Marklergebühren trotzdem zahlen?

4 Antworten

In dem Maklervertrag müsste eigentlich geregelt sein, wie lange der durch den Makler erbrachte Nachweis des Kunden gültig ist. Natürlich hat der Makler einen Provisionsanspruch, auch nach Kündigung des Maklervertrags, wenn er einen Kaufinteressenten akquiriert hat, doch müssten dafür Fristen laufen, nach Ablauf derer der Nachweis nicht mehr provisionspflichtig ist. Ich schlage vor, den Maklervertrag daraufhin nachzulesen und falls dort nichts vermerkt ist, bei einer Konsumentenschutzvereinigung nachfragen, was die gesetzliche Regelung vorsieht, wenn der Vertrag nichts präzisiert.

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Kannst du auch mal bitte versuchen auf die Frage weiter unten zu Antworten? :) Wäre sehr nett von dir und mehrere Meinungen dazu zu haben ist doch schon wichtig für mich. ;)

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Der Immobilienmakler hat einen Anspruch auf die Provision wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt: a) Vermittlung des Abschlusses oder b) den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss. Da er dir die Kunden (das Ehepaar) als seine Kunden vorgestellt hat. Demnach wirst du wahrscheinlich die Provision zahlen müssen. Hier würde sich ein Vergleich ganz gut machen. Sprich, Ihr verhandelt mit dem Makler über die zu zahlende Provision.

Ja, denn Makler hat Anspruch auf seine Provision, wenn der Käufer durch ihn auf das Haus aufmerksam geworden ist. Das ist hier der Fall. Durch die Maklertätigkeit kam der Kaufvertrag zustande, der Makler hat Anspruch auf Provision. Ob ihr den Maklervertrag gekündigt habt, ist völlig unerheblich, denn das bedeutet ja nur, dass der Makler für euch nicht mehr tätig wird.

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Gibt es da keinen Weg drum rum? Denn unser Makler hatte uns damals mündlich gesagt das er auf die Provision verzichten würde wenn dadurch der Käufer bereit wäre das Haus zu kaufen. Und genau dieser Fall ist jetzt eingetreten. Der Käufer ist nicht mit dem Kaufpreis einverstanden wenn er noch die Maklerprovision zahlen muss.

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@Mirin82

nicht dass ich wüsste. Der Provisionsverzicht hätte schriftlich festgehalten werden müssen. Allerdings kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der Makler auf seine Provision freiwillig verzichtet. Das wäre ja so, als würdest du auf dein Gehalt verzichten. Wenn im Maklervertrag eine Käufer- sowie eine Verkäuferprovision vereinbart wurde, kann ich mir nur vorstellen, dass er auf die Käuferprovision verzichtet unter der Voraussetzung, dass auch der Verkäufer Provision zahlt. Das wird häufig so gehandhabt. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass die Käufer durch den Makler auf das Haus aufmerksam wurden. Der Makler hat also seine Arbeit geleistet. Das sollten die Käufer auch wissen.

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@StupidGirl

Ok die Geschichte ist aber etwas komplizierter als ich sie hier beschrieben habe. Jetzt mal der Rest:

Und zwar war der Makler damals bei einer anderen Immobilienfirma als heute. Seine neue Firma hat uns einen Vorschlag gemacht und zwar das Grundstück mit komplett neuer Häuser zu verkaufen aber eben zu einem anderen Preis wir bekommen unseren Preis und die Differenz gehört ihnen. Damit haben wir uns einverstanden gegeben und sie haben das ganze auch so irgendwo kA wo inseriert. Aber wir haben mit der neuen Firma nie einen schriftlichen Vertrag abgeschlossen sondern nur mündlich. Unser Makler mit dem wir keinen Vertrag haben behauptet nun das seine Firma und nicht er Geld verlange als Aufwandsentschädigung. Aber wir haben ja keinen schriftlichen Vertrag abgeschlossen somit denken wir das er nur behauptet das die Firma geld verlangt er sich das aber selber einstecken möchte so als Provision denn er behauptet das der Käufer bei der neuen Firma ja eingetragen sei was aber nicht sein kann da er zum Zeitpunkt der Besichtigung mit dem Ehepaar ja bei einer anderen Firma war.

Meine Frage nun: Kann die Firma Geld verlangen dafür das sie es inseriert haben usw. obwohl wir keinen schriftlichen Vertrag haben? Mündlich kann man auch Verträge abschließen aber das zu Beweisen ist ja nicht so leicht :)

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@Mirin82

Kompliziert, aber für den Hausverkauf mit dem derzeitigen Kaufinteressenten ist die Immobilienfirma zuständig, bei der der Makler vorher war. Demnach stünde m. E. die Provision dieser Firma zu und nicht der neuen, denn die haben zum Hausverkauf nichts geleistet. Allerdings haben auch sie es inseriert. Aber für derartige Fälle solltet ihr vielleicht bei Haus & Grund nachfragen, wenn ihr dort Mitglied seid, zumal mir der Makler etwas suspekt ist.

