Mauer durch Deutschland - Verlauf?

13 Antworten

Zwischen der DDR und der BRD verlief die sog. "Grüne Grenze". Dort gab es keine Mauern, oder bestenfalls wenn diese Grenze durch Ortschaften verlief (Bsp. Mödlareuth zwischen Thüringen/Bayern).

Der Grenzbefestigungsaufbau war i. d. R. von Ost nach West:

Grenzgebiet (zwischen 3 und 5 km) mit strengem Kontrollregime und Erlaubnispflicht;

Sperrgebiet (300 - ca. 800m, sog. "500-m-Streifen") - Zugang nur für Bewohner, Militärs, Sondertruppen, Forst mit Sondergenehmigung und Personen mit anderen speziellen Genehmigungen;

Signalzaun (elektrisch und mitunter mit Hunden an Laufleinen);

Kolonnenweg für Militärfahrzeuge;

Spurstreifen;

zu Zeiten der Minensperrren 1. Streckmetallzaun (ca. 3-4 m hoch);

Minenfeld;

2. Streckmetallzaun; (zu Zeiten der Selbstschussanlagen nur ein Zaun mit den auf Berührung reagierenden Splitterautomaten);

ein unterschiedlich breiter Streifen Niemandsland;

eigentliche Grenzlinie mit quadratischen Grenzsäulen, an denen das Emblem der DDR angebracht war.

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Innerdeutsche_Grenze

(wobei der Begriff "innerdeutsch" irreführend und ahistorisch ist!).

Anmerkung. Der "Signalzaun", eigentlich Grenzsignalzaun GSZ und später Grenzsicherungs- und Signalzaun GSSZ, war ca. 2,30 Meter hoch. Der Grenzzaun 1 war zu Zeiten der Minensperre 2 m hoch und vor und hinter der Minensperre Typ 66. Zu Zeiten der Spliterminenanlage SM-76 (umgangssprachlich die Selbstschussanlage) und auch später als die abgebaut waren hatte der Grenzzaun 1 eine Höhe von 3 Metern. Ich habe jedenfalls noch keinen gesehen bei dem mehr als 3 Streckmetallelemente übereinander verbaut waren. Kann es gegeben haben aber dann waren das ganz wenige Ausnahmen.

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@Nomex64

OK für die Präzisierung.

Da die geografischen Gegebenheiten sehr unterschiedlich waren, mussten diese Maße immer an das Gelände angepasst werden.

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"Mauer" wäre der falsche Ausdruck: Zwischen Bad Schwartau(östliches Lübeck) über die Rhön (hessisches Mittelgebirge) verlief diese Grenze in vielen Zacken bis über den bayerischen Wald zur österreichisch-bundesrepublikanischen Grenze. diese"Grenze" war durch verschieden breite Grenzstreifen gekennzeichnet: Zuerst kam eine mehr oder weniger deutliche Kennzeichnung durch eine Beschilderung, dann folgten je nach Landschaft diverse Sperranlagen wie Schlagbäume, Zäune und aufgeschobene Erdhaufen, die jeglichen Fahrzeugverkehr unmöglich machten. Zusätzlich liefen unzählige Soldaten der DDR-Grenztruppen Streife: Bei einem Waldspaziergang mit Mutter und Tante, wurden wir plötzlich von zwei bewaffneten "Soldaten" angehalten und darüber aufgeklärt, das wir "hier" nicht weiter gehen dürften. Als fünfjähriges Kind war ich ernsthaft beeindruckt und begriff erst etwa zehn Jahre später, was da wirklich "abging". Heute weiß ich, dass man am Besten "Mödlareuth" googelt und dann sieht, was auch in Berlin passierte.

Die Mauer war in Berlin, sie trennte Ost (Russische Zone) und West. Dort sind viele Leute umgekommen.Berlin war eine Enklave in der russischen Zone. Luftbrücke usw.

Was die BRD und die DDR trennte, war der Eiserne Vorhang, viel weiter westlich . Eine durch die DDR sehr dicht gemachte Grenze. Stacheldraht, anscheinend auch elektrisiertes, Todesstreifen, zwischen zwei hohen Zäunen freilaufende Hunde (nicht liebe Wauwaus), Minenfeld und so Sachen. Breit, auf die gesamte Länge.
Wachtürme mit Scharfschützen. Ja. Viele wurden (anscheinend wegen Geldmangel) durch Selbstschussanlagen ersetzt.
Flüsse, Bäche, Hochspannungsleitungen und die Ostsee wurden von der DDR Tag und Nacht ganz speziell überwacht. Und auch manche Abwasserrohre. Zuerst schießen, dann fragen.

