Medium Parawissenschaften?

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1 Antwort

Medium Parawissenschaften?

Sorry, wenn ich dir das so offen sagen muss, aber das Wort "Parawissenschaften" ist ein Kampfbegriff der Pseudoskeptiker und deshalb wenig geeignet, ein "Wissbegehren" zu diesem Thema einzuleiten, das obendrein auf wissenschaftlicher Basis laufen sollte. Das zeugt nicht gerade von deiner Offen- und Unvoreingenommenheit.  

Mönche hat man ja schon während der Meditation im Kernspintomographen untersucht. 

Ja, man hat auch Hirnwellen gemessen. Und?  
Man weiß also jetzt, dass Mönche im Gegensatz zur Normalbevölkerung in der Lage sind, während der Herzmeditation Gammafrequenzbänder über mehrere Minuten hinweg aufrechtzuerhalten.

Da man bis heute nicht weiß, was genau Gammafrequenzbänder zu bedeuten haben, weiß man also nur, dass sich die Gehirnwellen der Mönche während ihrer Herzmeditation in den Gammabereich hinein verschieben.  

Analog dazu weiß man, dass Heiler beim Handauflegen verstärkt Gehirnwellen im Theta Bereich an der Schwelle zu Delta aufweisen, gespickt mit Epsilon Spikes. 

Kurzum: man weiß bereits, dass die messbaren Gehirnwellen sich deutlich während solcher Handlungen ändern und kann deshalb von zumindest einem veränderten Bewusstseinszustand ausgehen. Als aufmerksamer Beobachter würde man es auch schlicht sehen. Man kann einen Trance Zustand nicht spielen, weil die sog. Minimal Cues, die unwillkürlich kleinen Muskelzuckungen beispielsweise der Augenmuskulatur, fehlen.

Weshalb sollte das bei Medien anders sein?  

fragte ich mich warum man solche Menschen nicht auch einfach wissenschaftlich untersucht

Davon ausgehend kann man googeln!, ob bereits untersucht wurde, inwiefern sich die Brainwaves von Medien während medialer Arbeit verändern. Ja, solche Untersuchungen gibt es. Mit dem Ergebnis, dass sich die Brainwaves verändern. Die verlinkte Studie untersuchte sog. Schreibmedien mit dem Ergebnis, dass jene Hirnbereiche, die normalerweise mit bewusstem Schreiben einhergehen, bei den erfahrenen Medien weniger aktiv sind.

Neuroimaging during Trance State: A Contribution to the Study of Dissociation

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0049360#s4

So. Und nun?
Biste schlauer?

Um deine Frage zu beantworten: Medien werden wissenschaftlich untersucht. Nach allen Regeln der wissenschaftlichen Kunst.

Nur gefallen die Ergebnisse nicht jedem.

Und nein, die Zirkusveranstaltungen von James Randi, gwup & Co. sind keine Tests, die wissenschaftlichen Kriterien genügen würden oder auch nur ansatzweise Rücksicht nehmen würden auf die Besonderheiten des Sujets. Diese Besonderheiten müssen bei der Gestaltung des Versuchssettings ebenso berücksichtigt werden wie bei der Untersuchung des Paarungsverhaltens von Fischen die Tatsache, dass die Untersuchung ohne Wasser nicht auskommen wird.

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