Massive Schulden bei der Krankenkasse?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Erst einmal mußt Du mit Deiner Krankenkasse über die ratenweise Abzahlung der Kosten sprechen. Davon wirst Du nicht runterkommen und erlassen wird man Dir auch nichts. Aber davon, daß man den Kopf in den Sand steckt und sich keine Gedanken macht, wie es weitergeht, ist noch niemandem geholfen worden. Auch wenn Du möglicherweise nicht die Hilfe Deiner KK angenommen hast oder brauchtest, ist es der Sinn einer Solidargemeinschaft, Beiträge zu zahlen. Wenn Du eine Abzahlungsrate mit denen vereinbarst, nimm eine Summe, die Du auch einhalten kannst, denn die Kassen reagieren sehr sauer darauf, wenn das nicht funktioniert wie abgesprochen.

Natürlich kann man eine Privatinsolvenz anstreben, aber auch da kostet ein Antrag erst einmal Geld, das Gericht muß zustimmen, was nicht selbstverständlich ist, und im Endeffekt sind es doch "nur" 3.500 Euro. Mit dieser Insolvenz hängen Dir erst mal Probleme am Hals, die Du jetzt gar nicht übersehen kannst. Du bist zwar diesen einen Schuldner los, wenn es denn nur die KK ist, die von Dir Geld bekommt, aber erst mal nicht mehr kreditwürdig und das auf Jahre hinaus. Da macht Dir das beste Abitur und Studium keinen Spaß. Niemand stellt Dich ein, weil man damit nichts zu tun haben möchte, ich kann Dir davon nur abraten.

In erster Linie geht es jetzt darum, Deinen PFLICHTEN nachzukommen und nicht, RECHTE einzufordern. Wenn Du mit der Kasse nicht allein sprechen möchtest, kannst Du Beratung der Arbeiterwohlfahrt in Anspruch nehmen, einen Antrag auf Beratungshilfe beim Amtsgericht stellen, aber auch dafür muß man erst einmal ein paar Euro hinlegen. Da ich nur schlechte Erfahrungen mit dem VdK gemacht habe, kann ich Dir nur davon abraten. Als Mitglied dort bist Du z. B. an deren Rechtsberatung gebunden und kannst bei Bedarf keinen Rechtsanwalt nach Deinem Wunsch aussuchen. Wenn Du dann eine lahme Geschäftsstelle erwischt, bringt es gar nichts.

Am Montag fängt eine neue Woche an, in der Du dringend tätig werden solltest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Geh Montag zur Krankenkasse und schildere denen persönlich Deine Situation, so wie Du sie hier beschrieben hast.

Die haben dort auch eigenes Interesse, dass Du Deine Situation in den Griff bekommst und werden Dir am besten sagen können, wie Du vorgehen solltest.

Wenn man seine Probleme selbst in die Hand nehmen möchte, ist denen das auch lieber, als wenn ständig die Post zurück kommt.

Den Kopf in den Sand stecken bringt jedenfalls gar nichts und man reitet sich nur immer tiefer rein, aber das hast Du glücklicherweise ja schon selbst gemerkt.

Möglicherweise hast Du ja sogar Anspruch auf ALG 2, auch dazu wirst Du dort Infos bekommen können.

Du wirst Deine Probleme nicht in einigen Tagen lösen können, aber fang an und dann wird das schon. Es ist zwar in Deiner heutigen Situation viel Geld, aber langfristig betrachtet ist der Betrag so groß nun auch wieder nicht.

Da du "zwangsversichert" bist, hast Du auch das Recht, behandelt zu werden, also wirst Du auch eine Versichertenkarte bekommen, mit der Du zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen könntest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erstmal solltest du schauen, dass sich die Schulden nicht anhäufen.

Wie bist du denn zur Zeit versichert? Als Selbständiger? Verdienst du überhaupt Geld? Wenn nicht, höre mit der Selbständigkeit auf und melde dich Arbeitslos bzw. beantrage ggf. ALG 2.

Da ich hier nicht alle Daten habe, ist es schwer dir was zu raten. Du arbeitest nebenbei? Wie viel bekommst du den da? Ist das eine versicherungspflichtige Beschäftigung?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie sagt man immer so schön : das Leben ist kein Ponyhof. Wenn du meinst du musst in deinem Alter noch Abbi machen und studieren, dann musst du dir das halt auch leisten könne. Am besten suchst du dir einen Job auf Lonsteuerkarte, dann bist du ja Sozialversichert und den Rest versuchst du über Raten abzustottern

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Suche dir einen neutralen Vermögensberater!
Für 3500 Euro würde ich keine Privatinsolvenz starten.

Rufe deine Krankenkasse an und unterhalte dich mit denen. Erkläre deine Situation und frag, was man machen könnte. Sollten die nicht mit dir kooperieren wollen bzw. viel zu hohe Lösungsansätze fordern, dann kannst du dir einen Anwalt suchen und um Beikostenhilfe bitten. Das klärst du aber alles mit dem Anwalt, der weiß da direkt Bescheid.

Wünsche dir alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Loroth
23.09.2016, 09:37

"Vermögensberater" ist ein anderes Wort für "Verkäufer". Hilfe ist von so einer Seite nicht zu erwarten, eher im Gegenteil.

Bestenfalls kann man sich in so einem Fall noch an einen Schuldenberater oder die Verbaucherberatung wenden...

0

Wenn du jeden Monat diese 170 Euro bezahlst, steht dir auch eine Versichertenkarte zu! Wegen der aufgelaufenen Beträge solltest du mit der Krankenkasse verhandeln wegen einer Stundung oder einer "Darlehensbasis". Schildere denen wahrheitsgemäß deine Situation. Wenn du da nicht weiterkommst, muss tatsächlich ein Anwalt ins Spiel kommen (mit Kostenbeihilfe).

Hilfe bekommst du auch beim VdK an deinem Wohnort. Die helfen auch, wenn man dort nicht Mitglied ist, zumindest mit Rat - für "Tat" (Stellung eines Anwalts) müsstest du wohl bei denen Mitglied werden, aber das kostet für Studenten nur 6 Euro im Monat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

... dann wurde (in 2013 ?) sicherlich auch kein Antrag gestellt auf Restschuldbefreiung oder wie sich das nennt, oder?

Beachte also die monatlichen Zinsen, die Dich letztendlich auffressen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hast Du Dir bevor der Brief von der Krankenkasse kam keine Gedanken gemacht, WENN?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?