Was hier manche Heinis durch die rosarote Brille daherquatschen, schreit zum Himmel, treibt die Tränen in die Augen. Die haben das vielleicht aus DDR-Schulbüchern gelernt (?) aber nie selber gesehen ! Von den VoPos und der SED geschützt, die Wirklichkeit nie zu Augen zu bekommen.

Den einzigen Punkt den ich kenne, wo ein Westdeutscher sich der DDR-Grenze nähern konnte ohne gleich vom Osten erschossen zu werden, war der Bahnhof von Bayerisch-Eisenstein. Da ging kein Zug mehr durch, aber da ging die Grenze durch die Bahnhofshalle, durch eine Kette gekennzeichnet.
Lieber nicht auf die andere Seite der Kette - die Fenster waren zerschossen.

Ich hab' das erlebt, gelebt. Hab' auch die Flüchtlinge aus'm Osten erlebt, die im letzten Moment gradnoch ganz knapp durchkamen - Unsere Eltern nahmen sie auf, so gut wie möglich, ganze Familien. Zuerst kein Kinderzimmer mehr, da schliefen die Eltern deren Familien. Im Wohnzimmer, auf'm Boden, mit deren Kindern schlafen. Aufpassen niemandem draufzutreten wenn ich auf's Klo mußte. Auch das Badezimmer und die Garage waren voll besetzt.
Nachdem die Turnhalle des Dorfs voll mit Leuten aus dem Osten war, fiel auch die Schule aus. Die Schulzimmer wurden benötigt um die Flüchtlinge wenigstens zeitweise unterzubringen. Das ganze Dorf half zusammen, diese Leute mit Decken und Essen zu versorgen. Vor allem Babynahrung und Decken fehlten fürchterlich. Mehl und Kartoffeln gab es besser. Aber eben auch nicht, was nötig gewesen wäre.

Wenn mit heute jemand vorquatschen will (wie manche auf diesem Furum hier), daß der Eiserne Vorhang ein Kindermärchen sei... könnte ich vielleicht wirklich wütend werden.

Mensch, Gege, halt einfach die Klappe!

Stacheldraht, anscheinend auch elektrisiertes, Todesstreifen, zwischen zwei hohen Zäunen freilaufende Hunde (nicht liebe Wauwaus), Minenfeld ...

...und so Sachen.

Letzteres sagen die Kinderlein in der kleinen Krabbelgruppe, wenn sie nicht weiter wissen!

"Elektrisiertes Stacheldraht"

Das heißt "elektrisierendes Stacheldraht", du Intelligenzbestie! :-)

Die "Wauwaus" waren jeden Tag, monate- und jahrelang draußen, wurden von tollwütigen Wild-Viechern gebissen, hatten kaum Auslauf. Die waren traumatisiert. Die konnten nur heiser kläffen, meistens fehlten denen die Zähne. Wenn man zurück "bellte", zogen sie den Schwanz ein! Das waren, kurz gesagt, kläffende Attrappen!

____

Zuerst schießen, dann fragen.

Aus welchem James-Bond-Film stammt dieser Qatsch denn?

aber nie selber gesehen 

Da hast da wohl was selber gesehen?? Gleich lache ich!

wo ein Westdeutscher sich der DDR-Grenze nähern konnte ohne gleich vom Osten erschossen zu werden, 

Es wird immer kurioser! Den ersten, von Minen verletzten Grenzverletzer, den ich aus der Sperre holen "durfte", war ein Wessi, der aus Bayern nach Thüringen kam. Den haben unsere Ärzte gerettet, nicht erschossen, Du Quatscher!

könnte ich vielleicht wirklich wütend werden.

Kannst Du doch! Versuche aber, Dein Hirn dabei nicht ganz abzuschalten!

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@666Phoenix

Nu, wenn du alles derart gut weisst, schreib' doch Schulbücher ! Gib dein Wissen an kommende Generationen weiter.
Nur was geschrieben ist, bleibt. Wennste schreibst und Schulbuch wirst, schreibst du Geschichte.

Mir ist das egal. Wenn's dir etwas bringt...

