Massentierhaltung Abschaffung?

...komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Zum Glück kann noch jeder selbst entscheiden was er isst und wieviel davon. Ich kaufe schon seit vielen jahren bei einem Metzger am Ort der sein Fleisch von ebenso regionalen Bauern bezieht deren Höfe ich zum ganz großen Teil auch schon gesehen hab.

Trotzdem kommt man leicht über 300g und ebenso leicht unter (aber auch über!) 30,-€ fürs Kilo. Denk das mal durch. es wäre dir verboten ein halbes Hähnchen zu essen weil du über deinem Wochenpensum liegst, eine Grillwurst und ein kleines Steak sorgen dafür das der Rest der Woche streng vegetarisch verläuft, Brühe, Gulasch etc. aufsetzen lohnt auch nicht mehr, gibt ja nur eine Miniportion und dafür die ganze Arbeit?

Es muss umgedacht werden, das ist klar aber irgendwelche Gesetze die den persönlichen Fleischkonsum betreffen sind dafür nicht geeignet. Wird Fleisch teurer wird automatisch weniger gegessen, wie zu Omas Zeiten als ein schönes Stück Fleisch ein Sonntagsessen war und es sonst nur ins Essen gelogen wurde (was ich auch gerne mache^^)

Was helfen kann ist es z.B. die Intensivhaltung durch Streichung der Subventionen und (noch) strengere Auflagen schlicht unrentabel zu machen, den Biosiegeln einen echten Wert verpassen und den (Klein)betrieben die wirklich auf die gute Haltung ihrer Tiere achten so weit entgegen zu kommen das sie nicht darüber nachdenken müssen ob sie mit ihren zum Teil alten Rassen, der menge an Platz pro Tier und selbst angebautem Futter noch konkurrenzfähig sind.
Wenn der Bauer mehr damit verdient weniger zu produzieren, dafür aber gut ist das sicherlich der beste Anreiz für ihn sein Konzept zu überdenken. Letzendlich geht es früher oder später immer nur ums Geld.


Omnivore14 25.04.2017, 21:54

Was helfen kann ist es z.B. die Intensivhaltung durch Streichung der Subventionen

Was für Subventionen? Es gibt keine Subventionen in der Landwirtschaft!

und den (Klein)betrieben die wirklich auf die gute Haltung ihrer Tiere achten so weit entgegen zu kommen

1) Wäre es eine staatliche Diskriminierung, wenn man nur Kleinbetrieben entgegenkommt und alle anderen fallen lässt.

2) Seit wann bitte haben Kleinbetriebe bessere Haltungen? Warst du auch nur ansatzweise in mittelständischen oder großen Betrieben?

3) Wer nicht auf die Haltung der Tiere achtet, dem drohen Strafen bis hin zur Schließung des Betriebes. So dummist kein Landwirt. Und das ist heute schon so!

Du hast einfach keinerlei Vorstellung von Landwirtschaft!

Letzendlich geht es früher oder später immer nur ums Geld. 

Ach jetzt muss der kapitalistische Staat Deutschland den Bauern auch noch verbieten Geld zu verdienen und wirtschaftlich zu arbeiten? Was schlägst du vor? Jeder das selbe Geld? Da kannste auch gleich die Mauer wieder hochziehen.

Deine Vorstellung von Landwirtschaft ist fern ab der Realität!

1

Das ist natürlich übertrieben und nicht sinnvoll und das sage ich als Vegetarier. Aber ich weiß in welche Richtung du willst. 

Sinnvoller wäre es den Tierschutz endlich auch im Stall anzuwenden und nicht nur beim Haustier. Wenn du einen Hund in einen winzigen Zwinger einsperrst (was nicht gut ist), dann rennen dir die Leute die Türe ein aus Mitgefühl aber verspeisen zum Mittag trotzdem genüsslich das Schwein oder Huhn welche mit ähnlich wenig Platz auskommen müssen. Diese Doppelmoral muss aufhören und dieses Nutztier hat einen anderen Wert als normale Tiere Argument ist der absolute Schwachsinn. Das ist einfach unmenschlich. 

