Mauerbau - Der "Osten" baut die Mauer, doch ist der "Osten" schuld?

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7 Antworten

Das Problem war doch nicht erst die Mauer, sondern die Teilung Deutschlands, und die eine Folge der Besetzung Deutschlands. Diese Teilung gab es nicht nur in Deutschland, sondern auch Indien/Pakistan, Nord/Südkorea, Nord/Südvietnam usw.

Treibende Kraft dahinter ist letztendlich das Machtdenken, der militärisch-industrieller Komplex, Imperialismus, wie auch immer man das bezeichnen mag. Und das ist nicht das gleiche wie SED oder Russland oder USA oder Strauß oder Nazis usw. Wenn man so tut als ob nur eine Seite die Schuld hätte, ist das wie bei einem Sündenbock, und das eigentliche Problem bleibt so bestehen, wuchert weiter.

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Moin,

da ist erstmal die Frage, wie tief Du in die Thematik einsteigen möchtest.

Ich würde die Entwicklung aufzeigen, die letztlich zu den Ereignissen des 13.08.1961 geführt hat. Die beginnt spätestens mit dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion am 22.06.1941. Dann werfe ich noch mal Stichworte wie Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam, Auseinanderbrechen der Antihitlerkoalition, Währungsreform, Gründung der NATO und des Warschauer Vertrages, der BRD und der DDR und den Koreakrieg in den Raum. Durch die Ereignisse zieht sich eine Linie, grob mit Ost-West-Konflikt umschrieben, in die sich der Bau der Berliner Mauer einordnet.

Gruß

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Ich habe schon von mehreren seriösen Historikern die These gehört und gelesen, dass der "eigentliche Mauerbau" die schnelle Einführung der D-Mark durch die Amerikaner war: Plötzlich wurde die "Ostzone" wirtschaftlich abgehängt und schaffte es in all den Jahren als DDR niemals ihre "Mark der DDR" als konvertierbare Währung weltweit durchzusetzen. Schon von Anfang an wurden Ostgeld und Westgeld NIE zu realistischen Kursen umgetauscht, sondern nach Maßgabe der Gier nach billigerem Erwerb von Dingen, die sonst nur teuer zu haben waren: "Westler" bekamen hochsubventionierte Lebensmittel und Kinderkleidung für ihre starke Mark quasi nachgeworfen.

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Die Frage ist einzubetten in das Kriegsende, die Spaltung Deutschlands durch Adenauer und die  USA, dem Potdamer Abkommen, Jalta, der Notgeburt der DDR, deren fehlender Marshall-Plan, deren Reparationszahlungen an die SU, dem Witschaftsaufschwung der BRD sowie deren Abwerbung von Fachkräften aus der DDR sowie Nichtanerkennung dieses Staates durch Westdeutschland.

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Schuld ist eine Frage er Sühne.
Da der Mauerbau nie ein juristisches Thema gewesen ist stellt sich die Frage der Schuld nicht.

Der jure war die DDR seit 1949 ein Staat und zum Schutz ihrer Staatsgrenze berechtigt, gleich in welcher Richtung jemand über die Mauer springen wollte.
Die Mauertoten sind eine Tatsache, aber ebenso juristisch ohne Täter.

Die politische Zuweisung einer Schuld hat mit einer juristischen Schuldfrage nichts gemeinsam.

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Politische Schuld hatten wohl Osten wie Westen. Die Mauer (und die Grenze) war jedoch eine verzweifelte Aktion der DDR um die Leute daran zu hindern in den Westen auszuwandern/flüchten. Das waren tausende pro Monat http://www.berlinermaueronline.de/geschichte/flucht.htm

So gesehen wären ja dann die politischen wie wirtschaftlichen DDR-Flüchtlinge Schuld gewesen dass ihre Regierung so gehandelt hatte.

Ist eigentlich ein Kreis :-)

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Wenn es schlimm ist das man seine Menschen frei leben lässt und sie nicht einsperren will, dann ist hier der Westen "Schuld"

Ansonsten ist es auch nicht "der Osten" sondern die SED Führung.

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