Maschinenbau Studium Erfahrungen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Du Dich für Mathematik, Physik, Werkstoffkunde und ähnliche Inhalte interessierst (und das entnehme ich Deiner Frage) und ein gesundes technisches Verständnis mitbringst, hast Du eine gute Basis. Daneben gibt es im Lehrplan aber auch Themen wie Arbeitswissenschaft, Kostenrechnung und BWL. Das gehört halt mit dazu.

Ich habe mich seinerzeit sehr frühzeitig mit einigen gleichstarken Kommilitonen zu einer Arbeitsgruppe zusammengetan. Wir haben uns die Arbeit geteilt und gemeinsam gelernt. Das ist sehr hilfreich und motiviert, wenn Du mal einen Durchhänger hast. 

Daneben gibt es doch heute noch sicher so etwas wie eine Fachschaft (in der Du Unterlagen und Scripte ehemaliger Studenten einsehen kannst) und Tutorien (Nachhilfe und Übungen unter der Leitung von Studenten höherer Semester). Auch diese Quelle war mir sehr hilfreich.

Allgemeiner Maschinenbau ist nicht so spezialisiert wie zB. Fahrzeugtechnik oder Konstruktionstechnik. Das hat Vorteile, wenn Du Dir ein möglichst breites Einsatzfeld offen halten willst für den Berufseinstieg. Und es hat vielleicht Nachteile, wenn ein Arbeitgeber nur eine ganz spezielle Fachrichtung sucht.

Aber viel wichtiger als die Fachrichtung ist der erfolgreiche Abschluss des Studiums. Denn damit hast Du bewiesen, dass Du dich selbständig in komplexe Sachverhalte einarbeiten kannst, dass Du selbständig lernen kannst und dass Du kompetent bist, Lösungen für schwierige Probleme zu finden.

Das macht Dich zu einer Fachkraft, die in vielen Branchen und Unternehmen mehr denn je gefragt ist.

Und da betrachtet man eine nicht ganz passende Ausrichtung im Studium eher als zeitlich begrenztes Problem. Denn über die betriebliche Weiterbildung in den Unternehmen werden solche Lücken dann später Stück für Stück geschlossen.

Hallo!

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Studium Maschinenbau liegen jetzt schon über 30 Jahre zurück.

Was das Abbrechverhalten anbelangt, hat sich meines Wissens nach nichts verändert: Nach dem ersten Studienjahr ist mehr als die Hälfte wieder weg.

Das Studium ist anspruchsvoll und man/frau wird gefordert, keine Frage.

Die Spezialisierung innerhalb des Studiums ist mM nach heute wichtiger, denn je. Auch zu meine Zeit wählten die meisten die Richtung KFZ, meistens Motorenbau.

Heute wäre dies eine Sackgasse für die Zukunft. Wenn du dir die Stellenangebote ansiehst, dann ist ganz deutlich der Trend zum Elektroniker, Programmierer (Kfz-Berich) und Elektrotechniker festzustellen.

Und in diesen Bereichen ist auch der grösste Nachholbedarf. Die Zukunft - eigentlich schon die Gegenwart - des Automobils ist elektrisch/elektronisch.

Ich weiss nicht, in welche Richtung du dich spezialisieren willst, aber siehe dich um und verlasse die ausgetretenen Wege ... gehe neue Wege, deine berufliche Zukunft wird sicher sehr abwechslungsreich sein.

Du weisst ja, die drei 'L' gelten heute mehr denn je: Lebenslanges Lernen! Flexibilität, sicher das wichtigste Tool in deiner Zukunft.

Viel Spass, lG Bernd

Maschinenbau ist viel mehr als Automobilbau, ich war auch nie ein Autofreak. Trotzdem habe ich das Studium recht ordentlich hingekriegt und auch im Beruf guten Erfolg. Aber da muss man sich auch wirklich dafür interessieren und in einigen Fächern ganz ordentlich arbeiten 

Was möchtest Du wissen?