Medikament “Nux vomica Logoplex“ (Homöopathisch) beim Hund sinnvoll?

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Hallo marla80,

Hier im unteren Teil der Seite sieht man die Patienteninformationen:

http://www.abc-arznei.de/product/nux-vomica-logoplex-injektionsloesung-vet.88371.html

Die für Dich entscheidende Information steht bei den Anwendungsgebieten:

"Registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer therapeutischen Indikation."

Wenige wissen, was der Satz bedeutet:

Homöopathika sind vom Gesetzgeber wegen ihrer Beliebtheit in einen besonderen Schutzraum gestellt worden: Die Binnenanerkennung.

Während echte Medikamente zur Marktzulassung einen Nachweis ihrer Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vorlegen müssen, können Homöopathika einfach "registriert" werden. - Das ist nicht viel mehr als eine formale Anmeldung.

Statt Studien und Wirk/Unbedenklichkeitsnachweisen muss der Hersteller ein paar Formulare ausfüllen und sich einen Homöopathen suchen, der ihm bescheinigt, dass es sich seiner Meinung nach um ein homöopathisches Arzneimittel handelt. Machbare Hürden...

Um es also klar zu sagen: Die Formulierung "Registriertes homöopathisches Arzneimittel" bedeutet übersetzt in normales Deutsch: "Präparat, das niemals Wirksamkeit oder Unbedenklichkeit belegt hat".

Ich finde es ein absolutes No-Go, dass die Ärztin das Deiner Hündin ohne Rücksprache mit Dir gespritzt hat. Indiziert war das Mittel nicht - es hat kein nachgewiesenes Indikationsgebiet. Sie muss Dich als Halter immer darüber informieren, was sie machen wird, gerade dann, wenn sie das Tier nicht kennt.

In Komplexmitteln ist anders als in echten Globuli noch Wirkstoff enthalten. Nux Vomica ist die Pflanze, aus der Strichnin gewonnen wird. Deine Hündin könnte im schlimmsten Falle eine allergische Reaktion zeigen. Selbst wenn das zum Glück unwahrscheinlich ist, es geht eigentlich gar nicht, dem Tier einfach etwas zu spritzen, was es nicht braucht, ohne Rücksprache mit dem Besitzer.

Ich würde mich beschweren.

Grüße

Danke für das Sternchen!

Ich hoffe, es geht DeinerLuna bald wieder besser.

3

Allergische Reaktion auf ein homöopatisches Mittel gehören wohl eher ins Märchenland. 

Weit häufiger sind allergische Reaktionen auf pharmazeutische Medikamente, hier in dem Fall das Antibiotikum zu befürchten. Alles weitere entnimmt man deshalb dem pflichtend beigelegtem Beipackzettel. In diesem sind alle bekannten Nebenwirkungen aufzuführen.

1
@YarlungTsangpo

Yarlung,

richtig ist natürlich, dass Patienten auf die Inhaltsstoffe allergisch reagieren - und damit überall, egal, ob da nun auf der Packung "homöopathisch" draufsteht oder nicht.

Mit ein wenig googeln hätte man sich auch die Behauptung sparen können, dass so etwas ins Märchenland gehört.

Erstens einmal schreibt das der Hersteller des obigen Präparates in seinen eigenen Beipackzettel:

"Nach der Applikation ist das Tier über einen angemessenen Zeitraum zu beobachten, um bei Anzeichen einer anaphylaktischen Reaktion sofort therapeutische Maßnahmen ergreifen zu können."

Meinst Du wirklich, der Hersteller würde das freiwillig in den Beipackzettel schreiben, wenn das ins "Märchenland" gehören würde?

Darüber hinaus sind auch allergische Reaktionen auf dauerhaft eingenommene Niedrigpotenzen bekannt

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49491

und auch Rückrufaktionen wegen bestehendem Allergierisiko gab es schon:

http://theness.com/neurologicablog/index.php/homeopathic-products-recalled-for-containing-actual-drugs/

Also: Erst mal informieren, bevor man protestiert...


1

Mein Tierarzt verabreicht auch fast immer homöopathische Medikamente unterstützend zur schulmedizinischen Therapie, und ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Das Mediakment, von dem Du schreibst, wird unter anderem bei Durchfall und Koliken gegeben (Durchfall nach Futterumstellung oder Antibiose. Bei krampfartigen Leibschmerzen. Nervöse Tiere). Quelle: http://tierheilpraxis-emig.de/ak-contents/downloadcenter/Homoeopathische_Komplexmittel_fuer_Heimtiere.pdf


Du schreibst, daß Dein Hund "laut jaulend vor Schmerzen durch die Wohnung gerannt ist". Da ist es doch absolut angezeigt, daß die Klinik Deinem Hund etwas gegen Bauchschmerzen gibt. Wie Du sicherlich weißt, ist das Antibiotikum nicht dazu da, Schmerzen zu lindern, sondern Bakterien abzutöten.

