Medienethik

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2 Antworten

Die Journalisten, die am meisten über Ethik schwafeln, halten sich am wenigsten an ethische Regeln.

Spätestens bis zum Ende der Pubertät hat man sich ein ethisches Verhalten angeeignet - oder eben nicht. Sowas muss man nicht (und kann man auch nicht) an einer Uni oder sonstwo lernen.

Ein Beispiel für ein zutiefst unethisches Verhalten ist der WDR-Journalist Klaus Martens, der in einer Fernsehsendung eine obskure Salbe namens "Regividerm" hochjubelte, die angeblich keinerlei Nebenwirkungen habe, deren Markteintritt aber angeblich von den großen Pharmafirmen gezielt verhindert wurde. Das mit den Nebenwirkungen stimmte - allerdings hatte die Salbe auch keine Hauptwirkungen ;-) Alles andere war freie Erfindung bzw. nicht ausreichend recherchiert.

Martens (Monatseinkommen über 6.500 €) wurde in der Folge vom WDR entlassen, musste allerdings nach einem Arbeitsgerichtsprozess wieder eingestellt werden, weil er schon so lange beim WDR war. Und natürlich hatten sich zuvor die Journalistenverbände unisono für Martens eingesetzt....

Solche Fälle gibt es leider in Hülle und Fülle. Faustregel: Sobald von Medienethik, von Recherche und von investigativem Journalismus die Rede ist, besonders genau hinsehen - meist hat man es dann mit inkompetenten Dummschwätzern zu tun. Kompetente Journalisten wirken nämlich allein durch die Kraft ihrer Argumente.

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Hallo !

Was Medien und Ethik miteinander zu tun haben ?

Im Internet steht folgendes -->

  • Medien sind Bücher, Filme, Zeitungen, Magazine, Internetseiten usw.

  • Medienethik hinterfragt die Bedeutung der Medien für die Gemeinschaft und Gesellschaft in moralischer Sicht.

  • Ethik bezeichnet die wissenschaftliche Beschäftigung mit Moral.

  • Sie behandelt ethische Aspekte der Nutzung von Massenmedien unter Berücksichtigung der Medienschaffenden, des Publikums, von Medienunternehmen usw.

  • Das umfasst auch das Internet.

  • Medienethik hat inhaltliche Überschneidungen mit Disziplinen wie Medienpädagogik und Medienrecht.

  • Manche Kritiker behaupten die Medienethik sei irrelevant, da allgemeine Prinzipien wie die Achtung der Personenwürde ausreichend seien; darum sei Medienethik überflüssig.

  • Es gibt die Frage "Mit welchen zulässigen Methoden dürfen Informationen (Bilder, Filme, Ton, Texte, Dokumente) beschafft werden?"

  • Es gibt die Frage "Wie weitgehend dürfen Informationen bearbeitet (zusammengefasst, umformuliert, geschnitten, editiert) werden?"

  • Es gibt die Frage "Welche Worte dürfen gewählt werden (neutraler Standpunkt und Objektivität der Berichterstattung)?"

  • Es gibt die Frage "Wie sollen Informationen zur Publikation ausgewählt werden (Nachrichtenselektion)?"

  • Es gibt die Frage "Welche Informationen sollen überhaupt publiziert werden, bzw. eher nicht (Ethik)?"

  • Es gibt die Frage "Welches sind die Aufgaben, die Erschaffer von Medien gegenüber der Gesellschaft erfüllen sollen?“

  • Die Arbeit der Medien wird vor allem beeinflusst durch Politik und Wirtschaft. Medienethik versucht zu definieren, bis zu welchem Grad die Arbeit der Erschaffer von Medien von Politik und Wirtschaft beeinflusst werden dürfen und wo die Grenzen liegen.

Wie geschrieben, dass habe ich aus dem Internet. Ich habe dir eine Kurzzusammenfassung des wesentlichen gemacht.

LG Spielkamerad

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