Materialwissenschaftliches Studium sinnvoll?

4 Antworten

Auch dein Alter wird bei deiner Einstellung eine Rolle spielen (=> je jünger je besser) - und die Frage, wie sehr du dich in die Materie vertiefst (und beispielsweise bei einem Phänomen noch stärker die Theorie erarbeitest) wird deine Sache sein. Ich würde mir die Sache erst mal anschauen - und wenn du merkst, dass es später nicht so hinhaut, kannst du immer noch Chemie studieren, vielleicht auch in ein höheres FAchsemester gehen. Ich würde erstmal das machen, was dich wirklcih interessiert und wo du eine gute Berufsperspektive hast...

Gut, dann tendiere ich doch eher zu den MaWi, weil es da beruflich besser aussieht bzw. man nicht "zwingend" einen Doktor braucht, auch wenn ihn glaub 60% oder so machen. Das wurde uns von den Fachstudienberatern in Chemie und MaWi gesagt.

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@JNash

Würde ich nach deinen Vorstellungen auch eher sagen... Chemie hört sich auf den ersten Blick sehr grundlegend an, aber in der Realität brauchst du sicher noch eine Spezialisierung - die hast du bei den Materialwissenschaften ja schon. Und ich kann mir vorstellen, dass die Einsatzgebiete (auch im Ausland beispielsweise) richtig abwechslungsreich sein könnten... und der Verdienst sollte auch o.k. sein, oder?

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@ROSAROT2007

Also anscheinend kann man damit überall unterkommen, liegt eben hauptsächlich daran, dass es oft in den Ignenieurbereich gerechnet wird und keine "Naturwissenschaft" in dem Sinne ist. Es ist definitiv anwendungsbezogen und je nach Schwerpunkt, kann man von Behörden (Eichämter) bis in die Medizintechnik gehen, da man ja überall Materialien verwendet und in jedem Gebiet braucht man zwar nicht unbedingt viele, aber dennoch ein paar Werkstoffwissenschaftler oder Werkstoffingenieure und bei den Studentenzahlen ca. 40 pro Jahr in Stuttgart, scheint das auch net so überlaufen zu sein, wobei man schon sagen muss, dass viele Stellen auch gleichzeitig für Chemiker oder Physiker mir richtiger Vertiefung (Festkörperphysik, Festkörperchemie) ausgeschrieben sind.

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Kommt darauf an, wie sicher du bist, dass du mal in genau diesem Bereich arbeiten willst. Wenn du schon sicher bist (und ggf. sogar schon eine genaue Berufsbezeichnung vor dir schweben hast), ist es besser. wenn du Materialwissenschaften studierst. Weil es dort eben doch tiefer reingeht als z.B. in Chemie oder Physik. Du hättest dann eben schon nach dem Bachelor sehr vertiefte Kenntnisse und es gäbe auch einige Arbeitgeber, die dich gegenüber eines Chemikers bevorzugen, weil du auf diesem Teilgebiet schlicht mehr weißt.

Mein Bruder studiert auch so einen spezialisierten Studiengang und ist echt glücklich darüber. An vielen Unis/Hochschulen wäre das bestenfalls mal eine Vertiefung im Hauptstudium bzw. erst im Master. Er freut sich darüber, nur das lernen zu müssen, was ihn auch wirklich interessiert und nicht auch alle Bereiche, wo er jetzt schon weiß, dass er sie nicht brauchen kann und dann alles nur oberflächlich. Nach einem Platz für sein Praxissemester brauchte er auch keine 2 Wochen suchen, da Spezialisten wie er selten und dadurch entsprechend gefragter sind (sein Favorit als Arbeitgeber hatte ihn quasi vom Fleck weg genommen).

Solltest du aber noch nicht sicher sein, dass du auch wirklich mal in diesem Bereich arbeiten willst, nimm lieber doch erst Chemie/Physik und spezialisiere dich später. Nicht dass du merkst, dass dir genau das keinen Spaß macht, du mit dem Studium aber auch nix anderes mehr machen kannst...

Danke für die, denke ich, hilfreichste Antwort bisher. Ich muss schon sagen, dass mich eigetlich genau dieses Fachgebiet interessiert, natürlich kann ich (habe es ja noch nicht angefangen) nicht sagen, ob es mir dann auch wirklich Spaß macht (hab schonmal studiert und es kam völlig anders). Ich hab mich zwar schon in 5 Vorlesungen gesetzt und mir das auch angeschaut, war auf Tag der offenen Tür der Uni und bei zwei Studienberatungsterminen in dem Fachbereich und bisher ist es wirklich genau das was mich interessiert.

