Medizin bei der Bundeswehr studieren oder nicht?

6 Antworten

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Wenn du das Glück hast, als Soldatin Medizin studieren zu können, dann hast du ein finanziell sorgenfreies Studium. Im Laufe des Studiums wirst du im Allgemeinen bis zum Oberleutnant befördert und bekommst entsprechende Dienstbezüge. Ein kleiner Wermutstropfen, in den Semesterferien musst du Uniform tragen und in die Kaserne einrücken. Die Gesamtverpflichtungszeit beträgt meines Wissens 16 Jahre und nach dem Studium und einer Facharztausbildung musst du auch mit Auslandseinsätzen rechnen.

Ein kleiner Wermutstropfen, in den Semesterferien musst du Uniform tragen und in die Kaserne einrücken.

Für wen das ein Wehmutstropfen ist, der hat bei seiner Verpflichtung wirklich alles falsch gemacht. Der er hat sich als Soldat verpflichtet und nicht als Student!

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Das ist mal von oben bis unten nicht korrekt! Zumindest nicht aktuell.

1. Sorgenfrei  oder nicht ... naja, Regelstudienzeit kann schon wie ein Damoklesschwert über einem schweben.

2. Oberleutnant wird man nicht. Auf den Leutnant SanOA folgt direkt der Stabsarzt (Hauptmann).

3. Man rückt nicht in die Kaserne ein. Man muss nicht alle Semesterferien in der Kaserne verbringen. Das ist absoluter Quatsch. TrpPraktika sind gerne gesehen, aber bei weitem keine Pflicht! 

4. Man verpflichtet sich für  17 Jahre getrennt in 4/13.

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@19Sunny96

Nun denn, eine meiner Nichten ist inzwischen Stabsarzt und bei der ist es genau wie beschrieben verlaufen. Zudem schrieb ich "finanziell sorgenfrei".

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Erstmal bist du für mehrere Jahre an die Bundeswehr gebunden und wirst da eingesetzt, wo du gebraucht wirst, vielleicht auch mal im Ausland und Krisengebieten. Der Vorteil, es fällt der NC und eventuelle Wartezeiten weg.

Der Nachteil an einem Studium bei der Bundeswehr ist, dass du dir hier dein mediz. Fachgebiet nicht aussuchen darfst. Eine gute Bekannte von mir wollte gerne in Richtung innere Medizin gehen, musst aber dann Gynäkologie nehmen, obwohl sie das gar nicht wollte!

Weißt du vielleicht wieso das so ist?

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@annababy8

Nein, leider nicht. Vielleicht ist es heute auch anders, das ganze ist schon 10 Jahre her. Aber gerade bei Medizin finde ich persönlich es schon wichtig, mir das Fachgebiet selber auszusuchen.

Daher würde ich meinen Kids die BW hier nicht empfehlen.

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@turnmami

Nein, ist nicht anders. Wir hatten neulich einen Praktikanten von der BW, der Journalismus dort studieren musste. Dabei wollte er eigentlich was ganz anderes machen. Er war waaahhhhnnnsinnig motiviert... :D

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@Kristall08

Ja, das kann man sich doch vorstellen, wenn einem einfach irgendein Fach aufgezwängt wird, das man gar nicht möchte

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@turnmami

Du bist Angestellter des Bundes und wirst auch entsprechend entlohnt. Dafür steht es deinem Arbeitgeber allerdings auch zu, dich dem Bedarf entsprechend einzusetzen. Diesem Prozess sind selbstredend auch gewisse Grenzen gesetzt (als Bundeswehrarzt braucht man sich keinen Kopf zu machen, das Waffensystem einer Fregatte bedienen zu müssen o.ä.), diese Grenzen werden auch vertraglich festgehalten sein.

Da die Bundeswehr nunmal einen unterschiedlichen Bedarf an Fachärzten hat (Innere Medizin oder Chirurgie mit Sicherheit ein Vielfaches von Dermatologie) ist die Gebietswahl auch entsprechend eingeschränkt.

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Das stimmt nicht. Das hängt von vielen Faktoren ab. Studienleistung und andere Leistungen innerhalb der BW. Außerdem  wählt man am Ende vorzugsweise Standort oder Facharzt. Wenn man sich nur ins Zeug legt, stehen die Chancen SEHR gut sich selbst seinen FA aussuchen zu dürfen. 

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