Medien machen mich krank?

7 Antworten

Es gibt hier zwei Komponenten. Fangen wir bei Dir an, denn Du bist "zweigleisig" gefahren. Zum einen, und das ist eine der großen Todsünden in Beziehungen, die besonders Frauen immer wieder begehen, bist Du mit der Einstellung die Beziehung eingegangen, daß Du ihn schon wirst ändern können. Das klappt in der Regel nicht und schafft nur Frust, da die eine Seite sich ärgert, daß der andere sich nicht ändere, die andere Seite ärgert sich, weil man sie ständig unter Druck setzt, sich zu ändern, bis hin zu der Frage, warum man dann überhaupt die Beziehung führt.

Die zweite Komponente: es ist heute Standard, nicht die Ausnahme, daß PC, Fernseher und Smartphone die Freizeit bestimmen. Damit ist es für deinen Freund nicht nur irritierend, daß Du ihn ändern möchtest, sondern er außerdem meint, in seinem Umfeld die Bestätigung zu finden, daß sein Verhalten ganz normal sei (und entsprechend dein Verhalten nicht zeitgemäß). Hier kannst Du keine Änderung bewirken, wenn er keine Änderung von sich aus anstrebt, da seine subjektive Sicht sein Verhalten wohl nicht einmal als "kritisierbar" erachten dürfte.

Etwas anderes ist das Fernsehen im Bett gegen deinen Wunsch und deine Bedürfnisse, das ist massiver Egoismus. Außerdem kann er Dich nicht für einen Sachverhalt angehen, den Du nicht zu vertreten hast. Unruhiger Schlaf ist weniger (resp. nicht) kontrollierbar als Fernsehen / Zocken im Schlafzimmer. Wer hier Kontrolle aus Rücksichtnahme erwartet, erwartet damit, daß der andere die ganze Nacht sich darauf konzentriert, sich im Bett nicht störend für den anderen zu verhalten, hier zudem ein Entgegenkommen, was man selber nicht zu leisten bereit ist.

Also ... "Quo Vadis"? Er lebt seine Egozentrik aus, macht keine Ansätze, sich Dir anzupassen, sondern erwartet "Toleranz" von Dir in einem Maß, die Dich übervorteilt. Auf der Basis hat die Beziehung nicht wirklich große Chancen in der Zukunft, denn wenn man das in einem Jahr nicht geregelt bekam, wird später auch nichts daraus. Die Beziehung wurde auf tönernen Füßen gebaut, die nun nicht mehr ohne größere Einschnitte gegen eine stabilere Lösung ersetzbar sind (idealerweise müßte dies zu Beginn der Beziehung erfolgen, denn der Wille, von Gewohnheiten abzulassen, ist meist nur dann wirklich gegeben, wenn man dafür etwas bekommt, nicht dann, wenn sich dadurch etwas erhält, was man schon hat und nicht als gefährdet ansieht). Die Moral von der Geschicht kannst Du dir jetzt selber ausrechnen.

Deine Frage ist, warum er dich nicht versteht?

Entweder weil er einfach egoistisch ist oder süchtig.

Beides ist keine Basis für eine Beziehung. Ich glaube, ich würde nicht mehr bei ihm übernachten. Wenn es ihm nicht auffällt, dann ist es wohl nciht weit her mit der Beziehung, falls er es merkt, dann ändert er vielleicht etwas, zumindest könnt ihr dann sinnvoll darübr reden...

Viel Glück.

Wenn du von heute auf Morgen dir direkt die volle Ladung zocken gibst, dann ist das normal. Du bist das ja gar nicht gewöhnt. Wenn du das öfter machst und nicht direkt so exzessiv spielt das irgendwann keine Rolle mehr.

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