Maschinenbau weiterstudieren oder abbrechen?

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5 Antworten

Was macht dir Freude? Worin bist du gut? Womit hättest du kein Problem, wenn du dich für den Rest deines Lebens damit beschäftigen müsstest? Vergiss mal solche Sachen wie Jobaussichten - solche Gedanken sind ohnehin nur rein spekulativ.

Ein Linguist, der von Sprachen begeistert ist, mag vielleicht nichts Besonderes sein - er wird jedoch leichter einen Job finden, welcher ihm zusätzlich auch noch Freude bereitet, als ein Ingenieur, der nur wenig Interesse an seinem eigentlichen Fachgebiet hat.

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Kommentar von Takaki
27.04.2016, 19:38

Danke für die Antwort. Das spräche so gesehen für mich spontan für einen direkten Studienabbruch. Ich werde deinen Gedanken mit in meine Überlegungen aufnehmen, denn recht hast du ohne Zweifel.

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Du hast gute Aussichten bei guten Leistungen und analytisches Denken und Sprachbegabung sind da eher hilfreich als Ergänzung. Schwerpunkte Theorie und Forschung sind z.B. eine Möglichkeit, Fertigung etc. ist eher unwichtig wenn man die Richtung nicht will. Gute Leistungen, danach eine Promotion, schnell durchziehen und du hast die besten Voraussetzungen zu vielsietigen Jobs mit Führungsverantwortung und gehörst zu den meistgesuchten Leuten im Land, wenn du dich auch noch gut verkaufen kannst und willst.

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Ich bn selbst Ingenieur und habe Dir einen konkreten Vorschlag:

Mach das laufende Semester ordentlich fertig. Mit etwas Glück hat Deine Uni auch ein passendes Sprachstudium für Dich. Setzt Dich einfach ab Oktober zwei, drei Wochen zu den Sprachlern des ersten Semesters. Am Ende dieser Zeit solltest Du einfach Dein Herz entscheiden lassen, so ganz ohne Karrierepläne und so.

Wenn Du dann zu MB kommst, tun dir die paar Vorlesungen nicht weh, du bist bald wieder drin. Wenn es die Sprachen werden, dann mach einfach weiter und kläre da formale mit Studienwechsel nebenher - das geht irgendwie.

Viel Erfolg!

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Hast du denn einen Plan, was du machen möchtest bzw. könntest, wenn du mit dem Maschinenbaustudium fertig bist? Falls ja, dann bleib dabei. Falls nicht, dann solltest du wechseln. 

Ich würde mit dieser Frage mal zur Studienberatung gehen.

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Kommentar von Takaki
27.04.2016, 21:02

Danke, das ist eine gute Idee. Ich werde nichts überstürzen, eine Studienberatung klingt gut.

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Ich habe Verfahrenstechnik studiert und hatte die ersten vier Semester bis zum Vordiplom sehr große Zweifel und habe mit mir gehadert. Die Theorie in den chemischen Grundlagen hat mir wenig Freude bereitet und im ein oder anderen Fach hat die mangelnde Freude auch zu schlechten Studienleistungen geführt. Ich wusste allerdings nicht so recht, was sonst mit mir anzufangen und habe daher einfach weitergemacht.

Bei mir hat es sich dann im Hauptstudium radikal geändert. Da kamen dann mit Fächern wie technische Chemie endlich Sachen dazu, zu denen ich einen Zugang hatte und die mir Freude bereitet haben. Ich habe das Studium dann mit großem Erfolg abgeschlossen, promoviert und arbeite nach wie vor gerne in meinem Beruf.

Lange Rede kurzer Sinn... ja, es kann sehr gut sein, dass du noch dein Gebiet in deinem Studium findest in dem du aufgehen kannst. Genauso gut kann es dir aber auch passieren, dass sich das in den nächsten zwei Jahren kein Stück ändert und du dann ein Wechsel richtig schmerzt. Wenn ich mir deinen Text so durchlese, dann glaube ich allerdings nicht, dass der Maschinenbau das richtige für dich ist. Ich würde dir daher dazu raten, nochmal alle Alternativen abzuklopfen und neu zu bewerten. Vor allem würde ich nicht danach bewerten, was andere haben wollen wie den sprachbegabten Ingenieur.

Such dir ein Fachgebiet in dem du exzellent sein kannst und vor allem willst, dann kommt der Erfolg, sei es wissenschaftlich oder wirtschaftlich von alleine.

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Kommentar von Takaki
27.04.2016, 21:01

Danke für die Antwort, das war schonmal sehr hilfreich. Ich habe gerade mal angefangen, mir die zig Modulbeschreibungen für die Vertiefungsrichtungen im Hauptstudium durchzulesen und irgendwie ist alles gleich .. technisch. Es ärgert mich festzustellen, dass das im Maschinenbaustudium keine Überraschung sein sollte und es ärgert mich auch, dass ich nicht vor einem Jahr schon dasselbe gelesen habe.

Das ganze geht auch ziemlich in meinem Kopf hin und her, in einem Moment denke ich, klar, das Studium ziehst du durch, wird schon, du kannst das, den Stress mit dem Studienabbruch kannste dir sparen; und im nächsten bin ich mir sicher, Maschinenbau niemals zu ende studieren zu können.

Dann lese ich im nächsten Moment wieder, dass viele Maschinenbauer später auch gnaz andere Sachen machen, Projektmanagement & Geschäftsführung, solche Dinge .. keine Ahnung.

Diese ständigen Gedanken machen auch gerade das Lernen sehr schwer, der Stoff kommt mir auf einmal so fern und irrelevant vor. Dein letzter Satz hallt noch sehr in meinem Kopf nach und am liebsten würde ich jetzt einfach in einer Sematikvorlesung sitzen.

Danke also nochmal.

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