Markt im Mittelalter (Hausarbeit)?

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"Mittelalter" ist ein dehnbarer Begriff. Handel und Märkte des Frühmittelalters unterschieden sich spürbar von Handel und Märkten seit dem Hochmittelalter und dem Aufkommen bedeutender städtischer Zentren. Dies nur als Denkanstoß.

Hier einige Themenvorschläge:

  • Welche Gründe führten zum Zusammenschluss von Kaufleuten zur "Hanse"?
  • Die Rolle des Geldes bei der Entstehung von regionalen und überregionalen Märkten.
  • Die Zisterzienserwirtschaft - Eigenproduktion oder Marktorientierung?
  • Gab es im Mittelalter einen "Welthandel" (Bemerkung: bezieht sich natürlich nur auf die damals bekannte Welt ohne Amerika und Australien!)?
  • Die Rolle der Märkte beim Stadtgründungsprozess des Hochmittelalters.

Noch ein paar Literaturhinweise:

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Die Märkte wurden fast ausschließlich in Städten abgehalten. jeder der auf diesem Markt etwas verkaufen wollte, musste am Stadttor einen kleinen Obolus entrichten. Noch einmal musste er beim Marktmeister bezahlen, damit der ihm einen Standplatz zuwies. Erst dann konnte man seinen Stand aufbauen und seine Waren verkaufen. Es gab für die Bauern so gut wie keine Konkurrenz. Die wenigen Händler aus der Stadt die neben ihnen die gleichen Waren anboten, mussten ihre Waren ein wenig teurer anbieten, weil sie ja den Einkauf wieder heraus holen mussten.

Neben den Waren der Bauern haben aber auch die Handwerker ihre Waren angeboten. Denn der Markt zog sehr viele Leute an, viel mehr als sich ihn ihre Werkstätten verirrten. Hin und wieder bot jemand Waren aus fernen Ländern an. So kannte man in den großen Städten schon damals Apfelsinen und Zitronen. Zudem boten auch Scharlatane, Heiler, Bader und Ärzte ihre Dienste an. Sie machten daraus so gut wie immer eine Show. Wenn jemand einen Zahn ziehen musste, dann war das Interesse des Publikums groß. Genau das war auch die Absicht, denn nur so fanden diese Leute neue Kundschaft. Wenn die Marktbesucher sahen dass der Zahn fachgerecht und schnell heraus gerissen wurde, dann überlegte es sich der eine oder andere und setzte sich selbst auf den Behandlungsstuhl.

Hin und wieder fielen Bestrafungen und Hinrichtungen auf die Markttage, so dass möglichst viele Leute das Spektakel verfolgen konnten.

Vielleicht findest du hier noch Ideen/Anregungen.

http://www.kzk.de/mittelalter.html

https://www.planet-schule.de/wissenspool/die-stadt-im-spaeten-mittelalter/inhalt/sendungen/die-stadt-im-spaeten-mittelalter/handel-handwerk-marktgeschehen.html

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/schulfernsehen/mittelalter-handel-handwerk-100.html

"Auf dem Marktplatz wurde gehandelt und gefeilscht. An den "Markttagen" durfte nur an festgelegten Plätzen gehandelt werden. Bevor eine Stadt jedoch einen Markt abhalten durfte, musste ihr zunächst das Marktrecht vom Landesherren verliehen werden. Das Marktrecht, in ihm waren zum Beispiel Regeln für den Kauf und Verkauf von Waren festgelegt, war eines der bedeutendsten Stadtrechte. Zusätzlich wurde vom Stadtrat eine Marktordnung erlassen, die Dinge wie die gültigen Maße, Zölle, Verbote und Strafen bei Gesetzesübertretungen regelte. Am Markttag boten nicht nur die ansässigen Bauern, Kaufleute und Handwerker ihre Waren an, sondern auch die Händler aus anderen Städten, die extra zum Markt angereist waren. In ihrem Angebot befanden sich vor allem teure Luxuswaren wie Gewürze, edle Textilien und Schmuck.

Seit den Anfängen der Stadtbildung waren Märkte die Zentren städtischen Lebens."

Quelle: http://www.geschichtsatlas.de/~gk2/leben/marktplatz.html

Wie wurde das Problem der Unterschiedlichen Maßeinheiten gelöst?

Hm... eine interessantes Frage eigentlich. Aber ich denke eine ganze Hausarbeit darüber zu schreiben wird doch etwas schwer...diese Frage ist mir tatsächlich etwas zu spezifisch haha

Aber vielen lieben Dank für den Vorschlag!

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