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@Mirin82

Es steht nur der Maklerfirma eine Provision zu, mit der Ihr den Maklervertrag gezeichnet hattet. Wenn der Makler das Unternehmen verlassen hat, kann er nicht den Provisionsanspruch mitnehmen, es sei denn, Ihr hattet mit ihm persönlich den Maklervertrag gezeichnet. Zur letzten Frage, ein Maklervertrag sollte unbedingt schriftlich vereinbart werden. Sollte ein mündlicher Vertrag zustandegekommen sein, gelten nur die gesetzlichen Bestimmungen, aber jeder Schriftverkehr mit dem Makler (e-Mails, Faxe, ...) können durch ihn natürlich herangezogen werden, um belegen, dass eine Vereinbarung bestanden hat. Es wird für ihn indessen sehr kompliziert, da Ihr als Verbraucher Schutz geniesst. Ich fürchte nun allerdings, dass dieser Fall die Kompetenz dieses Forums etwas sprengt. Solange der Makler nicht formell gegen Euch vorgeht, würde ich die Sache auf mich zukommen lassen.

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@Mirin82

Also ich würde als Immobilienmakler auch auf die Provision bestehen, da er den Kontakt hergestellt hat. Wenn er mündlich von diesem Verzicht gesprochen hat, sollte diese vielleicht noch einmal neu verhandelt werden, aber keine zahlen finde ich dem Makler gegenüber unfair.

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Ist ein Makleralleinauftrag mündlich zustande gekommen und wenn ja, gültig ab wann?

Makler wird vom langjährigen Kunden angerufen. Für diesen Kunden wurde bislang mehrfach vermietet. Der bisherige Vermieter möchte jetzt verkaufen und bittet den Makler um einen Verkehrswerteinschätzung sprich Preis der Immobilie. Es wird ein Termin vereinbart.

Bei dem Termin erklärt der Makler seine Vorgehensweise und regt an zeitnah mit dem Mieter zu sprechen aufgrund Vorkaufsrecht des Mieters.

Es handelt sich um einen Bungalow mit Einliegerwohnung. Also die größere "Wohnung" bewohnt der Verkäufer und die andere, kleinere Whg. ist langjährig vermietet an ein sehr altes Ehepaar. Der Vermieter teilte bereits mit, dass er nicht davon ausgeht, dass der Mieter (aufgrund des hohen Alters) die Immobilie selbst kaufen will.

Das Ergebnis des 1.persönlichem Treffen war: Makler teilte mit, welche Unterlagen der Verkäufer besorgen / raussuchen soll. UND, dass dieser mit dem Mieter zwecks Vorkaufsrecht sprechen sollte.

Um fair und ehrlich zu sein, lässt der Makler den qualifizierten Makler-Alleinauftrag bei dem Verkäufer, damit dieser in Ruhe diesen durchlesen kann in der Annahme, dass der Vertrag dann beim nächsten Treffen nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich geschlossen wird. (und weil er davon ausging, dass der Verkäufer (sprich früherer Vermieter) immer sehr fair und ehrlich war.

Dann der Knackpunkt: Der Verkäufer spricht mit Mieter. Der Mieter wiederrum erzählt es seinem Schwiegersohn, der als Bauingenieur die Immobilie kaufen will und zeitnah den Verkäufer mit seiner Kaufabsicht konfrontiert. (per email an Verkäufer natürlich mit Hinweis, dass er aufgrund von Vorkenntnis keine Maklerprovision zahlen würde). Außerdem hat der Makler inzwischen schriftlich eine Preiseinschätzung / Verkehrswert ermittelt BEVOR der Verkäufer mit dem Mieter gesprochen hat.

Der Makler hat 1 Tag später (nach der Email) einen 2.Termin mit dem Verkäufer und sagt, dass er ggf. an den "Vorkenntnis"-Käufer = Schwiegersohn Mieter verkaufen würde.

Anspruch des Makler auf irgendetwas?

Fakten: - Der Verkäufer hat nur auf Anraten des Maklers zu diesem Zeitpunkt mit dem Mieter gesprochen - Der Mieter hat die Verkaufsabsicht an den ggf. Käufer weitergegeben, nicht der Verkäufer - Der Verkäufer hätte auch an dem 1. Tag (ca. 2 Wochen vorher) den Makler-Alleinauftrag unterschrieben, wenn der Makler darauf bestanden hätte. - Die Preiseinschätzung des Maklers war Auslöser dafür, dass der Verkäufer seinen Preis für richtig erachtet hat und erst dann "aktiv" geworden ist

Ein Makler-Alleinauftrag bedarf ja nicht der Schriftform, sondern kann (theoretisch) auch mündlich abgeschlossen werden.

Vielen Dank für Meinungen, Tipps, Anregungen, Ideen.

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