Medikament absetzen nach Herzinfarkt?

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4 Antworten

Ich nehme an, du hast Stents bekommen? Eine sogenannte doppelte Plättchenhemmung (in deinem Fall mit Efient und sicher auch mit ASS, oder?) ist danach die Standard-Therapie für 12 Monate. Danach wird eigentlich auf eine lebenslange Therapie mit nur einem Thrombozytenhemmer reduziert, das sollte bei dir ASS sein. Grund ist, dass die gesetzten Stents nach dieser Zeit von innen her wieder so mit normalen Gefäßzellen ausgekleidet sind, dass sie die Blutgerinnung nicht mehr so stark aktivieren und es dort, also im Stent, nciht mehr mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einem neuen Verschluss kommt. Da eine insgesamt erhöhte Gefährdung ja aber wegen der Veranlagung bei dir immer noch bestehen dürfte, solltest du ASS weiter einnehmen. Eine weitere Einnahme beider Thrombozytenhemmer bringt nach dieser Zeit keine Vorteile, so weit ich die Studienlage kenne, erhöht aber das Risiko für schwere Blutungen natürlich. Wenn keine Vorteile durch eine Therapie da sind, sondern nur Nachteile, sollte sie natürlich beendet werden, insofern ist das Absetzen sinnvoll.

Das ist die Regel. Wenn bei dir eine besondere Konstellation vorliegt, kann von diesem Vorgehen natürlich abgewichten werden. Dazu kenne ich weder die Materie, noch dich noch deinen KArdiologen gut genug ... ;-)

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Kommentar von sunnymode
09.02.2017, 17:36

Ja genau so ist es bei mir.

Nur habe ich keinen Metallstent erhalten sondern einen Scaffold. Also einen der sich nach ca 2 Jahren aufgelöst hat. Lt. meinem Kardiologen wächst dieser nicht ins Gewebe ein und somit kann sich hier leichter eine Thrombose bilden als bei einem Metallstent.

Natürlich weiß ich dass es sinnvoll ist mit Efient aufzuhören.  Die Angst jedoch nochmals einen Infarkt erleben zu müssen, ist sehr sehr groß.  Vorallem weil man mir bis heute eigentlich keinen Grund für meinen ersten Infarkt nennen konnte.  

Vielen dank für deine Hilfe. 

Lg

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An deiner Stelle würde ich mich über Chelat- Therapie informieren. Google weiss viel darüber.

Diese Infusionen können dir die Arterien wieder frei machen von allen Ablagerungen. Dadurch musst du keine Angst mehr haben vor einem Rückfall.

Pillen einnehmen ist sowieso nur eine Notlösung und keine Heilung.


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Kommentar von DorktorNoth
09.02.2017, 11:38





Lange wurde von den Anwendern behauptet, durch die Chelat-Therapie würden die so genannten Plaques, die Ablagerungen an den Gefäßwänden bei Arteriosklerose, aufgelöst. Diese Ablagerungen bestehen im Wesentlichen aus Calcium-Salzen und Cholesterin.
Durch diese Ablagerungen verengen sich die verhärteten Gefäße. Das
injizierte EDTA sollte angeblich das Calcium ausschwemmen und so die Arterien
wieder „frei machen“. Dieses Konzept konnte weder in experimentellen
Studien noch in kontrollierten klinischen Studien bestätigt werden,
entsprechende Studien zeigten keinen nachweisbaren Effekt. Die
Ablagerungen bestehen auch nicht nur aus Calcium.[4]


Inzwischen räumen die Anwender selbst ein, dass die Theorie falsch
war: „Die Chelat-Therapie ist nicht, wie bisher angenommen, eine Art
'Rohrfrei'. Bevor man etwas über die Pathologie der freien Radikale
wusste, bestand die Arbeitshypothese über das Wirkprinzip der EDTA
darin, dass die Chelat-Therapie ihren bedeutendsten Heileffekt in der
Veränderung des Calcium-Stoffwechsels hatte. (…) Dieses Denkmodell (…)
ist tatsächlich nicht ausschlaggebend (…). Die Tatsache, dass EDTA frei
verfügbares Calcium bindet, wird mittlerweile als einer der
unwichtigsten Aspekte seines Wirkprinzips angesehen.“[5] Die nun verbreitete Theorie besagt, dass Metalle im Körper unerwünschte Wirkungen von freien Radikalen und damit den Alterungsprozess begünstigen.[5] Auch diese Annahme ist bislang nicht durch unabhängige wissenschaftliche Studien belegt.









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wenn der Arzt der Meinung ist , denk ich mir das ist doch für dich gut ,

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Kläre das mit dem behandelnden Arzt!

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