Da es als Nebenwirkung auch zu Darmproblemen führen kann, könnte ich mir gut vorstellen, daß die Tierärztin auch, um diese potentielle Nebenwirkung zu lindern, das Nux vomica gespritzt hat.


Ich bin der Meinung, daß Du das zu kritisch siehst.

Deinem Hund wurde geholfen, es geht ihm wieder gut. Das ist es doch, was zählt und weshalb man zu einem Tierarzt geht. ;-)


Genau deshalb habe ich die Frage gestellt. 

Ich danke Dir für deine Antwort. Du hast recht, die Schmerzen nimmt ein Antibiotika nicht. Es war jetzt schwierig für mich einzuschätzen, da für mich nicht ersichtlich war, für bzw. gg was es eingesetzt wird.

Das war letzten Endes das, was ich als Information gebraucht habe.

LG

PS: ja, Luna geht's wurde prima und das ist wichtigste für uns <3

1
@marla80

Ich bin, ehrlich gesagt, recht froh, daß mein TA häufig zuerst zu pflanzlichen und/oder homöopathischen Mitteln greift, da diese häufig weniger bis keine Nebenwirkungen haben und trotzdem helfen.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe nichts gegen Schulmedizin - im Gegenteil. Aber ein umsichtiger Arzt kann sich die Vorteile von beidem - der Schulmedizin und der alternativen Medizin - zunutze machen und so seinen Patienten (egal, ob Mensch oder Tier) effektiver, schonender und ganzheitlicher helfen.

7
@Berni74

Ich habe da eher negative Erfahrungen gemacht. Habe mal Globulis genommen und die hatten besten Fall keine Wirkung und beim anderen Problem haben sie es verschlimmert und da ich noch nicht geurteilt ;-)

4
@marla80

Ich habe bei mir selbst auch mal schlechte Erfahrungen mit einer Heilpraktikerin gemacht. Aber bei meinen Hunden habe ich bislang nur gute Erfahrungen mit homöopatischen und pflanzlichen Medikamenten machen dürfen. Es gibt halt sowohl bei den Schulmedizinern, als auch bei den Heilpraktikern "solche und solche". Davon sollte man sich dennoch nicht dauerhaft verunsichern lassen, sondern lieber zulassen, auch mal gute Erfahrungen zu machen. ;-)

7
@marla80

Du hast recht, die Schmerzen nimmt ein Antibiotika nicht

Es bekämpft aber die Ursache der Schmerzen. ;)

5

ja, solange es hilft soll sie alles bekommen, was die braucht, damit es ihr gut geht ;-)

1

Mein Tierarzt verabreicht auch fast immer homöopathische Medikamente unterstützend zur schulmedizinischen Therapie, 

Das muss wohl auch ein Tierarzt sein der Hahnemanns Standardwerk der Homöopathie - nämlich das "Organon der Heilkunst" nicht gelesen hat - speziell den §52 nicht:

§ 52
Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur,auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. 
Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!  

...

. Wie Du sicherlich weißt, ist das Antibiotikum nicht dazu da, Schmerzen zu lindern, sondern Bakterien abzutöten.

Und wenn die Bakterien die Ursache der Schmerzen sind dann helfen Antibiotika auch gegen Schmerzen.

Bei "Nux vomica Logoplex" weiß nicht einmal der Hersteller gegen was es helfen soll:

https://shop.apotal.de/images/products/apotal/beipackzettel/01711803.pdf

Und so etwas wie ein "homöopathisches Schmerzmittel" gibt es laut erfahrenen Homöopathiefachpersonen auch gar nicht...

5
@MalNachgedacht

Und wenn die Bakterien die Ursache der Schmerzen sind dann helfen Antibiotika auch gegen Schmerzen.

Die Frage ist nur, wann. Bis das greift, vergeht meist doch wenigstens ein Tag.