Der Staat muss Tieren, die für die Fleischproduktion gedacht sind ausreichend Platz zugestehen und das nicht nur drin, sondern auch im Freien. Dann verteuert sich natürlich das Fleisch etwas und die Tierbestände werden sich reduzieren. Profit bleibt trotzdem genug da, weil zwar weniger verkauft wird aber zu einem höheren Preis. Das gleicht das Ganze aus. Hier muss einfach ein Umdenken des Staates und auch der Gesellschaft stattfinden. Dann gibt es eben eher mal einen ordentlichen Sonntagsbraten, wie früher und nicht jeden Tag 1kg Hähnchenkeulen aus dem Froster für billige 2€. Logisch dass bei diesem Billigzeug jeder konsumiert wie verrückt, der keine Moralvorstellungen hat und nicht von sich aus weniger konsumiert. Also muss der Staat die Rahmenbedingungen schaffen. 

Grundsätzlich bin ich auf jeden Fall dafür, dass die Tierhaltung artgerecht(er) stattfinden sollte.

Allerdings würde eine gesetzlich gesteuerte Verknappung (und damit Preiserhöhung) zu diversen rechtlichen Problemen führen und zum Beispiel zu der Frage führen, ob dann Arbeitslosengeld und Co. erhöht werden müssen, damit sich auch sozial schwächere Menschen Fleisch leisten können oder ob Fleisch zum Luxusprodukt deklariert wird.

Besser wäre ein generelles Umdenken der Bevölkerung und einen freiwilligen Verzicht auf "Billigfleisch" zu Gunsten von Fleisch aus artgerechterer Haltung, der dann einen Wandel der Tierhaltungsformen begünstigt.

Vielleicht nicht so ein extremes Modell, aber generell ja. Vor allem weil der aktuelle maßlose Konsum einfach nur aus purer Faulheit und Gewohnheit beibehalten wird.

Was haltet ihr von der Abschaffung der Massentierhaltung, jetzt rein Hypothetisch...

Dazu müsste sie erst einmal eingeführt werden.

"Massentierhaltung" ist ein Begriff für fachfremde Laien, die keine Ahnung von Viehzucht haben.

Einem Bauer zu verbieten, dass er x oder y viele Tiere hält ist absolut unnöter Blödsinn.

Gerade größere Betriebe haben viel mehr finanzielle Mittel, die die Tiergesundheit und das Tierwohl effektiver garantieren können.

Dafür dürfte dann jeder nur max. 300g Fleisch pro Woche essen. 

tss...kommt nicht in Frage. Ich kaufe soviel Fleisch wie ich es für richtig halte!

Und Zwangspolitik bei der freien Entfaltung verstößt gegen das Grundgesetz. Das können die von mir aus in Nordkorea machen, wo nur 7 Frauenfrisuren erlaubt sind.

Das Fleisch würde dann ca bei 30€ pro Kilo liegen...

Das ist genauso Unsinn. 30€? Von jedem Teil des Tieres? Bei jeder Tierart?

Das ist so pauschal gedacht, dass das noch unsinniger ist. Warum sollte ich für Hackfleisch genauso viel bezahlen wie für Lende?

Was haltet ihr davon?

Blanker Unsinn, den ich nicht unterstütze und aus gutem Gewissen ablehne. "Massentierhaltung" ist nirgends definiert und kann deswegen sowieso nicht abgeschafft werden, da es schlicht nicht existiert in der Fachliteratur oder den Gesetzbüchern.

Ich würde 30 € pro Kilo zahlen, wenn die Massentierhaltung so beendet werden könnte.

Wieviel Kilo ich mir dann leisten könnte, weiß ich nicht - es wäre mir aber einen Verzicht Wert!

Wäre zumindest schon mal besser als die jetzige Situation.

Als Vegetarier fällt mir die Antwort auf deine Frage sehr einfach :D

Das Problem ist ja nicht nur dass der übermäßige Fleischkonsum nicht gesund für uns ist. Das Problem liegt wirklich in der Massentierhaltung. Es wird viel mehr Ackerboden für Futter dieser Tiere vergeudet als für unsere Nahrung. Dieses futter wird meist auch in dritte Welt Ländern angebaut wo Menschen verhungern. Das Fleisch wird angereichert mit Hormonen und Antibiotikum. Es hat nichts mehr mit dem Fleisch zutun das unsere Vorfahren als Jäger und Sammler im Einklang mit der Natur gegessen haben. Dann kommt noch die riesen Umweltverschmutzung durch die Massentierhaltung dazu... 

Es sollte nicht nur überlegt werden ob die Massentierhaltung abgeschafft wird. Es ist sogar notwendig für unsere Zukunft. Aber naja, lieber ein Steak aus dem Supermarkt als über Nachhaltigkeit nachzudenken..

