Medikinet Adult (Methylphenidat) und das Rauchen...

6 Antworten

ADHS Patienten haben oft ein Suchtproblem, hängt auch damit zusammen, dass es als Lösungsweg für die Probleme, die es durch ADHS gibt, gesucht wurde. Ich bin skeptisch, dass zu viel Veränderung der Lebensumstände erfolgreich sind. Lieber zuerst die positive Veränderung durch das Medikament, einer Stabiliserungsphase, dann erst mit dem Rauchen aufhören, damit es gut gelingen kann. Zuviel auf einmal bedeutet meist Überforderung. Vielleicht gibt es in deiner Nähe ein Angebot von der Krankenkassa zum Rauchen aufhören oder von der Gemeinde. Wünsche dir alles Gute.

Danke dir, das klingt nach einem Plan :3

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Ich bekomme selber auch Medikinet Adult 20mg ! Eigentlich Morgens und Mittags auch noch Mal aber schaue grade wie es mit einmal Täglich ist ! Das eine Zigarette nach der anderen rauchen kenne ich auch zu gut ! Da hilft es sich anders körperlich zu betätigen! Putzen , Sport u.s.w

Am besten aufhören!

Neben Hilfsmittel wie Nikotinkaugummis, die das substanzbezogene Bedürfnis nach dem Nikotin mindern sollen steht und fällt der Erfolg einer Suchtbekämpfung mit dem psychischen Verlangen.

Dabei helfen Alternativbeschäftigungen, die zu bewusst an Stelle der Einnahme der Droge getätigt werden. Das können völlig verschiedene Dinge sein, ein Buch lesen, handwerkliche Arbeiten, stricken, basteln, entscheident ist, dass diese Tätigkeiten deine Konzentration fordern und nicht selbst Rauschmittel sind, ansonsten verlagerst du nur deine Sucht von einer auf die andere Droge. Such dir etwas, wofür du dich begeistern kannst, wo du dich voll einbringen kannst und klare Erfolge erreichen kannst. Je konstruktiver, desto besser, so verwandelst du die Energie die du in "negative" Dinge (den Drogenkonsum) gesteckt hast in positive Dinge, z.B. Bildung oder Handfertigkeiten.

Ein weiterer unumgänglicher Aspekt ist das Bewusstsein, dass die Einnahme von Nikotin schädlich ist. Wer nicht einsieht warum er mit der Einnahme einer Substanz aufhören sollte, der wird es auch nicht schaffen, man braucht den Willen dazu etwas zu verändern. Damit mein ich nicht, das was eh schon jeder weiß, "Rauchen führt zu Lungenschäden", "Rauchen verringert die Lebenserwartung" und so weiter. Dagegen sind echte Raucher längst abgestumpft, das ist wie mit einem Horrorfilm, beim ersten brutalen Mord zuckt man zusammen, den zweiten schaut man regungslos mit an und beim dritten lacht man darüber. Nein, es geht darum dir selbst einen Sinn zu schaffen, warum du aufhören möchtest. Zum Beispiel Selbstbestimmung, nicht länger mit dem Zwang leben zu wollen Nikotin konsumieren zu müssen, Fitness, nicht nach 20 min laufen aufgeben zu müssen, weil man keine Luft mehr bekommt, Attraktivität, nicht ständig den Tabak-Geruch und Geschmack an sich zu haben was viele Nichtraucher eher abstoßend finden oder auch Geld, nicht mehr große Mengen Geld ausgeben zu wollen. Nur du kannst wissen, welche Ziele dich motivieren, das waren nur Vorschläge.

Ich würde dir zu einem kalten Entzug raten, auch wenn es hart ist. Mit der richtigen Motivation kannst du es auf jeden Fall schaffen, aber du musst auch den Willen dazu haben. Ich weiß, das ist leicht gesagt, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Gewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen, aber wenn du die Notwendigkeit erkennst gelingt es auch.

Viel Erfolg!

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