Mediengestalter/in Weiterbildung in Gaming-Bereich?

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1 Antwort

Mediengestalter und Game Design sind zwei verschiedene Dinge. Du solltest dich vielleicht noch einmal etwas weiter mit dem Thema beschäftigen.

Grundsätzlich: Unter Game Design versteht man die Entwicklung von Spielsystemen, Mechaniken, Erfahrungen der Spieler usw.

Du redest vermutlich von Game Art, also der visuellen Gestaltung der verschiedenen Objekte im Spiel. 

Hierbei gibt es verschiedene Bereiche, und soweit ich weiß gibt es für keinen eine entsprechende Ausbildung im klassischen Sinne. Du wirst auf Selbststudium oder private Hochschulen zurückgreifen müssen. Wenn du mir mehr über deine Wünsche erzählst, könnte ich etwas konkreter darauf eingehen.

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NoRealist 05.01.2016, 22:17

Ich habe mich bereits damit beschäftigt, sonst hätte ich keine Frage gestellt.(ist jetzt nicht böse gemeint)

Welche Bereichen gibt es denn über Game Art? Ich weiß schon das  es Richtung Studie geht. ;) Sonst schick mir ne Webseitlink und lese es einfach durch.

Mir ist es auch wichtig einen guten bezahlten Job zuhaben, aber der Spaßfaktor auch.Ich wandere später aus wegen bestimmte Gründen.

Danke mal für eure Antwort

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kesux 06.01.2016, 13:28
@NoRealist

Das war auch von mir aus nicht böse gemeint, ich wollte damit nur sagen, dass das ein üblicher Fehler ist, der sich meistens erst mit ein bisschen Recherche klärt! Sorry, falls das blöd rüberkam.

Also grundsätzlich gibt es im Bereich Game Art wirklich sehr viele Bereiche, die teilweise auch unterschiedliche Bedeutungen haben.

Beispielsweise könnte folgendermaßen die Pipeline eines 3D Charakters aussehen: Zuerst gibt es den "Concept Artist", der den Charakter per Hand vorzeichnet und aus verschiedenen winkelt analysiert. Dann kommt der "3D Modeller", der aus diesen Zeichnungen eine 3D Figur anfertigt. Dazu kommt der "Rigger/Skinner", der den Charakter für Animationen vorbereitet und schlussendlich den "Animator", der diese dann animiert.

Das sind 4 Rollen, die aber nicht immer von 4 Personen übernommen werden, manchmal auch von wenigern oder gar einer Person.

Da merkst du schon, dass jede Rolle ihr ganz eigenes Wissen/Können benötigt. Der "3D Modeller" muss zum Beispiel nicht zeichnen können, wenn es einen "Concept Artist" gibt, der das für ihn übernimmt. Er muss lediglich in der Lage sein, fremde Concepts zu nehmen und daraus das Modell zu erstellen.

Es gibt natürlich noch viel mehr Rollen, und natürlich noch 2D Artists. Für diesen Charakter fehlen beispielsweise noch Texturen, also Farben und so weiter für die Klamotten/Haut usw. Dafür gibt es dann "Texture Artists". Wenn du in einem Spiel ein Menü siehst, muss auch dieses gestaltet worden sein. Dafür gibt es dann beispielsweise "Interface Artists" und so weiter.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch ganz andere Bereiche. Ein Map Artist baut in einem 2D Spiel die Welt(denk an Pokemon - irgendwer muss diese Städte/Routen designt haben!), und auch in einem Spiel wie The Witcher hat jemand sich dorthin gesetzt und die Welt ausgestaltet - der Environment Aritist.

Und selbst damit kratze ich eigentlich auch nur an der Oberfläche, was möglich ist. Es gibt also wirklich verdammt viele Bereiche in die man als künstlerisch begabter Mensch in die Spieleindustrie kann.

Als Mediengestalter/in hast du schon beste Voraussetzungen, und geeignete Ergänzungsstudiengänge rangieren von Games Academy(sehr teuer, aber sehr guter Einstieg in die Branche), SAE(dito), über die Mediadesign Hochschulen, die es mittlerweile überall gibt.

Aber ganz klar ist in der Spielebranche: Machen, machen, machen. Am Ende zählt bei der Bewerbungen am meisten, was du bereits gemacht hast, und der Abschluss wird zur Nebensache. Am besten Leute suchen, die hobbytechnisch Spiele entwickeln und Artists suchen. "spieleprogrammierer.de" ist eine deutsche Community für Entwickler. Außerdem gibt es noch das zfx forum 

Dort gibt es öfter "Stellenangebote", auch teilweise für komplette Anfänger. Da findest du sicher etwas!

Und solltest du doch noch Fragen oder Probleme haben, kannst du mir gerne hier schreiben. Es ist schwer, in der GameDev Branche Fuß zu fassen, aber wenn man erstmal drin ist, kann es sich verdammt lohnen. Das mit dem Auswandern ist übrigens auch keine seltene Sache - viele gehen in die USA & co, nachdem sie einige Jahre hier gearbeitet haben.

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kesux 06.01.2016, 13:36
@kesux

Eine Ergänzung fiel mir dazu noch ein: Je nach Bereich reicht auch ein staatliches Studium. Aber da die eher selten auf Spiele ausgelegt sind, ist es schwierig. Einige studierten beispielsweise Kommunikationsdesign, um ihre allgemeinen Fähigkeiten zu verbessern, und arbeiteten nebenbei an Spielen mit. 

Das hängt alles davon ab, in welchen Bereich du denn genau möchtest. Für vieles gibt es leider auch kein staatliches Programm oder nur (oft private) Akademien. 


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