Omnivore14 25.04.2017, 21:26

Das Fleisch wird angereichert mit Hormonen und Antibiotikum.

So ein Schwachsinn.

1

Was haltet ihr von der Abschaffung der Massentierhaltung, jetzt rein Hypothetisch...

finde ich gut aber wo sollen all die Massen an Menschen hin wenn Großstädte nicht mehr existieren dürfen? Zudem die Hochhäußer dann abgerissen werden müssen denn auf so engem Raum diese Massen an Trockennasenaffen wäre dann ja gegen das Gesetz.

Da stellt sich die Frage: Wieveil qm sind für das Tier Mensch genug dass es nicht mehr als Massentierhaltung gilt?

Aber es hätte ein entscheidenden Vorteil. Das Bambisyndrom würde sich zurück bilden

Schon heute fällt jedem zweiten "Youngster" auf die Frage nach einem
beeindruckenden Naturerlebnis oder der Farbe von Kartoffelblüten nichts
ein. Über 60% ist es unangenehm, einen Käfer über die eigene Hand
krabbeln zu lassen, während 40% gerne mit dem Walkman durch die Natur
gehen. Womöglich ist es bereits der menschliche Natureingriff als
solcher, der eine negative Wertung provoziert. Hierfür spricht die erstaunlich
große Zustimmung zur Feststellung "Der Mensch ist der größte Feind der
Natur". Nicht weniger als drei Viertel der Jugendlichen bekennen sich zu einer derart anti-humanen Sichtweise, in der gymnasialen Oberstufe sind es sogar neun Zehntel.

Damit verbindet sich zweierlei: Zum einen erscheinen Mensch und Natur
in dieser Sicht vollkommen getrennt, sie stehen, obwohl Teil derselben
Evolution, einander gegenüber. Diese Konfrontation verleugnet die eigene
Naturhaftigkeit und damit die Grundlagen der menschlichen Existenz.
Offenbar fühlen sich junge Menschen heutzutage bereits derart sicher in
ihre Kunstwelten eingebettet, daß das Bewußtsein der Abhängigkeit von
der Natur weitgehend verloren gegangen ist.

http://www.wanderforschung.de/files/bambikz1234003206.pdf

Versuch mal, einem Deutschen vorzuschreiben, was er essen soll.

zusätzlich könnte man natürlich auch noch gesetze erlassen das jeder ab 18. max 0,2l alkoholfreie getränke pro woche erwerben und zu sich nehmen darf.

pflanzliche lebensmittel und flüssgikeiten werden natürlicha auch streng reguliert.

sicher ein super leben. sollte nicht jeder essen dürfen was er möchte?

Gingeroni 25.04.2017, 14:17

na es geht ja nur um den übertriebenen konsum der bei uns existiert. Der ist ja nur möglich weil wir besagte Massentierhaltung betreiben.

0
martinzuhause 25.04.2017, 14:19
@Gingeroni

es ist auch übertrieben jeden tag 3 - 4 mahlzeiten zu haben.

2x am tag eine schale reis und zum trinken wasser oder tee reichen vollkommen aus

0
Omnivore14 25.04.2017, 21:56
@Zumverzweifeln

Achso? Da haben die Käfer, Schnecken und andere Insekten aber eine ganz andere Meinung!

0
ApfelTea 25.04.2017, 17:19

Weniger Fleisch, heißt für einige "nur noch schale Reis und Wasser" ;) Alles klar.

1
martinzuhause 25.04.2017, 19:17
@ApfelTea

das heisst erst mal da wollen einige ihre lebensweise den anderen aufdrücken. aber ihre beibehalten.

ein vegetarier der umweltbewusst sein will muss dann auch seine nahrung regional beziehen. nicht aus asien

0

Dazu kann ich nicht viel äußern. Eigentlich nur. Ja, ich wäre dafür.

Zum Glück dürfen wir uns weitestgehend immer noch selber aussuchen was wir essen und werden (noch) nicht bei allem komplett Fremdbestimmt.

Sinnig und notwendig.
Aber ich esse sowieso kein Fleisch.

Ich bin auf jeden Fall dafür,nicht nur hypothetisch.Was sich dann jeder noch an Fleisch leisten kann,wird sich zeigen.

Was möchtest Du wissen?