Wenn man das Fach studiert und man merkt dann in einem höheren Semester, dass es doch nicht das ist, kann ich, zumindest bei dir Uni, auf welcher ich studieren will, ziemlich gut wechseln, da man z.B. Höhere Mathematik 1-3 hat, was jeder andere Ing. - Studiengang auch hat, in HM 3 sitzt man sogar in einer spezial Mathevorlesung mit den Luft und Raumfahrttechnikern. Von demher könnte ich mir das dann auch alles anrechnen lassen, genauso die anderen Module, die ja in den ersten ca. drei Semestern mit anderen Studiengängen (Chemie, Physik) verbunden sind.

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@JNash

Dann mache die Materialwissenschaften. Normal merkt man dann ja schon nach den ersten Semestern, ob es einem gefällt oder nicht. Und du kannst ja ggf. auch mal zwischendrin ein halbes Jahr unterbrechen und in die Praxis gehen. Spätestens da siehst du dann, ob es dir auch wirklich Spaß macht. Und gerade im Grundstudium kann man dann vieles anrechnen, wenn man wechseln will. Und selbst wenn nicht: dieses Zusatzwissen hättest du trotzdem, irgendwo kann man das immer brauchen...

Weil wenn du jetzt Chemie/Physik machst und dann tatsächlich in den Materialwissenschaften arbeitest, würdest du dich vielleicht ärgern, das nicht direkt gemacht zu haben. Oder wenn du aus irgendeinem Fach rausgeprüft wirst, das dich nicht interessiert und das du dort nicht gehabt hättest. Oder wenn du Schwierigkeiten bekommst, in dem Bereich einen Job zu kriegen, weil die Unternehmen in der Umgebung zuerst die Spezialisten (Materialwissenschaftler) nehmen. Wenn du einen Master brauchst für einen Job, den die Materialwissenschaftler auch mit Bachelor kriegen. Mit Bachelor in Chemie/Physik gilst du irgendwo eben doch als nix halbes und nix ganzes...

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@Luftgitarre

Ach ja, noch ein Tipp: wenn du später unbedingt in die Praxis willst, könntest du dich auch bei Fachhochschulen bewerben. Gerade im technischen Bereich habe ich schon öfter gehört, dass man bei Bachelor-Abschlüssen die FH'ler bevorzugt, weil die nicht alles nur auf dem Papier, sondern auch live in Laboren lernen... An manchen Unis ist es einfach so, dass man im Bachelor viel Grundlagenwissen lernt, das man in der Forschung zwar braucht, aber nicht in der Praxis (was die Stofftiefe betrifft). Viel wichtiges Praxiswissen kommt da erst im Master. Also informiere dich, wann welche Module drankommen. Nicht dass du alles für dich relevante erst im Master machen kannst...

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@Luftgitarre

Mein Traum wäre es eigentlich schon eher in der Forschungs bzw. in der angewandten Forschung zu arbeiten. Aber wiegesagt, ich habe ja bis jetzt noch keine fundierten Informationen und Erfahrungen darüber, wie das eigentlich ist bzw. ob ich überhaupt gut genug dafür wäre. Anstrengen werde ich mich auf jeden Fall.

Die Module habe ich mir auch schon alle x-mal angeschaut, weil ich dadurch auch rausfiden wollte, was die Inhalte sind und was für Lektüre empfohlen wird, die ich mir dann auch gleich mal ausgeliehen hab, vor allem von den ersten Semestern, um eben einen Eindruck zu bekommen. Nach potenziellen Werkstudentenjobs und Praktika habe ich mich auch schonmal präventiv umgeschaut, aber oft es eben so, dass man Leute aus dem dritten bzw. vierten Semester möcht, was ja auch verständlich ist.

Die interessanten Module kommen ja meist sowieso erst im letzten Teil des Bachelors bzw. im Master dann nochmals vertieft, weil man ja am Anfang sich erstmal das typische "Inselwissen" anhäuft, also die Basics in den relevanten Bereichen. Da muss man eben durch. Danach, das hab ich nachgeschaut, wird es aber umso interessanter und in Stuttgart findet die Lehre in den zwei Max-Planck Instituten statt, wesshalb ich mir da nichts besseres wünschen könnte.

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Halte ich persönlich nicht für sinnvoll. Mit einem Chemiestudium wärst du flexibler, schon ab dem 4. Semester kannst du dich dann Materialwissenschaftlich ausrichten, deinen Master darin machen und bist dann aufjedenfall breiter aufgestellt, als wenn du dich jetzt schon spezialisierst... die meisten Materialwissenschaftler gehen auch vermutlich eher den Weg über Chemie B.Sc. -> Master in Materialwissenschaft o.ä.

Danke für deine Einschätzung. Ich hab mir eben überlegt gehabt, da ich eben nur spezielle diese Teile aus der Chemie und teilweise aus der Physik mag, gleich B.Sc. in MaWi zu machen. Und mich auch mehr das technische und physikalische an der Chemie interessiert. Eben physikalische Chemie, technische Chemie, makromolekulare Chemie und anorganische Chemie und Elektrochemie.

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