Mathepanik

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6 Antworten

  1. Morgen schreibt ihr garantiert nichts, da ist Sonntag.
  2. Ich denke, die einzige Möglichkeit ruhiger zu werden ist, den Stoff zu können. Mache es so : Gehe die Hefteinträge ganz langsam durch. Wenn du etwas nicht verstehst, schau dir die Rechnung immer wieder an, bzw. lies dir den Merksatz immer wieder durch. Wenn du es auch dann nicht verstehst, machst du eine Pause und schaust es dir dann nochmal an, das hilft. Es wäre auch eine Möglichkeit, mit einer Freundin zu lernen, bei mir hat das allerdings immer darin geendet, das wir lachend auf dem Boden lagen und keinen Strich geschrieben haben. Wenn du am Abend Probleme hast einzuschlafen, dann steh doch in der früh ne halbe Stunde früher auf um zu Lernen, dann kannst du dir am Abend sagen :,, Ich schau es mir ja morgen noch mal an", wenn du Angst hast, dass du etwas nicht erstanden hast. In der Schule solltest du dann versuchen, gar nicht mehr vor dem Test an Mathe zu denken. Ich hoffe diese Tipps helfen dir genauso wie mir, ich gehe aufs Gymnasium und stehe in Mathe nämlich auf 1.00. Und ansonsten könnte dir ja vielleicht Nachhilfe helfen.
Waissi 26.01.2013, 16:50

Ich meinte natürlich Montag ;) Ok, danke für die Tipps :)

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Du hast schon alles Wichtige in Deiner Frage beantwortet.

Wenn Du in den Mathearbeiten versagst, liegt es nicht daran, dass Du nicht "ruhig" bist, sondern daran, dass Du den Stoff nicht verstehst. Die erste Aufgabe ist nun, den Stoff zu verstehen. Mathematik ist eigentlich ein einfaches Fach, nicht ein "blödes". Wenn es ein blödes wäre, könnte ja jeder Blödmann den Stoff verstehen. Es ist einfach, weil man nichts zu lernen braucht. Man muss es "nur" verstehen. Wenn man es einmal richtig verstanden hat, reicht das normalerweise.

Die große Frage ist nun, was heißt eigentlich "verstehen"? Mein Mathelehrer hat das immer so erklärt:

Es gibt drei Stufen des Verstehens:

  1. Man hat etwas verstanden, wenn man beurteilen kann, ob es falsch oder richtig ist, wenn jemand anderer es einem erklärt.

  2. Man hat etwas verstanden, wenn man es einem Sachverständigen, z.B. dem Mathelehrer, erklären kann und der bestätigt, dass man es richtig erklärt hat.

  3. Man hat etwas verstanden, wenn man es einer ignoranten Menge (also z.B. mehreren Mitschülern, die es noch nicht verstanden haben) so erklären kann, dass jeder einzelne von diesen anschließend sagen: "Ja, das haben ich verstanden."

Ich habe als Schüler immer Nachhilfe gegeben und bin dadurch in Mathematik sehr gut geworden - und habe später Mathematik studiert.

Was meinst Du, wenn Du schreibst, dass Du viel lernst? Guckst Du Dir nur die Formeln an? Versuchst Du die Formeln auswendig zu lernen? Dann hast Du im Ernst keine Chance. Du brauchst sie ja nur zu vergessen, dann bist Du geliefert.

Wenn Du den Stoff nicht verstehst, musst Du jemanden finden, der es Dir erklärt und der die Geduld hat herauszufinden, was und wie in Deinem Verständnis "klemmt". Das kann ein Nachhilfe-Lehrer sein, Dein Lehrer selbst oder ein geduldiger Mitschüler.

Denk mal über das alles nach und hör auf zu jammern!

Waissi 26.01.2013, 16:47

Wenn im Buch ein Beispiel angegeben ist mit dem Lösungsweg und allem drum und dran, dann sind mir die Lösungswege klar, aber wenn dann so eine neue Aufgabe gegeben ist, wie in einer Prüfung, dann weiß ich nicht so recht, wie ich mein "Wissen" anwenden soll. Ich lerne bei Schulaufgaben schon 2 Wochen davor, wiederhole das Grundwissen zum Stoff und fang an mit dem Lernen für die Schulaufgabe zu lernen. Meist mach ich mir ein Blatt mit dem Wichtigsten auf einen Blick und versuche Aufgaben dazu zu machen. Leider sind meine Lösungen oft falsch, weil ich das Gelernte schlecht umsetzen kann.

