Mdk trotz Kündigung vom AG?

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3 Antworten

Solange Dein Arbeitsverhältnis aber noch läuft, so kann er Dich während des noch lfd. Arbeitsverhältnisses immer noch zum MDK schicken.

Dann hat er entweder Zweifel an der "Richtigkeit" Deiner aktuellen Arbeitsunfähigkeit, oder er hat unter der Vermutung einer tatsächlichen aber künftig negativen Gesundheitsprognose ( bist möglicherweise in Zukunft gesundheitlich nicht mehr 100% für Deinen Job geeignet ) eine "Verdachtskündigung" ausgesprochen und möchte dies nun zur Untermauerung der Rechtmässigkeit seiner Kündigung durch ein Gutachten des MDK untermauern lassen.

Nicht der Arbeitgeber kann dicxh zum MDK schikcen, sonder deine Krankenkasse.

Dazu muss der Arbeitgeber einen sogenannten Arbeitgeberzweifel bei deiner KRankenkasse beauftragen. Die Krankenkasse beauftragt dann den MDK.

Diesen Arbeitgeberzweifel dürfen AG's stellen, wenn der Arbeitnehmer häufig durch 1-3 Krankheitstage z. B. vor und über Brückentage, bei öfteren längeren Erkrankungen auffällig wurde.

Was ein Arbeitgeberzweifel ist kannst du hier lesen:

https://www.wirtschaftswissen.de/personal-arbeitsrecht/arbeitsgesetze/abmahnung-kuendigung/medizinischer-dienst-wie-sie-ihre-zweifel-an-der-arbeitsunfaehigkeit-untermauern/

Dementsprechend müssen schon einige weitere Vorkommnisse vorhanden gewesen sein.

Der Chef kann dich nicht zum MDK schicken. Das kann nur die KK.

Das dürfte im hinterfragten Fall aber "indirekt" erfolgt sein, indem der Arbeitgeber sich zuvor mit der Krankenkasse des AN in Verbindung gesetzt hat.

Oder es wurde mit einer "arbeitsmedizinischen Untersuchung" seitens des Fragestellers verwechselt. Diese Untersuchung wird dann aber auch vom MDK durchgeführt.

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