Da finde ich es schon besser, wenn dem Hund erstmal gegen die akuten Schmerzen Abilfe geschaffen wird. Man kann das natürlich dann auch durch nebenswirkungsreiche Chemie tun, das bleibt dem Geschmack des Tierbesitzers überlassen. *Ironie*

Das muss wohl auch ein Tierarzt sein der Hahnemanns Standardwerk der
Homöopathie - nämlich das "Organon der Heilkunst" nicht gelesen hat -
speziell den §52 nicht:

In den 200 Jahren, die seit dem vergangen sind, hat sich die Medizin unwesentlich weiterentwickelt. Und nur, weil der gute Herr Hahnemann damals der Meinung war, daß man beide Heilmethoden nicht kombinieren kann, heißt das nicht, daß man diesbezüglich heute schlauer ist.

3
@Berni74
Da finde ich es schon besser, wenn dem Hund erstmal gegen die akuten Schmerzen Abilfe geschaffen wird.

Der Meinung bin ich auch, aber ein homöopathisches Mittel kann das nicht leisten.

Der Hund blieb also de facto in dieser Hinsicht unversorgt.

In den 200 Jahren, die seit dem vergangen sind, hat sich die Medizin unwesentlich weiterentwickelt.

Ich hoffe, dass das jetzt ironisch gemeint war.

Und nur, weil der gute Herr Hahnemann damals der Meinung war, daß man beide Heilmethoden nicht kombinieren kann, heißt das nicht, daß man diesbezüglich heute schlauer ist.

Richtig, großartig schlauer sind die Anwender von homöopathischen Mitteln nicht geworden.

7
@Auskunft

In den 200 Jahren, die seit dem vergangen sind, hat sich die Medizin
unwesentlich weiterentwickelt.


Ich hoffe, dass das jetzt ironisch gemeint war.

Wenn Du das nicht selber merkst... ;-)

Der Meinung bin ich auch, aber ein homöopathisches Mittel kann das nicht leisten.

Sowohl meine Hunde, als auch ich selber nehmen bei krampfartigen Bauchschmerzen immer erstmal homöopathische oder pflanzliche Präparate, weil diese seit Jahr und Tag den Menschen gegen solche Beschwerden helfen - so auch uns...

Aber ich möchte hier keinen bekehren, muß jeder für sich selber sehen, was er seinem Körper zumutet oder nicht.

Dennoch möchte ich nochmal betonen, ich bin keine Gegner der Schulmedizin - im Gegenteil. Aber für mich hat beides mit gesundem Menschenverstand angewandt eine Existenzberechtigung. Auch, wenn Herr Hahnemann das vor 200 Jahren anders sah ;-)

1
@Berni74

Berni74,

erstmal homöopathische oder pflanzliche Präparate

Du verstehst aber den grundsätzlichen Unterschied?

Leider wird das nämlich vom Anwender für etwas recht Ähnliches gehalten. Ist es aber nicht. Pflanzliche Präparate enthalten einen Wirkstoff, der nachweislich bei bestimmten Anwendungsgebieten nützt.
Homöopathika enthalten nur Zucker und erzielen daher Placeboeffekte.

4
@uteausmuenchen

Du verstehst aber den grundsätzlichen Unterschied?

Aus diesem Grund erwähnte ich beides! ;-)

1
@Berni74

Aus diesem Grund sollte man aber die beiden nicht in einen Sack stecken.

1
@uteausmuenchen

Hallo uteausmuenchen,

Der Milchzucker auf den homöopathische Mittel aufgetropft werden kann bei Laktoseunverträglichkeit etwas breiigen Stuhlgang verursachen.

Wenn Information dann bitte offen und real.

Wenn Wirkstoffe und Wirkungsweise nicht chemisch gemessen werden kann - dann kann das auch für mangelhaftes Wissen zum Messen von unbekannten Stoffen stehen.

Der Placeboeffekt wirkt auch bei pharmazeutischen Studien und wird in der Schulmedizin ebenfalls bewusst genutzt.

http://www.apotheken-umschau.de/Placebo

Phytotherapien gehören ebenso zum Spektrum der Heilpraktiker, ebenfalls also der bewusste und wissende Einsatz von Pflanzenwirkstoffen. Auch diese Wirkstoffe versucht die Pharmaindustrie gesetzlich zu verbieten, weil sie darauf keinen Produktschutz mehr eintragen lassen kann.

Bis heute ist Wissen zum heilvollen Einsatz von Pflanzenwirkstoffen verloren, weil diese "Heilkundigen" im Mittelalter verfolgt wurden.

2
@YarlungTsangpo

Yarlung,

natürlich werden Placeboeffekte genutzt. Macht bei harmlosen Sachen - oder auch da, wo nichts anderes, besseres zur Verfügung steht auch Sinn.

Das ändert aber nichts daran, dass Globuli Placebos sind und ein sinnvoller Umgang damit nur möglich ist, wenn der Therapeut das weiß.

