Marihuana hilft mir gegen Depressionen, kann ich es mir verschreiben lassen?

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9 Antworten

Es gibt Diskussionen, dass Marihuana für Therapien versuchsweise legalisiert werden soll – allerdings nur für Schwerkranke (Krebs- und Schmerzpatienten sind Hauptgegenstand der Diskussion) und unter strengen Auflagen. (Kann sein, dass es schon durch ist.)

Derzeit ist das bei psychischen Problemen aber nicht möglich, nein.

Als guten Rat noch zwei Dinge: Psychopharmaka selber zu dosieren, ist nicht empfehlenswert, da diese Langzeitwirkungen und auch Nebenwirkungen haben können. Pass damit also auf. Wenn du dich an dem Tag an dem du die Dosis erhöht hast, schon besser gefühlt hast, halte ich das für eine Art Plazebo-Effekt. Sei vorsichtig mit soetwas – das kann eine Nebewirkungen hervorrufen und das Ausschleifen später weit schwieriger gestalten.

Was das Marihuana betrifft: Ich sehe, dass es dir gut tut und auch das Konflikte lösen ist sicherlich eine positive Sache. THC wirkt aber im allgemeinen nicht stimmungsaufhellend, sondern stimmungsverstärkend und kann je nach deiner Grundstimmung auch schnell mal eine gegenteilige Wirkung haben… Denke zwar, dass du das weißt, aber ich will es für etwaige andere (vielleicht auch jüngere) Leser festhalten.

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Kommentar von user8787
25.05.2016, 06:23

THC wirkt vor allem beruhigend und entspannend....ich bin seit paar Monaten in einer Sativex Studie. Hier hat man Psychopharmaka gegen Cannbis ausgetauscht um ein Trauma mit Panikstörung in der Griff zu bekommen. Und es läuft gut..... :o) Ich finde das ist eine hoffnungsvolle Alternative zu hoch dosierten Bezos. Benzos erzeugen gefähliche Abhängingkeiten, das Gefühl habe ich bei Satvex nicht. Hier lässt sich das sehr gut überschauen und auch mal einfach weglassen. 

Bei Depressionen ist man hier generell nicht so überzeugt, das der Wirkstoff dämpft. Auch THC nicht mit Antidepressiva kombiniert werden. Wechselwirkungen sind quasie vorprogrammiert. 

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Wenn es sich um echte Depressionen handelt und nicht nur um situationsbedingte Verzweiflung oder Melancholie, ist das wohl möglich. Im Moment ist das sogar bei den Politikern im Gespräch, ob das Rauschmittelgesetzt schon dahingehend geändert wurde, weiß ich gerade nicht.

Aber es ist ja allgemein bekannt, dass unsere Politiker durchweg effektiv, unbürokratisch und in atemberaubendem Tempo arbeiten. :-DDD

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Es gibt die Möglichkeit, sich den Mist verschreiben zu lassen.. Aber die Chancen dafür sind absolut unnatürlich gering, soweit ich weis. Nur wenn du wirklich absolut todeskrank bist, selbst die Ärzte sagen, dass du nicht mehr lange zu Leben hast, und vor Schmerzen schreien musst, könnten die Chancen höhen liegen.

