Meditation im Liegen empfehlenswert?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Ich habe ein paar Jahre Meditationserfahrung und werde versuchen, dir bei der Beantwortung deiner Frage zu helfen.

Meiner Meinung nach ist liegen tatsächlich nicht die beste Haltung, denn sie ist sehr bequem und verleitet dazu schläfrig zu werden und in eine Art Halbschlaf zu geraten. Das ist aber nicht der Sinn der Meditation.

Man sollte nicht vergessen, dass Geist und Körper sich gegenseitig wiederspiegeln und beeinflussen - sowohl positiv, als auch negativ.

Eine aufrechte, entspannte Körperhaltung begünstigt auch einen wachen, entspannten Geist, während sich ein schläfriger oder angespannter Geist in einer entsprechenden körperlichen Haltung zeigt.

Wenn du schon ein Meditationskissen hast, würde ich es tatsächlich auch nutzen, weil es wirklich sehr hilfreich ist. Wenn dir der volle Lotossitz zu anstrengend ist, kannst du ja auch den halben, oder zur Not die burmesische Sitzhaltung einnehmen.

Eine von dir noch nicht genannte Möglichkeit wäre Gehmeditation, denn letztlich geht es ja um einen meditativen Zustand, nicht um eine isoliert geübte Technik.

Enzylexikon 04.03.2017, 22:43

Vielen Dank für den Stern. :-)

0

Tja...das Problem haben viele und dafür wurde Yoga (so wie es heute meistens praktiziert wird) erfunden ;-) Die Asanas (Körperhaltungen) im Yoga wurden genau deshalb eingeführt um das Sitzen (das einzige wirkliche Asana) zu erleichtern.

Heute gibt es dafür schon viele Hilfsmittel, Du kannst auch mit Kissen und Decken und Büchern arbeiten. Es geht dabei um nur ein paar Aspekte, die es zu beachten gibt, laufe nicht in den Irrtum einen Lotussitz einnehmen zu müssen, die meisten Mitteleuropäer schaden sich damit nur. Es geht um eine aufgerichtete Wirbelsäule mit dem obersten Chakra Richtung Himmel gerichtet. Die Knie sollen tiefer als die Hüftgelenke sein. Die Wirbelsäule ihrer natürlichen Form entsprechend gut nach oben lang aufgerichtet frei gehalten. Dadurch trainierst Du die kleinen wichtigen Muskeln in Deinem Körper.

Ich empfehle Dir anfangs lieber im Sitz zu probieren, lieber kurze Einheiten und dann die Länge zu steigern. Sodass Du die geistige Meditation und den Sitz gleichzeitig langsam aufbaust und "trainierst".

Wenn es mal an einem Tag gar nicht passt - nicht jeder tag ist gleich - dann übe einfach entspannt im Liegen....

Du kannst das trainieren. Alles Übungssache. Wenn du dich so am wohlsten fühlst mach es. Darum geht es ja. Entspannung. 

Bei Meditations-Methoden, bei denen die Konzentration im Vordergrund steht ist es anfangs wichtig Ablenkungen zu vermeiden. So wäre hier das Gefühl umkippen zu können, beim Stehen oder auftretende Schmerzen beim Sitzen eine starke Ablenkung.

Bei Achtsamkeit basierten Methoden kann es auch mal förderlich sei ein Ungleichgewicht oder einen Schmerz mit einzubeziehen. So sprach Chanmay Sayadaw in einem Vortrag davon den Schmerz willkommen zu heißen und ihn als Freund zu betrachten. Und zwar nicht um ihn zu Tode zu umarmen, als vielmehr ihn genau zu studieren und sich daran zu reiben.

Meditation ist tatsächlich im Sitzen am effektivsten. Dazu ist der Grund richtig, dass man sich da am besten konzentrieren kann. Ein weiterer Grund ist der Energiefluss. Durch die Meditation im Sitzen kann die Energie entlang der Wirbelsäule leichter ins Fließen kommen. Das stellt man sich so vor, dass eine Schlange entlang der WS nach oben steigt (Kundalini).

Da das Sitzen für viele nicht einfach ist, weil die Muskulatur meist unterentwickelt ist, ist ein Yogakurs dafür eine gute Grundvoraussetzung. 

Aber ein gutes festes Sitzkissen unter die hintere Hälfte des Gesäßes tut gute Dienste. Dabei sollte man darauf achten, dass das Becken leicht nach vorne kippt. Auch ein Keilkissen am Stuhl ist hilfreich.

Am Anfang der Meditationspraxis sollte man sich nicht überfordern und beginnen mit einer kurzen Meditationszeit, die man nach und nach ausbaut.

Ein Kurs ist zu empfehlen.

Ich meditiere nicht oft. Meist nur "bei Bedarf". Aber stets im Sitzen mit geraden Rücken, die Hände im Chin-Mudra. Sitze auf meinem Meditationsbänkchen, gern mit dem Rücken am Heizkörper.

Die liegende Position begünstigt Schläfrigkeit und Trägheit. Wenn man es vermeiden kann dabei einzuschlafen oder sich platt zu fühlen, kann man durchaus so meditieren. 

Im sitzen ist das beste für den Geist, darum geht es. Seine Wirbelsäule grade zuhalten und auf die Atmung zu achten. 

Ich war mal Buddhist und bin jetzt ein Christ. Der Geist ist das wichtigste in der Meditation den man spürt seine Anwesenheit und man fühlt sich nach einer Meditation sehr entspannt. Aber wenn du an Gott/Jesus glaubst dann bist du mit dem Geist durchgehend verbunden und bist die ganze Zeit relaxt. Ich garantiere dir du wirst nicht enttäuscht werden.

Gott segne dich

Was möchtest Du wissen?