Die TA in der Frage wusste es offensichtlich nicht - oder hat es ignoriert; das wissen wir nicht.
Vielleicht wollte sie einfach eine Extraspritze abrechnen.

Ein Placeboeffekt ist nur möglich, wenn man von der Behandlung weiß - in diesem Falle also der Placebo by Proxy: Allein aus diesem Grund hätte sie fragen müssen.

--------

Die Pharma versucht keineswegs Pflanzenwirkstoffe zu verbieten - eine ganze Reihe von Medikamenten beruht auf Wirkstoffen, die man ursprünglich in Pflanzen entdeckt hat.

Phytotherapie hat aber nichts mit Homöopathie zu tun, denn erstere beruht auf der Wirkung natürlicher Inhaltsstoffe, letztere auf der behaupteten Wirkung von beliebigen Stoffen in deren Abwesenheit.

Das sollte man nicht verwechseln

---------

Über die Lactose in Globuli habe ich GAR NICHTS geschrieben. Also auch nichts Falsches. Was die Bemerkung soll, sehe ich nicht.

---------

Eine Wirkungsweise kann man nicht "chemisch" messen. Von unbekannten Stoffen kann keine Rede sein.

In Globuli sind einfach gar keine Wirkstoffe.

3
@YarlungTsangpo

Irgendwas hast Du an der Homöopathie falsch verstanden.

Wenn Wirkstoffe und Wirkungsweise nicht chemisch gemessen werden kann - dann kann das auch für mangelhaftes Wissen zum Messen von unbekannten Stoffen stehen.

Das ist chemisch richtig bei der Untersuchung von Matrrerie in der ein gewisser Stoff enthalten sein kann oder nicht.

Zumindest bei der Hochpotenz-Homöopathie ist das definitiv anders. Denn da ist eben definitiv kein eintziges Atom des ursprünglichen Wirkstoffes in der Medikamentenpackung. Da liegt es dann nicht am Untersuchungsverfahren, ob man etwas findet oder nicht. Und dass nichts darin enthalten ist, das lässt sich leicht ausrechnen, denn Atome sich chemisch unteilbar, da kann es dann nicht ein Hundertstel oder ein Millionstel Atom geben. Und die Verdünnungszahlen der Homöopathie sind um einige Größenordnungen größer ayls die Gesamtanzahl der Atome in der Packung.

Das haat dann nichts mehr mit chemie oder mit Messmethoden zu tun, sondern das Ausrechnen der nicht vorhandenen Anzahl Atome, das ist reine Mathematik.

2
@MalNachgedacht

Hallo Malnachgedacht, nachdem die Schulmedizin und die Pharmaindustrie jede Form von Therapie außerhalb ihres Wirtschaftsmodelles ablehnt, darf auf den Beipackzettel eines Homöopatischen Mittels nichts geschrieben werden für was genau das Mittel eingesetzt werden könnte. Es ist schlicht durch Lobbyarbeit der Pharmaindustrie - gesetzlich verboten etwas anzugeben!

Dieses nun gegen Homoöpathie Mittel als Argument einzusetzen spricht für die Lobbyarbeit der Pharmazeutischen Industrie welche nicht ruht derartige Scheindiskussionen ins Leben zu setzen und jedes Art "Volksmedizin" in Misskredit zu setzen, allerdings immer nur so lange, bis die Pharma selbst etwas von dieser verspotteten Medizin des Volkes für sich selbst schützen und herstellen lassen kann.

1
@YarlungTsangpo

Yarlung,

jetzt erzähle hier doch bitte nicht solchen Unsinn...

1) Die Hersteller der Homöopathika gehören zur Pharmaindustrie.
Sie werden also nicht von dieser "abgelehnt", sondern sind Teil des Business.

2) Bzgl. der Lobbyarbeit ist genau das Gegenteil richtig: Dass die Homöopathika überhaupt ohne Wirksamkeitsnachweis in die Apotheken kommen (also als Arzneien gelten), DAS liegt an gesetzlichen Sonderregelungen, die die Homöopathen explizit einforderten.

In der EU Richtlinie 2001/83/EG wurden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, gesetzliche Sonderregelungen für Homöopathika zu schaffen, weil diese am Nachweis einer Wirksamkeit scheitern. Diese Sonderregelung ist die Registrierung.

Registrierung bedeutet also, dass die Mittel niemals nachgewiesen haben, dass sie tun, was Homöopathen von ihnen behaupten. Und entsprechend hat der Gesetzgeber in §10 AMG geregelt, dass registrierte Mittel keine Anwendungsgebiete nennen dürfen. Das dürften Homöopathika auch - aber nur dann, wenn sie sich dem Zulassungsprozess stellen.

