucken ob es sich lohnt, das Medizinstudium

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