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Andreas Starke 26.01.2013, 18:07
@Waissi

Nochmal. Der Schlüssel ist das Verstehen (siehe oben). Wenn ein Lösungsweg angegeben ist, versuche, ihn nicht nur "nachzuvollziehen", d.h. dass Du weißt, wie der Autor zu seiner Lösung gekommen ist, sondern versuche mal, den Weg jemandem zu erklären, der den Stoff nicht lernen muss, z.B. Deiner Mutter, Deinem Vater oder Deiner kleinen Schwester.

Wenn Du den Lösungsweg erklären kannst, ist die Chance, dass Du ihn dann auch auf andere Aufgabenstellungen anwenden kannst, viel größer. Mach das mal. Beim Erklären wird einem nämlich unbarmherzig klar, dass man einen bestimmten Teilschritt nicht richtig verstanden hat. Wenn man nur draufguckt, merkt man das nicht ...

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Stell doch lieber konkrete Fragen zu dem Thema; vielleicht verstehst du es dann doch noch.

Was sind für Dich schlechte Noten? Stehst Du insgesamt unter hohem Leistungsdruck? Vielleicht von Deinen Eltern aus. Wovor genau hast Du Angst?

Waissi 26.01.2013, 16:28

Schlechte Noten sind für mich 5-6. Meine Eltern sind da ziemlich locker, weil sie bei mir schon lang meine Mathe Inkompetenz erkannt haben. Na ja und Angst hab ich vor jeder Prüfung, weil die Noten alle später zusammengezählt werden und ich dann eben durchfalle ...

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samsom 26.01.2013, 16:32
@Waissi

Von welcher Mathematik reden wir und wo machst Du hauptsächlich Fehler. Oder vergisst im Moment der Arbeit, was Du erst verstanden hattest?

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Waissi 26.01.2013, 16:37
@samsom

Die Mathematik über die ich hier rede ist eig. fast alles. Die Ex morgen geht über quadratische Gleichungen. Und das mit dem Vergessen tritt auch häufig ein, wenn ich mir z. B. Formeln merke und wenn ich dann vor der Arbeit sitze sind sie alle weg.

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samsom 26.01.2013, 17:51
@Waissi

Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du systematisch gegen diese Prüfungsangst arbeitest bzw. mal nach den Ursachen suchst.

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Andreas Starke 26.01.2013, 18:15
@samsom

Was für ein Ratschlag! Da braucht man nicht lange zu suchen. Prüfungsangst ist immer (1) die Angst die Prüfung nicht zu bestehen und (2) die Angst, sich vor denjenigen, die bei der Prüfung dabei sind (Prüfer, Mitprüflinge bei Gruppenprüfungen, Mitglieder der Prüfungskommission) zu blamieren.

Wie "arbeitet" man gegen die Prüfungsangst? Jede Bearbeitung der Prüfungsangst ist vergeblich, wenn man den Stoff nicht beherrscht, weil damit natürlich die Wahrscheinlichkeit steigt durchzufallen (siehe (1) oben).

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samsom 26.01.2013, 19:23
@Andreas Starke

Meiner Erfahrung nach ist der Gegenstand einer spezifischen Angst (hier die Prüfungssituation) nicht zwangsläufig ihre Ursache.

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samsom 26.01.2013, 19:45
@samsom

Wenn jemand vielleicht als Kind entsprechend eingeimpft bekommen hat, er sei in Mathematik unfähig. (Vielleicht kann er sich gar nicht mehr direkt daran erinnern.) Der ist eventuell sein ganzes Leben lang gehemmt, sobald es um Mathematik geht. Es laufen eine Menge Leute herum, die von sich spontan sagen würden, dass sie dumm in Mathe wären. Ich bin mir aber sicher, dass da einige unter denen sind, die aufgund blöder Erfahrungen nur blockieren, sobald es um das Thema geht. Obwohl sie vielleicht Talent hätten. - Falls solche Anspannung beim Lernen vorherrscht, kann auch das Verstehen kaum einsetzen.

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