Maschinanbau-Studium sehr schwer?

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4 Antworten

Ob das schwer oder leicht ist, kommt drauf an. Ich fands anspruchsvoll aber nicht überfordernd.

Deine Noten werte ich so, dass du die naturwissenschaftlichen Fächer auf die Reihe kriegst, wenn du lernwillig bist. In der Klassenstufe war ich kurz am Durchfallen vorbei wegen hartnäckiger Faulheit. Dafür hatte ich aber viel Spass. Wenn du jetzt anziehst und den Oberstufenstoff auf Zweierniveau beherschst, sollte das reichen. Deine Fächerwahl ist jedenfalls schon mal gut.

Studieren kann man das auf klassischem Uniniveau oder an Fachhochschulen. Da gibt es gar nicht wenige Standorte in Deutschland. Gerade im Osten sind da die Möglichkeiten auch gar nicht schlecht. In Brandenburg gibt es auch eine TH.

Nach meiner Einschätzung ist der häufigste Abrechergrund eine grundsätzliche Fehleinschätzung. Die neuen Studenten erfreuen sich ihrer studentischen Freiheit und genießen gerne mal das Leben. Dann reicht es in einem Fach mal nicht und man versiebt eine Klausur. Macht nix, man hat ja eine Wiederholungsklausur. Beim Nachlernen kommen dann die aktuellen Sachen zu kurz und es kommt die nächste Wiederholungsklausur und so wird der Berg immer größer, den man vor sich herschiebt und der aktuelle Stoff wird immer mehr vernachlässigt. Die typischen Killerfächer sind Mathe und Mechanik.

Wenn man sich allerdings darauf einstellt, die ersten 4 Semester wirklich intensiv zu lernen und auf vieles an Freizeit zu verzichten, hat man so solide Grundlagen, dass dann der Rest kein Problem mehr ist. Und je länger es geht, umso mehr Freitraum gewinnt man. Dann kommt der Spass an dem was man in der Uni und der Freizeit macht, weil es dann in die Wahlfächer geht..

Der Vorteil bei einem Dipl.-Ing. liegt darin, dass es ein enorm breit gestreutes Tätigkeitsfeld gibt, sodass jeder seine Nische findet. Mit Schauspiel kannst du in den Vertrieb gehen, ohne Kreativität wirst du Prüfingenieur beim TÜV. Wer gerne tüftelt und viele Ideen hat, hat in Deutschland viele High-Tech-Firmen mit Entwicklungsabteilung. Auch im Ausland sind deutsche Ingenieure gerne gesehen. Aber der größte Vorteil: Ingenieure werden nach wie vor gesucht und ordentlich bezahlt.

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Bei mir liegt diese Entscheidung schon 38 Jahre zurück, darum ist mein Beitrag vielleicht nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Ich habe nach der 10. Klasse Gymnasium auf ein technisches Gymnasium gewechselt, mit dem Berufswunsch Ingenieur. Dort hatte ich Technik als Pflicht-Hauptfach und zusätzlich einige Praxis-Nebenfächer (diverse Werkstätten, technisches Zeichnen etc.). Ganz allgemein wurden die technisch-naturwissenschaftlichen Fächer höher bewertet und auch intensiver gelehrt als z. B. Sprachen. Wenn du schon weißt dass du diese Richtung einschlagen willst, dann ist es nicht schlecht. Du bekommst dann bereits vor dem Studium einige Grundlagen vermittelt.

Mir war nach dem Abitur klar, dass aus mir nie ein guter Techniker wird. Also bin ich danach umgeschwenkt auf einen anderen Beruf. Aber dafür war das TG eben auch gut: danach wusste ich sicher, dass Technik nichts für mich ist, und konnte es abhaken.

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Du bist in der 10. Klasse und schaffst es nicht einen Text so zu formatieren, dass der Leser eventuell einen besseren Überblick hat und nicht sofort die Lust verliert ihn zu lesen?

Aber zum Thema, ja es gibt Unis bei denen das MB-Studium keinen NC hat, dementsprechend voll ist es da auch (>1000 Erstsemestler). Aus diesem Grund wird im Grundstudium sehr stark gesiebt, und einige merken, wenn sie Glück haben, früh, dass das nicht der richtige Studiengang ist. Wenn über 60% Mathe 1 beim ersten Versuch bestehen ist das schon ein sehr gutes Ergebnis.

Problematisch ist, dass an der Uni mit sehr hohem Tempo neuer Stoff durchgegangen wird, mit der Schule kann man das nicht vergleichen. Wer da nicht wirklich die Übungen macht und die Vorlesungen nacharbeitet, der wird schnell merken, wie schwer es ist Stoff aufzuholen. Wobei das aber im ersten Semester nicht so viele Vorlesungen betrifft. Man muss sich selber engagieren und bekommt das Wissen nicht mehr so gemütlich beigebracht wie in der Schule. Generell kann man sagen, dass im Grundstudium der Stoff immer anspruchsvoller und komplizierter wird, sehr viel Freizeit bleibt einem da nicht.

Sollte man das Grundstudium überstanden haben, dann wird der Studiengang sehr viel angenehmer. Die Themen werden interessanter und man hat Spaß am Studium, aber, wie gesagt, die Grundlagen sind anspruchsvoll.

Kreativität braucht man nicht wirklich, aber man muss in der Lage sein Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden (Hauptstudium).

Du kannst dir mal diesen Youtube-Channel anschauen, der Professor ist so freundlich und lädt seine Vorlesungen dort hoch.

Mathe 1:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL9txSunocNHgQo4MzXtaZgUQ9Vu0XP6KH

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Hallo Tobias,

finde ich toll, dass Du Dir schon so zeitig Gedanken um das Studium machst und finde, dass es bei Eignung einer Ausbildung vorgezogen werden sollte.

Maschinenbau ist eine sehr gute Wahl. Klar wird es nicht immer einfach sein, aber bitte, es ist ein Hochschulstudium! Deine Lehrerin scheint die Lage an der Hochschule gut zu kennen. Vertrau Ihr. Wo willst Du studieren? Staune, dass es da  keinen NC gibt bei Maschinenbau.

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