Mastering ohne Limiter?

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2 Antworten

Hi Musikfreak,

Mastering ohne Limiter ist meines Verständnisses nur dann sinnvoll, wenn man entweder keine zb kommerzielle Radioproduktion mastert, sondern zb Filmmusik, die sowieso nicht direkt in Vordergrund springen soll, also auch nciht entsprechend laut sein muss; bei Musik, die sehr viel Eigendynamik hat und wenn man diese beibehalten möchte ohne Kompromisse einzugehen (Klassische Musik könnte ich mir da vorstellen); oder wenn die Musik vorher schon so hervorragend ausbalanziert gemixt wurde, sodass ein hohe Lautstärke auch ohne Limiting erreicht werden kann.

Das Vorgehen wird bei allen Toningenieuren vermutlich etwas verschieden sein - es fällt ja nur der letzte Schritt weg, was davor passiert hängt auch mit dem Tonmaterial zusammen.

Ich selbst tu mich da auch immer etwas schwer (da mir die Erfahrung fehlt und ich noch viel rumprobieren muss), aber ich gehe meistens in etwa so vor:

1. Glue/BUS-compressor oder Tape-Emulator. 2. EQ: Lowcut setzen, Höhen anheben, 3kHz etwas dämpfen und so Kleinigkeiten wie zb bei 275Hz 1dB dazugeben für mehr Wärme oder sowas. Manchmal benutze ich noch einen 2. EQ im ms-modus und drücke damit die Tiefen mehr in die Mitte und bei den Höhen vice versa. 3. Dynamics/Multiband-comp + Exciter (vielleicht wär andersherum sinnvoller^^). 4. Stereo-Imager. Den ms-EQ könnte man auch zb erst hier einsetzen, da es ja im weitestens Sinne auch ein Eingriff ins Stereobild ist. 5. Limiter/Maximizer, den du ja weglassen möchtest. und zuletzt: 6. Post-EQ, den ich aber vor den Limiter setze und reinmixe, damit es nicht ausversehen übersteuert.

Wär übrigens für mich auch interessant, wie du bisher vorgehst? Bin auch auf die Antworten der anderen Leute hier gespannt!

Beste Grüße

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Kommentar von Beatinfected
23.05.2016, 21:29

ps: Plug-Ins die ich dafür (meistens) benutze:

1. den "Glue Compressor" von Ableton oder (wenn ich die Möglichtkeit habe es bei nem Kollegen zu machen) Kramer Tape oder Puig Child - beides von Waves

2. EQ8 von Ableton oder Pro-Q2 von Fabfilter

3. - 6. mit iZotope Ozone - da kann man die Reihenfolge der einzelnen Geräte im Plug-In auch verändern, ist also sehr flexibel. Schritt 2 kann man auch in Ozone machen, es gibt dort 2 seperate EQs pro Plug-In.

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Kommentar von DIYLernender
24.05.2016, 11:18

Kann mich meinem Vorredner nur anschließen und wollte nur ein weiteres Beispiel loswerden.
Techno!
Ich arbeite nie mit limiter weit es die Soundqualität vermindert und dynamic raubt. (Genau wie compressoren, die benutze ich aber in Maßen)
Wenn man aber Klanglandschaften erstellen will muss man sich einfach auf sein Gehör verlassen und die einzelnen Spuren nach und nach bis auf die gewünschte Lautstärke anpassen. Dabei ist dann wichtig den Kick als lautestes Element zu definieren. Nach dem Mastern und exportieren sollte dieser also in der wave-ansicht klar zu erkennen sein.
Stereo-Mastern kann auch ein Schuss in den Ofen sein, weil manche Clubs nur mono systeme haben um den Klang homogener zu gestalten.

Also bei mir wird per Komressor mit side-chain + EQ + Stereo-Pan gemastert, da ich Musik nur selbst performen möchte und ich somit die einzelnen Spuren perfekt in Ableton lassen kann und es klingt wie es soll auch vor dem Mastern.

Welche Musikrichtung soll es denn werden?

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Kommentar von Musikfreak2020
24.05.2016, 13:12

Danke euch. Es geht um elektronische Musik. Techno, EDM, Trap etc.

Mir geht es beim mastering ohne limiter hauptsächlich darum eine konkurrenzfähige Lautheit zu erreichen und dabei den punch zu behalten. Ich nutze dafür im Projekt lediglich einen Einfachen Kompressor mit langer attack und kleiner Ratio (Max. 3:1) im Master Kanal.
Die einzelnen Spuren werden brutal komprimiert, bzw teilweise auch limitiert und der Output des Kompressors soweit in den + Bereich gezogen wie möglich.

Das ganze funktioniert allerdings nur wenn der Mix extrem "sauber" ist.

Gruß

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Mixe & Master mit FabFilter Plugins und iZotope Ozone

Kannst aber auch mit dem Maximus oder dem MBandComp bisl Mixen ist auch nicht so schlecht

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