Mediendesign, ein Beruf mit Zukunft / gutem Gehalt?

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7 Antworten

Ich habe vor vielen Jahren eine Ausbildung zum Schrift-/Fotosetzer genossen (heute wohl Mediengestalter) und mich gegen ein Grafik-Design Studium entschieden, weil ich der Ansicht war als Freelancer in der Reinzeichnung/Druckvorstufe mehr Geld zu verdienen als ein Grafik-Designer (ohne Spezialisierung verdient man auch heutzutage nicht mehr als andere).

Mein Problem mit den Medien versuche ich mal bildlich zu beschreiben: Ich male ein schönes Bild. Hier noch ein bisschen schieben da noch ein bisschen. Kunde will lieber nochmal eine andere Farbe. Oder vielleicht noch mal ein ganz anderer Ansatz. Irgendwann (unendlich viel später) gefällt es dann dem Kunden (oder wer bei der Römischen-Post gerade dran ist, weil oft hat man gar keinen direkten Kontakt zum Kunden oder es wollen noch 20 weitere Beteiligte mit entscheiden) endlich – und ich bekomme Geld für ein Bild welches vielleicht sogar irgendwann mal schön war...

Ist mein Kunde mit meinem Bild erfolgreich, verdient er vielleicht viel Geld. Verdient er mit meinem Bild nichts, habe ich einen Kunden oder Job weniger. Also nix win-win oder so ; ) (wahrscheinlich gelingt es einem von einer Million Designern eine prozentuale Beteiligung auszuhandeln, ich habe zumindest einmal davon gehört : )

Als Künstler ist der Verdienst zwar unsicher, aber wenigstens will dann keiner mehr an fertig gemalten Bildern rumpfuschen.

Sehr viel Geld kann man mit dem Verkauf der Arbeit von schlecht bezahlten anderen verdienen, soll bedeuten ein Chef kann natürlich in der Medienbranche durchaus reich werden, der Rest hat meistens ausser vielen unbezahlten Überstunden nur einen relativ unsicheren Job.

Ein heikles Thema: Frauen werden oft schlechter bezahlt. Habe ich selbst zwar regelmäßig als „Frauen nehmen die Jobs auch für schlechtere Bezahlung an“ empfunden, wohl weil ich noch nie einen Vertrag ohne Handeln abgeschlossen habe (oft sogar verzichtet...). Aber: sobald alle gleich bezahlt werden bekommen leider meistens alle weniger... was waere da die Lösung?

Ein Lehrer scheint mir da durchaus losgelöster vom direkten kapitalistischen Geschehen, allerdings werden inzwischen auch schon zwei verschiedene Gehaelter fuer ein und den selben Arbeitsplatz bezahlt (Beamter vs. Befristete).

Das zu malende Bild ist zwar ziemlich vordefiniert (Lehrplan) und wie sich die Schüler/innen entwickeln steht auch in den Sternen, aber dafür hättest Du den direkten Kontakt zum Kunden.

Falls ich wählen dürfte würde ich mich für den Kunstlehrer-Job entscheiden ; )

Meine zweite Option bezüglich Ausbildung war eine Banklehre. Nach zwanzig Jahren Medienbranche – habe ich inzwischen einfach selbst eine Art Bank eröffnet:

http://www.buntebank.de/

Das Problem beim Mediendesign ist, dass dieser Berufszweig stark mit nicht-studierten und Freiberuflern "durchsetzt" ist. Und das drückt natürlich gewaltig aufs Gehaltsniveau.

Es gibt einige wenige, die wirklich gutes Geld verdienen und eine ganze Menge von Leuten, bei denen es kaum zum Leben reicht.

Welcher Beruf Zukunft hat und auch in Zukunft noch ein vernünftiges Gehalt bringt, kann heute ohnehin niemand sagen, denn der Blick in die Glaskugel dürfte wohl den meisten verwehrt sein.

Derzeit zählen die Mediendesign-Berufe zu den berufen, die irgendwie "in" sind. Sicherhlich sollte der Job Zukunft haben - Werbung braucht man schließlich immer, sei es nun im Print- oder im Non-Print-Bereich.

Was du letztendlich mit diesem Beruf verdienst hängt von deinem Können ab - und da zählt nicht immer ein Studium am meisten. Ich kenne einige Mediendesigner, die zwar theoretisch super auf der Höhe sind, aber in all der Zeit kein Gefühl für Farben, Formen oder Schriften entwickelt haben. Da hat mancher ungelernter Gestalter noch einen Vorteil.

Letzendlich ist es so, wie schon geschrieben - der Beruf ist stark von Freiberuflern untersetzt, die gern von Agenturen genommen werden und oft aus der Not heraus auch durchaus zu Dumping-Preisen arbeiten.

Gute Qualität wird nach wie vor (meistens!) auch gut entlohnt. Von dieser Qualität musst du die Leute aber ersteinmal überzeugen, denn wer kauft schon gern die Katze im Sack?

Meiner Meinung nach ist die Konkurrenz in diesem Bereich sehr, sehr hoch und der Weg sehr steinig. Wenn es dir aber Spaß machst, solltest du es machen und nicht danach gehen, wieviel Geld du eventuell theoretisch irgendwann einmal damit verdienen könntest.

Mediendesign ist ein Beruf mit Zukunft, bei dem relativ wenig Geld verdient wird. Ca. 2.500 - 2.800 nach 10 Jahren Berufserfahrung nach dem Studium. Das Problem ist allerdings, dass die meisten nie eine Anstellung bekommen, oder für 800-900.- freiberuflich arbeiten.

Eine Exfreundin mußte , wie die meisten mit 32 Jahren aufhören, da man da ja zu alt für den Beruf wird.

Das Studium an Sich ist heutzutage kein Erfolgsgarant. Wichtig ist Talent und die Fähigkeit, es zu vermarkten, manchmal auch noch ein Quäntchen Glück.

ich denk der beruf hat zukunft:)

du denkst das aber du weißt das nicht

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