Marienkäfer---Winterschlaf?!

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Marienkäfer überwintern nach einer cleveren Taktik. Nach einer Fünf-Punkte-Taktik sozusagen.

Punkt eins: Sie suchen sich einen Ort, an dem sie geschützt sind. Unter Laub oder Moos, in tiefen Baumritzen oder unter dicken Felsbrocken. An solchen Plätzen sind sie dem direkten Frost nicht ausgesetzt. Temperaturen von Minus 10 bis Minus 15 Grad können sie aber gut aushalten.

Punkt zwei: Sie haben die richtige Körperflüssigkeit. Der Marienkäfer hat, wie viele andere Insekten, in ihrer Körperflüssigkeit eine Art Frostschutzmittel, damit sie im Frost nicht zerplatzen. Das funktioniert so ähnlich, wie das Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage vom Auto.

Punkt drei Die Marienkäfer überwintern zusammen mit anderen Marienkäfern in großen Gruppen. Bis zu 100 Marienkäfer kann man im Winter an einer guten Überwinterungs-Stelle finden. Damit sie sich gegenseitig finden können, sondern die Tiere einen Duftstoff ab.

Punkt vier Ein Ziel der Gruppen-Überwinterung ist, dass sie im Frühling in der Gruppe ganz leicht einen Partner finden – für die Eiablage. Sie sparen kostbare Zeit, denn eine lange Partner-Suchwanderung ist dadurch unnötig.

Punkt fünf Die Marienkäfer versuchen, nicht auf Verlockungen rein zu fallen. Da sie unter einem Laubhaufen, unter Moos oder irgendwo anders versteckt sind, spüren sie kurzzeitigen Sonnenschein nicht sofort. Sie glauben also nicht aus Versehen, dass der Winter schon vorbei ist. Sonst würden sie schnell verhungern, denn wer zu früh aufwacht, findet noch kein Futter.

Wichtig zu wissen Keine Marienkäfer im Winter wecken – durch Anhauchen oder in die Wohnung holen, oder so. Lieber draußen in Ruhe weiterschlafen lassen!

QUELLE

http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2003/00337/

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