Martin Luther, Reformation

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Luthers Vorfahren waren erbzinspflichtige Bauern am Westrand des Thüringer Waldes. Sein Vater überließ den Hof einem Bruder und sparte als einfacher Bergmann so viel Geld zusammen, dass er sich schließlich an Genossenschaften beteiligen konnte, die Kupfererz abbauten.

Martin Luther (eigentlich: Luder) wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren und wuchs in Mansfeld auf. 1501 begann er das Grundstudium an der Universität Erfurt. Jurist sollte er nach dem Willen seiner ehrgeizigen Eltern Hans (1459 - 1530) und Margarethe (1459 - 1531) werden. Doch der Sohn enttäuschte sie: Kurz nachdem er mit dem Magistergrad die Berechtigung erworben hatte, sich dem eigentlichen Fachstudium zuzuwenden, trat er am 17. Juli 1505 in das strenge Augustiner-Eremiten-Kloster in Erfurt ein – wie er es gut zwei Wochen zuvor gelobt hatte, als er auf dem Weg von Mansfeld nach Erfurt in ein furchtbares Gewitter geraten war und unmittelbar neben ihm der Blitz eingeschlagen hatte. Martin Luther reiste 1510 im Auftrag seines Ordens nach Rom, studierte Theologie und übernahm nach seiner Promotion im Jahr 1512 die Bibelprofessur von Johann von Staupitz an der Universität Wittenberg. Im Jahr darauf hielt er seine erste Vorlesung.

Der Dominikaner-Bettelmönch Johannes Tetzel begann 1517, im Auftrag Albrechts von Brandenburg Ablassbriefe zu verkaufen, deren Erlös für den Bau der Peterskirche in Rom bestimmt war. Tatsächlich aber sollte die Hälfte davon benutzt werden, um Albrechts Schulden bei den Fuggern zu tilgen. Der Hohenzollern-Fürst hatte sich mit dem geliehenen Geld eine nach kanonischem Recht verbotene Ämterhäufung von der Kurie erkauft: Er war Markgraf von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg, Administrator des Bistums Halberstadt, Erzbischof und Kurfürst von Mainz; zum Kardinal ernannte ihn Papst Leo X. 1518 auch noch. In der Regel wurde Johannes Tetzel vom örtlichen Klerus unterstützt.

Über Tetzels marktschreierischen Ablasshandel empörte sich der Wittenberger Theologe Martin Luther. Am 31. Oktober 1517 soll er 95 Thesen in lateinischer Sprache an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg angeschlagen haben, um fachkundige Theologen aufzufordern, die Auswüchse des Ablassgeschäftes zu diskutieren. Luther lehnte den Ablass nicht prinzipiell ab, aber er wandte sich gegen jede Leichtfertigkeit in Bezug auf das Sakrament der Buße. These 32 lautete: "Die werden samt ihren Meistern zum Teufel fahren, die vermeinen, durch Ablassbriefe ihrer Seligkeit gewiss zu sein." (Zitiert nach: Heinrich Pleticha (Hg.): Deutsche Geschichte. Bd. 6: Reformation und Gegenreformation, 1517 - 1618. Gütersloh 1987, S. 28)

Zu diesem Zeitpunkt war Martin Luther noch überzeugt, dass er seine Kirche gegen Missbräuche verteidigte; reinigen und reformieren wollte er sie. "Luther war über den Tumult eher erschrocken als erfreut." (Walther Peter Fuchs, a.a.O.) Doch die Universität Wittenberg vermochte die aufgrund von Luthers Ruf herbeiströmenden Studenten kaum noch aufzunehmen, und der Protest gegen die wohlhabende, verweltlichte, formalistische und ihrer eigentlichen Aufgabe entfremdeten Kirche brach sich Bahn.

Durch den Ablass-Streit wurde Martin Luther immer weiter getrieben in seiner Kritik, zunächst nur an Missständen in der Kirche, dann aber auch an der römisch-katholischen Lehre. Johannes Tetzel und der Ingolstädter Theologe Johannes Eck beschuldigten ihn schließlich der Ketzerei. Im Juli 1518 eröffnete die Kurie ein Verfahren gegen Luther und forderte ihn auf, nach Rom zu kommen. Wenn er der Vorladung gefolgt wäre, hätte ihn die Kirche möglicherweise auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen. Doch Luthers Landesherr, der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise, setzte sich für den engagierten Kritiker kirchlicher Missstände ein und erreichte, dass dieser nicht nach Rom zu reisen brauchte, sondern vom 12. bis 14. Oktober 1518 auf dem Augsburger Reichstag von dem päpstlichen Legaten Kardinal Thomas Cajetan de Vio verhört wurde.

Mehr unter http://www.dieterwunderlich.de/Luther_reformation.htm

"Diese Frage beantworten" steht auf dem Knopf, den ich gerade geklickt habe. Eine Frage sehe ich nicht, nur die Bitte, einem doch bitte schön den Referatsstoff vorzukauen. Frag', was Du nicht verstanden hast, und dann bin wahrscheinlich nicht nur ich bereit, zu antworten.

Martin Luther (eigentliche Schreibweise Luder) war der Begründer des modernen Terrorismus. Sein Anschlag hatte kollosale Wirkung, nicht nur auf sein Leben, sondern auch auf das Leben der heutigen Gemeinschaft.

Sein Wirken und seine heutige Verehrung in Einklang setzend, bedeutet das, dass wahrscheinlich Osama Bin Laden in 500 Jahren ein gefeierter Held sein wird.

kann mir jemand helfen (martin luther)?

Hallo,

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