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@666Phoenix

Nachtrag :
Du hast einen dummen Blödheini von Wessi gerettet. Das war/ist ein Mensch. Du bist ein Mensch !
Den gerettet zu haben ist voll zu Deiner Ehre !
Jedoch, ob der daraus etwas gelernt hat... (?).

Aber Deine Kritik sagt mir, dass ich nicht ganz neben der Kapp' bin. Du bestätigst schlimme Sachverhalte. Danke !

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@666Phoenix

"sagen die Kinderlein in der kleinen Krabbelgruppe".
Sag ich doch, genau. DDR, SED. Anscheinend waren Sie bestens erzogen worden.
Irgendwie tut es mir Leid, dass Sie anscheinend sichtlich voll linientreu geblieben sind. "Es kann nicht sein, was nicht sein darf", also war's nie passiert.
Aber wo Sie selber davon zeugen, scheint doch etwas ungutes passiert zu sein, damals ?

"Gleich lache ich!". Lache Du. Ich lache nicht.

Sich ganz einfach der Grenze zu nähern, konnte man von Osten erschossen werden. Das war mehrmals vorgekommen. Deshalb auf der westlichen Seite die Warnschilder etwa fünfzig Meter vorher. Aber kein Zaun vom Westen her. Diese Grenze und die Zäune und den ganzen Horror hatte die DDR gebaut, nicht die BRD. Auf vielen Abschnitten konnten sich die Westdeutschen nicht mal nähern um Grenzpfähle zu setzen. Das war da auch nicht mehr nötig gewesen. Die DDR zog ihre Zäune und Minenstreifen, holzte alles ab, drehte alles um, wanderte ganze Dörfer um, da brauchten wir im Westen nicht mehr wissen, wir waren vor die Tatsachen des Ostens gestellt.
Bitte stänkere mir nicht.
Ich weiss, von was ich schreibe. Bitte zwinge mich nicht dazu, aussagen zu müssen. Manche eurer Sachen verjähren nie.

Wo Sie ja anscheinend Alles wissen und Geschichte schreiben, lassen wir es vielleicht dabei ? Leben Sie gut. Machen Sie's gut. Für sich, für Ihre Kinder - und vielleicht auch für andere Menschen (und Tiere). Falls Sie deren Daseins bewusst sind (was nicht der Fall zu scheinen seind).

Danke ! Für meine Kinder. Und deren Kinder.

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@Gege3210

gege, dieses heisere gebelle trägt nicht zur wahrheitsfindung bei.

wie human so manche westlichen grenzer mit dieser grenze umgingen, zeigt die tatsache, dass leute, die vom westen richtung osten wollten, zunächst nach kredit- und alimentenschulden überprüft wurden (die kohle war im westen auch zu meiner zeit als grenzer immer schon wichtiger als das menschenrechtsgedöns), und ihnen dann die richtung zur grenze gezeigt wurde, obwohl klar war, dass dort unter umständen der tod lauert.

war doch echt "menschlich"!

du darfst dich übrigens auf das "du" festlegen, scheinst ja auch sonst ganz schön durch den wind zu sein. tiefes durchatmen hilft da auch mitunter!

ach, mach doch bitte mal deine "aussagen". ich bin echt gespannt, welche märchen du noch so draufhast!

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@666Phoenix

Nein, natürlich will ich Dich nicht beleidigen. In keinster Weise ! Der Gedanke schoß mir nur so nebenbei durch den Koopf. Wie Du so schön schriebst, wäre mein Kopf ja schon ziemlich neben der Kapp' - was ich als sehr starke Beleidigung von Dir aus hätte verstehen können. Hab's aber nicht.
Man darf ja unterschiedliche Meinungen haben. Newa ?
Die Sache mit der "grünen" Grenze wurde eben von verschiedenen Leuten sehr verschieden erlebt. Im "Westen" wie im "Osten". Jeder seine Erlebnisse, jeder seine Ansichten. Auch wenn sie nicht immer oder nur selten zusammenpassen.
Heute darf man ja darüber reden, Erfahrungen und Meinungen austauschen. Was wir hier tun. Uff !

Übrigens, ich heisse auch nicht Biermann. Ich halte es mit Realname. Mein Name ist Gerhard Ditsch, bin jetzt 65.
Machen Sie's gut ! :-)

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Ich bedanke mich schon mal im voraus!

Mfg

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