1

Wurde außer der Spritze auch etwas gegeben, dessen Wirksamkeit nicht vom Glauben an die Erinnerungsfähigkeit von Wasser abhängt?

Generell würde ich mir einen anderen Arzt suchen. Mir hat auch einmal ein Tierarzt - zusätzlich zu einer Spritze mit tatsächlichem Wirkstoff - homöopathische Tropfen für ein verschnupftes Kaninchen mitgegeben. Worum es sich dabei handelt, habe ich auch erst daheim gemerkt. Und mit dieser Erkenntnis die Tropfen entsorgt. Seitdem fahre ich lieber wieder die 20km in die TA-Praxis in meinem alten Wohnort.

Beim Menschen haben homöopathische Mittel keine höhere Wirksamkeit als Placebos. Wer daran glauben mag, darf das gerne tun. Ein Haustier verbindet mit der Medikamentengabe aber keine Erwartungen, und ohne nachweisbaren Wirkstoff ist nichts außer Glaube und Erwartung in homöopathischen "Medikamenten". Mag sein, daß Homöopathie bei Tieren noch etwas bringt bei Problemen, für die der Besitzer mitverantwortlich ist und dann eine Besserung durch Kümmern, mehr oder gezielte Aufmerksamkeit oder was auch immer erfolgt. Aber der sicherste Weg zur Besserung ist meines Erachtens immernoch ein Wirkstoff. Meinetwegen kann der chemisch oder biologisch sein, aber  Wasser oder Zucker allein bringen da nichts.

Wirkstoffe von Nux vomica Logoplex:

Strychnos nux-vomica D4 1,43g, Calcium carbonicum

D8 1,43g, Chelidonium majus D4 1,43g, Colocynthis

citrullus D4 1,43g, Lophophytum leandri D3 1,43 g

Ipecacuanha D4 1,43g, Lycopodium clavatum D6 1,43g

3
@Berni74

Hmja. 1/2l Wasser auf einen Tropfen Gemisch aus Kalk und teils aufgrund ihrer Nebenwirkungen aus der Schulmedizin inzwischen verschwundener Pflanzen.

Wie gesagt, es kann jeder gerne an homöopathie glauben, aber es gibt nunmal keine nachgewiesene Wirksamkeit jenseits des Placebo-Effekts.

4
@Berni74

Der Hersteller von Nux vomica Logoplex: hat seinen Hahnemann offensichtlich genauso wenig gelesen wie der Tierarzt:

§ 273
In keinem Falle von Heilung ist es nöthig und deßhalb allein schon unzulässig, mehr als eine einzige, einfache Arzneisubstanz auf einmal beim Kranken anzuwenden. Es ist nicht einzusehen, wie es nur dem mindesten Zweifel unterworfen sein könne, ob es naturgemäßer und vernünftiger sei, nur einen
einzelnen, einfachen wohl gekannten Arzneistoff auf einmal in einer Krankheit zu verordnen, oder ein Gemisch von mehreren,
verschiednen. In der einzig wahren und einfachen, der einzig naturgemäßen Heilkunst, in der Homöopathie, ist es durchaus unerlaubt, dem Kranken zwei verschiedne Arzneisubstanzen auf einmal einzugeben.

Dann zählen wir mal:

1. Strychnos nux-vomica D4 1,43g, 

2. Calcium carbonicum D8 1,43g, 

3. Chelidonium majus D4 1,43g, 

4. Colocynthis citrullus D4 1,43g, 

5. Lophophytum leandri D3 1,43 g

6. Ipecacuanha D4 1,43g, 

7. Lycopodium clavatum D6 1,43g

Also 6 zu viel...um laut Hahnemann erlaubt zu sein

2

Danke für deine Meinung...Quote gesagt, von so homöopathischen Zeug bin ich auch nicht überzeugt (und ich hab da selbst meine Erfahrungen gemacht)

Ich bin auch normaler Weise nicht bei der Tierklinik...das war nur notfallmäßig. Ich frage morgen auch meinen HausTA, ob das zu den Notfällen zählt, um ihn auch sonntags zu kontaktieren, da er auch an Sonn- und Feiertagen sowie rund um die Uhr erreichbar ist...für MICH zählt es zu so einem Notfall, aber das würde jeder andere bestimmt sich so sehen, wenn es um SEIN Tier geht ;-)

Meinen HausTA vertraue ich und sind schon lange bei ihm, auch mit vorherigen Hausieren.

LG

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