Mechatroniker Ausbildung vielseitig nutzbar?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

In der Regel lernt man in dem Themenkomplex, in dem man später arbeiten will. Hat den Vorteil, dass man während der Lehre im Praxisteil bereits Erfahrung im entsprechenden Fachgebiet sammelt.

Wenn du z.B. bei einem Aufzugbauer lernst, dann weißt du viel von SPS-Steuerungen und Elektromotoren oder auch von der Statik und Tragseilen.
Wenn du nun aber zu ABB gehst, sind 0815 Drehstrommotoren eben nicht gefragt. Eher Servos, Stepper, Robotik etc. Ergo müssen die dich deutlich länger einarbeiten und nehmen in der Regel lieber Leute die schon etwas Ahnung von Robotik haben.

Trotzdem hast du die Basics. Also weißt du, dass Strom dich klein, schwarz und hässlich macht, wenn du mit ihm kuscheln willst, dass URI nicht nur ein Schweizer Kanton ist und du hast die Mechanischen Basics, um ein Drehgelenk zu verstehen.

Prinzipiell ist es also egal, wo du deine Ausbildung machst. Wenn du aber ein spezielles Interessengebiet hast, lohnt es sich aber, schon bei der Lehre zumindest einen sehr verwandten Bereich zu wählen.

Ich habe z.B. Elektroniker gelernt in der Funk- und Radartechnik und bin jetzt als Techniker Entwickler für EMV-Messequipment.
Einzige Gemeinsamkeit ist Hochfrequente Strahlung. Aber diese Gemeinsamkeit und das Wissen auf dem Gebiet hat mir den Einstieg erleichtert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Ausbildung hat ja einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil sollte universell zutreffen, jedoch bräuchte man zumindest eine ordentliche Einführung in die Praxis, wenn die Schwerpunkte verschieden sind. Manche Firmen lehnen diese zusätzliche Arbeit leider ab.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?