Massiver Stellenabbau in der Autoindustrie geplant, richtige Schritt für die Klimaneutralität?

 - (Technik, Geld, Politik)

8 Antworten

dass ins besondere bei zulieferern jetzt stellen wegbrechen etc. ist nur eine logische konsquenz der vorschlaghammerpolitik beim wechsel von benzin oder diesel hin zu elektro.

hätte man vor 30 jahren, als die ersten e autos tatsächlich serienreif waren, angefangen, die sache langsam kommen zu lassen und nicht so unterdrückt, wäre der wechsel schleichend erfolgt. d.h. es wären von sich aus mit der zeit und der besser werdenden technik immer weniger benziner und mehr elektroautos auf den markt gekommen.

man hätte also langfristig durch weniger einstellungen etc. auf die veränderungen am markt reagieren und z.B. auch neue stellen in anderen segmenten schaffen können.

lg, anna

Das hat mit Klima etc. wenig zu tun.

Hauptgründe sind eher:

  • In China und Korea hat sich eine neue selbstbewusste Autoindustrie entwickelt, die den "Etablierten" durchaus das Wasser abgräbt.
  • Weitere neue Mitspieler erobern Marktanteile (z.B. Tesla, Geely, Hyundai,...)
  • Die Wertschöpfungstiefe wird eher geringer (Outsourcing)
  • Der Automatisierungsgrad steigt
Laut diversen News plant VW in Deutschland jede 4. Stelle abzubauen. Durch die E Mobilität Strategie braucht man nicht mehr so viele Mitarbeiter.

Das hat zum größten Teil nichts mit E-Mobilität, sondern einfach etwas mit outsourcing zu tun.

Ansonstn hat der herkömmliche Verbrenner fossiler Rohstoffe ohnehin keine Zukunft. Gar nicht mal wegen der klimatischen Effekte, sondern weil die steigende Mobilität überall auf dem Planeten zusätzliche Nachfrage nach Erdölprodukten schafft und damit die Preise dafür sukzessive nach oben treiben wird, während gleichzeitig die leicht erschließbaren Vorkommen nach und nach erschöpfen, so dass Produktionsmengen verknappen oder aber dadurch, dass die Förderung sich durch schwer zugängliche neue Vorkommen verkompliziert, zusätzlich die Förderkosten ansteigen werden, was sich auch im Preis niederschlagen wird.

Auf die Dauer und mit Weitergehen der technischen Entwicklung wird das mittelfristig dazu führen, dass aus preistechnischen Gründen jedenfalls Wasserstoff die sinnvollere Alternative sein wird, Elektromobilität eventuell, je nachdem ob man das mit vernünftigeren Akku-Leistungen hinbekommt oder nicht.

Insofern ist das bisherige Geschäftsmodell underer Autobauer ohnehin eine Technologie, die ihrem Ende als Massengut zunehmend entgegen sieht und man wird sich so oder so aus Rentabilitätsgründen früher oder später davon trennen.

Die Frage ist, worauf man dann danach setzen wird.

Das wäre abzuwarten.

sondern einfach etwas mit outsourcing zu tun.

Auf Deutsch: Geringe Fertigungstiefe. Und genau dieses Verhalten fällt den Unternehmen jetzt mit aller Macht auf die Füße. Stichwort: Chipmangel!

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Der Stellenabbau hat nicht wirklich etwas mit dem Klima zu tun. Der VW-Konzern muss schlicht sparen. Das kann man nun mal sehr gut an den Mitarbeitern. Je weniger Fussvolk um so mehr Chefetagengehalt.

Mit dem Verlust von Stellen werden die Soziallasten steigen und das Steueraufkommen sinken. Der Verlust des Arbeitsplatzes von vielen Menschen wird die Unzufriedenheit gegenüber unserem Staat steigern und die Stabilität der Gesellschaft untergraben.

Dem Klima nützt es nichts, wenn wir keine Autos bauen, baut sie jemand anders. Wir erzeugen bereits jetzt nicht genug Strom, sondern müssen Atomstrom z.B. aus Frankreich kaufen. Die Umstellung dess gesamten Verkehrs auf Elektroautos ist ein Märchen, welches uns noch teuer zu stehen kommen wird.

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