Mauertrockenlegung! Welches Verfahren ist das beste?

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9 Antworten

immerhin ein doch schon recht ALTES haus, was (bestimmt) noch eine eigene jauchegrube hatte. deshalb muß diese inwändige ausblühung auch nicht unbedingt schimmel sein: es kann sich auch um irgendein salz handeln. am besten gehst du mal mit angfeuchtetem zeigefinger dran und probierst mal schimmel "schmeckt" soviel ich weiß NICHT salzig.

Hallo qualtinger,

ist denn wirklich sicher, dass die Durchfeuchtung durch steigendes oder drückendes Wasser verursacht wurde? Ich habe z.B. schon in zahlreichen Kellern über Jahre hinweg ausfallendes Sommerkondensat als Ursache ausmachen können!

Näheres zum Thema findest du hier : http://www.gutefrage.net/tipp/richtiges-lueften-von-keller-und-souterrain

Sollte tatsächlich eindringendes Wasser ursächlich sein, Finger weg von irgendwelchen dubiosen Zauberkästen! Lieber aufbuddeln und abdichten.

Gruß, Yorgos

Ich würde eine Wassersenke nehmen, da werden in ca 3 m Abstand 2" Rohre eingespült und mittels einer vaccumpumpe das Grundwasser abgesenkt. Dann die Mauer freilegen und mit Heidischlämme oder einem anderen Versiegelungsmaterial abdichten. Den Kellerraum mit einem Entfeuchter trocknen lassen und anschliessend den Schimmel entfernen und die Wand mit einer guten Abdeckfarbe, die atmungsaktiv sein sollte überstreichen. Um kleiste Schimmelreste in der Wand zu beseitigen, solltest du einen Profi engagieren, der mit einem "Schimmel Ex" den Schimmel bekämpft. Die Mauer wieder "eingraben" und die Wassersenke entfernen. Eventuel, bei besonders hohem Grundwasserstand, eine Drainage rund ums Haus legen lassen.

NACHTRAG ZUR FRAGE !!

Das Haus ist ca. 120 Jahre alt und steht am Hang, die Kellerräume sind von außen zu begehen. Die betroffene Wand ist die Aussenwand an dem Abgang zum Hof, bzw, zu den Kellerräumen. Es müßte, um eine Feuchtigkeitssperre zu erstellen, nichts aufgegraben werden. Ob die Feuchtigkeit im Sommer oder Winter auftritt, kann ich nicht genau sagen, ich habe das Haus erst seit Juli. Die Feuchtigkeit fiel mir erst Okt./Nov. auf.

Hallo,

wir hatten ein vergleichbares Problem. Es waren alle Außenwände unseres Hauses betroffen. Das Haus ist ca. 90 Jahre alt und von außen und von innen nicht isoliert. Die Feuchtigkeit war schon bis zur Kellerdecke aufgestiegen, im Wohnzimmer oberhalb des ehemaligen Kohlenkellers, bildete sich Schimmel über der Sockelleiste. Hier war guter Rat gefragt. Durch Zufall sind wir im Netz auf die Seite“ Hausbau Ratgeber“ gestoßen. Hier haben wir uns einige grundlegende Informationen geholt und sind auch über diesen Ratgeber auf eine Firma gestoßen, welche sich seit Jahren mit solchen Problemen befasst und diese auch erfolgreich löst. Jetzt ist die erfolgte Trockenlegung gut zwei Jahre her. Wir sind mehr als zufrieden. Schon nach einigen Wochen konnten wir richtig zusehen wie die Feuchtigkeit zurückging. Der Geruch im Keller wurde besser, heute sind die Wände trocken. Zwar hatten wir nach der Trockenlegung einiges an Sanierungsarbeiten an den Wänden zu leisten, aber das ist normal, wenn man bedenkt wie lange die Wände nass waren. Viel Erfolg !

Was für eine Wand? Außenwand oben, oder Keller?

Wenn Keller: was für ein Material? Beton, Steine?

Wann tritt Feuchtigkeit auf? Sommer oder Winter? Fühlt sich die Luft feucht und muffelig an?

Im Keller kann im Sommer Wasser kondensieren. Da helfen dann Trocknungsgeräte, oder, billiger, die Kästen mit Trockengranulat aus dem Baumarkt, manchmal Aldi & Co. Das löst sich zu Wasser auf und muss dann alle paar Monate ersetzt werden.

Bevor man was aufgräbt, sollte man erst prüfen, ob es wirklich Wasser von außen ist.

Bei (schlecht gedämmten) Außenwänden hilft nur heizen und lüften, idealer Weise keine Möbel an die Wand stellen.

Trocknungsmaschine aufstellen, damit die Feuchtigkeit aus der Wand kommt und danach neu verputzen?

Außenwand freilegen, Drainage verlegen und die Wand von außen abdichten/isolieren. Durch einen Fachbetrieb mit Referenzen.

Ich würde diesso nicht tun. Als erstes ist zu prüfen ob die Horizontalsperre im Mauerwerk funktioniert.Wenn nicht dann sollte man eine der drei anerkannten Verfahren einsetzen: Sägesperre,Injektage oder aktive Elektroosmose.Diese drei Trockenlegungsverfahren behindern die aufsteigende Feuchte,welche auch unter dem Fundament sitzt.Wenn die nicht eingebaut wird kann es zu extremen Feuchteschäden durch das weitere aufsteigen der Feuchte kommen,da die Folie oder Außenabdichtung dies noch verstärkt und eine Diffusionsabtrocknung behindert.Die Feuchte kommt dann in den Innenräumen raus und Schimmel ist schnell der zweite Schaden....Die Gesamtkosten der später notwendigen Sanierung können dann schnell explodieren!!! Im übrigen schon 1985 erkannt und nichts draus gelernt: http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege/Ungeeignete-Ma%C3%9Fnahmen-zur-Mauertrockenlegung/1988017185786

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Kannst Du selbst machen - aufgraben, Wand sauber bürsten bzw. mit Hochdruckreiniger abspritzen.

Dann Wand 2 Wochen trocknen lassen (am besten im Sommer...).

Danach Anstrich mit Bitumen.

Nun dringt von außen keine Feuchtigkeit mehr ein (nur noch von unten).

ACHTUNG ! Beim Aufgraben auf die Statik achten !

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