Maschinenbaustudium vs. Polizeistudium (NRW)

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6 Antworten

Ich würde mir an deiner Stelle von niemandem im Kopf herumspucken lassen. Dennoch:

Pro Maschinenbau

  • Prestige
  • wenn man wirklich gut ist, also alle anderen aussticht, kann man Karriere machen und besser verdienen.
  • mit einem Maschinenbau-Diplom hast du eine Qualifikation, mit der du auch woanders einen Job finden kannst, sogar im Ausland. Mit dem Polizeistudium kannst du nur Polizist werden und nichts anderes.
  • Der Beruf bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Du hast viel Einfluss auf den Verlauf deiner Karriere.

Pro Polizei

  • als Maschinenbauer wird man nicht so gut bezahlt, wie allgemein behauptet wird. Als Polizeirat (1. Dienstgrad nach der Ausbildung) hast du am Ende des Monates bestimmt mehr Netto auf dem Konto als der frischgebackene Dipl.-Ing., der bei z. B. SIEMENS einsteigt. Ein Dipl.-Ing. bei FERCHAU oder BRUNEL kriegt sogar weniger als ein Beamter des gehobenen Dienstes.

  • unkündbar auf Lebenszeit. Nie mehr bewerben.

  • geregelte Arbeitszeit (41h-Woche), Wochenende (meist) frei.

  • Die Karriere ist ziemlich genau vorbestimmt bzw. festgelegt (Beförderungszeiten)

Übrigens - falls du kombinieren willst: Ein ehem. Studienkollege (Maschinenbau, Vertiefung: Werkstofftechnik) von mir ist heute Leiter des kriminaltechnischen Instituts des LKA in Berlin. Er ist reiner Maschinenbauer und nun auch Beamter.

(Ist aber nicht ganz ernst gemeint. Er hatte viel Glück und ist eher zufällig dort hineingerutscht.)

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Also bisher kannte ich nur den einen Weg und der ähnelt stark dem eines dualen Studienganges, deswegen gehe davon, dass es dieser ist, aber über den anderen mache ich au mal schlau^^

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Dann schau Dir mal Einstiegsgehälter bei ThyssenKrupp an... :)

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@ShinigPhoenix

für nen kleinen studenten, der frisch von der uni kommt, aber hallo ;)

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@Pynero

Aber auch nur, wenn man als Trainee (vorgesehen für's Management) dort anfängt. Trainee-Stellen werden pro Jahr aber nicht einmal 5 ausgeschrieben. Irgendwo spuken (da haben wir das Wort wieder) Einstiegsgehälter von jenseits der 45.000 brutto herum. Sicher ist das auch Verhandlungssache, aber ich kenne jemanden, der als Trainee dort mit 39.500 brutto angefangen hat. Bei Steuerklasse 1 hat man aber ca. 50% Abzüge.

Als Polizeirat beginnt man mit 42.900 brutto. Da verbleiben bei Steuerklasse 1 als Beamter immerhin noch ca. 34.000€ netto.

Und bei Thyssen-Krupp hat man aber nicht nach 41h in der Woche Schluss.

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Das kannst letztendlich nur du selber entscheiden: Das sind ja 2 doch recht unterschiedliche Berufe, da solltest du dich fragen was dir denn mehr Spaß machen würde bzw eher liegen würde.

Polizei kann sicher ein toller Job sein, aber ich hab schon viele an der Aufnahmeprüfung scheitern sehen. Die ist sportlich/körperlich auch nicht ohne, und auch geistig für den höheren Dienst recht anspruchsvoll!

Also mach erst mal die Aufnahmeprüfung und dann schauen wir weiter. Wenns klappt, dann hast Du die Wahl, wenn nicht, dann machst Du MB und musst Dir keine Vorwürfe machen eine Chance verpasst zu haben.

Viel Erfolg und später viel Spaß im Job!

Was glaubst du, wie die Assessment-Center bei namhaften Industrie-Unternehmen für Bewerber des gehobenen Managements aussehen? Die sind mindestens genauso anspruchsvoll bzw. man muss bereits zahlreiche Qualifikationen (Fremdsprachenkenntnisse, Führungsqualifikation, Sozialkompetenz, Arbeitsproben) vorweisen, damit man überhaupt eingeladen wird.