Nun ein Tip gegen deine Sm-Gedanken.. Mein besster Freund hatte auch Depressionen. Er hatte es seit dem 14 Lebensjahr, hat es jedoch nie wirklich jemandem erzählt, weil er Angst davor hatte, dass er als "krank" behandelt wird. Depr. zu sein ist nicht normal, aber auch nicht "unnormal". Drei Augen zu haben ist "unnormal", aber nicht deine Krankheit. Ziemlich viele Menschen haben damit zu kämpfen, merken, oder etwa sagen es jedoch niemandem. Ich habe mal zuletzt gelesen, (war vor zwei Jahren soweit ich weis) dass ungefähr jeder vierte, bis jeder siebte männlicher Staatsbürger bereits ein mal aufgrund dieser Krankheit "nachgedacht" hat. Ob dies stimmt ist schwer zu sagen. Was ich aber damit sagen möchte: Vertrau dich jemandem damit an! Mit jemandem, wo du ganz genau weist, dass er es niemandem erzählen wird! Und jemandem, wo du auch weist, dass es deine Beziehung mit ihm nicht ändern wird. Während ich hier so schreibe, meine ich dass ein "freundlicher Arzt" oder der netter Nachbar oder Nachbarin, mit der du sowieso nicht soo viel zu tun hast, es vielleicht wissen sollte. Rede damit offen und ehrlich zu anderen Personen! Das ist was mein bester Freund, der das etwa drei bis vier Jahre lang hat durchmachen müssen, auch gemacht hat, und was ihm schließlich geholfen hat. Er hat sich einer Freundin zugewandt, die ihm, so hat er es mir zumindest beschrieben, es im "Nebenbei" erwähnt hat, dass sie vier Jahre lang auch diese "Gedanken" hatte. Das hat ihn dazu ermutigt, "es" ihr zu erzählen. Und das hat schlussendlich auch geholfen.

Was ihm noch geholfen hat weis ich noch, war das Gebet zu Gott. Und wenn du mich fragst, ist es das, was ihn schlussendlich auch die ganze Zeit am Leben erhalten hat. Er hatte ziemlich viele down-phasen, wo er ziemlich traurig war, hat dann Abends immer gebetet, dass er nicht mehr daran denken soll, wenn du weist was ich meine, und dass Gott ihm bitte hilft. Und es hat geholfen. Ohne Cannabis, ohne Chemie, die dem Körper nicht gut tut.

Ohne selber Erfahrung damit zu haben mein Tipp: Suche das Gebet zu Gott, zähle jeden Abend mindestens drei bis vier Dinge auf, die gut waren, auch wenn es nur das leckere Frühstück war oder ein Lächeln von einem hübschen Mädchen, und vertrau dich Menschen an von denen du weist, dass sie das selbe durch gemacht haben und frag sie ob du dich ihnen anvertrauen kannst!

Abgesehen davon dir einen guten Rat versuchen zu geben, werde ich dich in mein Abendgebet einschließen. Und ich bin mir sicher, dass Gott und alles andere was ich dir vorgeschlagen hat, dir helfen wird.

Du schaffst das, ich glaub an dich!

-Elias

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Seit einigen Jahren ist in DE mit Genehmigung der Bundesopiumstelle eine ärztlich begleitete Selbsttherapie mit Cannabis-Blüten aus der Apotheke möglich. Cannabis gilt auch in DE bereits bei einigen psychischen Störungen mehr oder weniger offiziell als wirksam. Voraussetzung ist natürlich, dass man einen Arzt hat oder findet, der bereit ist, einen dabei zu unterstützen. Weitere Voraussetzungen für Antrag und Erlaubnis kannst du auf bfarm.de einsehen. LG

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Das man Depressionen mit THC behandeln kann ist mir nicht bekannt, im Grunde hat es  die gleiche Wirkung wie Antidepressiva, aber Probleme lösen sich nicht wenn man sie ignoriert. Stimmungsaufheller können in einer guten effektiven Therapie helfen den Patienten zu unterstützen auf neue Gedanken zu kommen um mit ihm arbeiten zu können aber auf dauer sollte man darauf hinarbeiten dass es auch ohne geht.

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Nach derzeitigem Rechtsstand gilt eine Freigabe und damit die verbundene Abgabe von Marijuana nur für Krebspatienten. Depressionen fallen meines Erachtens nicht unter den legalen Verkauf von Marihuana.

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Hallo!

Marihuana hilft mir gegen Depressionen

Das sagen andere z. B. auch von Alkohol. Es ist ein Pyrrussieg, Du musst einen anderen Weg finden.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Momentan noch nicht, also nicht für Depressionen. 

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