Das ist bei der Bewerbung bei der Polizei nicht so. Jeder - wirklich jeder, der sich bewirbt und die Mindestanforderungen erfüllt, wird zum Test eingeladen.

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Hallo ShinigPhoenix,

grundsätzlich: Gehobener Dienst oder höherer Dienst bei der Polizei? Gehobener Dienst ist "duales Studium", in den höheren Dienst kannst du dich entsprechend entwickeln nach einiger Zeit, da solltest du dich aber mit dem genauen Procedere auseinandersetzen. Der "Direkteinstieg" (an den sich ein Vorbereitungsdienst anschließt) im höheren Dienst setzt ein zuvor absolviertes Studium (Dipl./Master/Staatsexamen) voraus, ferner werden da auch nicht alle Studiengänge berücksichtigt. M.W.n. gibt es bei der Polizei auch "Beratungstage", informier dich doch da mal. Ggfs. kannst du ja Masch.Bau studieren und dann ggfs. anschließend in den Vorbereitungsdienst eintreten?!

Also bisher kannte ich nur den einen Weg und der ähnelt stark dem eines dualen Studienganges, deswegen gehe davon, dass es dieser ist, aber über den anderen mache ich au mal schlau^^

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Im Grunde solltest du dich danach richten, was dir am meisten Spaß macht und woran du das größere Interesse hegst. Sonst mach doch einfach mal ein Praktikum bei der Polizei und bei einer Firma die sich mit Maschinenbau beschäftigt und dann kannst du besser vergleichen.

Ich finde ja Polizist einen niederen Beruf ohne hohe Ansprüche. Maschinenbau spielt in einer ganz anderen Liga, also ganz klar das Maschinenbaustudium.

nur weil du das so findest heißt das ja nicht das es auch so ist ;)

Polizist ist sogar ein Beruf mit sehr hohen Ansprächen und je nach Qualfikation (und gewünschten Betätitungsfeld) gibt es da ja auch unterschiedliche Laufbahnen. Im höheren Dienst sitzen z.b. auch viele Volljuristen.

Aber auch im mittleen und gehobenen Dienst ist das sicher ein einzigartiger Beruf, der je nach Betätigungsfeld unterschiedliche und sicher auch hohe Ansprüche an den einzlnen stellt.

Und da von "niederem" Beruf zu sprechen finde ich kommt etwas überheblich und beleidigend darüber, das gilt allerdings nicht nur für diesen Beruf, sondern in Bezug auf jeden Beruf;

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@kayo1548

Tja, aber das lässt sich über jede Branche behaupten. In jeder Branche gibt es irgendwelche Paradebeispiele von Karrierelaufbahnen nur, dass die wenigsten dahin kommen. Der durchschnittliche Polizist ist auf jeden Fall ein ungebildeter Klopper.

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@Schokibaerli

Heißt aber nun karriere das, der vermeindlich "höhere" Posten auch anspruchsvoller ist (zumal anspruchsvoll ja recht subjektiv ist) und heißt Karriere, dass man automatisch gebildet ist bzw. wenn man keine riesige Karriere hinlegt automatisch ungebildet ist?

Das es sicher auch Polizisten gibt, die ungebildet sind ist natürlich klar (obgleich es da ja auch wieder auf die Definition vo ungebildet ankommt, weshalb ich da dann logischerweise nach meiner Definition gehe), aber es gibt auch Ingenieure, Betriebswirte, Juristen und co die meiner Definition nach recht ungebildet sind; das kann man ja so nicht pauschalisieren.

Letztendlich liegt es an jedem selber was er von einem beruf erwartet; ich denke jedoch, dass es wichtig ist, dass einem der Beruf lieg und Spaß macht; was es genau dazu braucht ist natürlich individuell verschieden und wenn ein Beruf kein Spaß macht und man das Gefühl hat dort nicht das zu erreichen oder zu tun, was man tun möchte kann das natürlich zu Unzufriedenheit führen, weshalb man durchaus schauen sollte, das einem das eben Spaß macht.

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