Mann sprüht meinen Hund mit Pfefferspray an, welche juristischen Möglichkeiten habe ich?

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23 Antworten

Warum überlegst du nicht lieber, welche Fehler DU gemacht hast.

Warum nur sind immer die anderen schuld, wenn es um das eigene Fehlverhalten geht?

- Fast überall gilt ein Leinenzwang - wahrscheinlich auch dort, wo der Vorfall passiert ist? Dann hättest du grob fahrlässig gehandelt.

- Ein unangeleinter Hund hat IMMER sofort abrufbar zu sein - scheinbar greift deine Erziehung nicht so wirklich

- Ein Hund hat niemals einen Menschen zu bedrohen - und auf einen Menschen zuzugehen und zu bellen stellt schon eine Bedrohung dar.

- Die "der tut nix"-Hunde sind landläufig allgemein bekannt

- Anstatt dich verbal zu rechtfertigen (der tut nix) hättest du lieber den Hund gesichert und ihn "beschützt".

Wegen deiner Unfähigkeit musste dein Hund nun leiden.

§ 34 StGB - Rechtfertigender Notstand:

"Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben,
Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat
begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt
nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen,
namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen
drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte
wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein
angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden."

Sicher ist immer zu fragen, ob die Gefahr (und so hat der Mann deinen Hund eben empfunden, er muss sich nicht erst angreifen und beißen lassen) ob das Spray das angemessene Mittel war. Aber sonst hätte der Mensch nur seine Hände oder Füße zur Abwehr verwenden können - und in die hätte der Hund dann beißen können.

Und Zeit, um alles ausführlich zu überlegen und gegeneinander abzuwägen, hat man in so einer Situation eher nicht.

An deiner Stelle wäre ich also sehr "still" und würde mich eher bei dem Mann und deinem Hund entschuldigen.

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Der Hund hat noch nie jemanden gebissen.

Und der Mann muss nicht abwarten ob er vielleicht der erste ist.

Als Halterin eines Schäferhundrüden geht mir bei Leuten wie dir das Messer in der Tasche auf. Kein Wunder dass alle Leute Angst vor großen Hunden haben wenn Halter wie du unterwegs sind. Alle anderen baden das dann aus.

Selbstverständlich gehört ein Hund bei Fuß und - wenn man sich nicht 100% sicher sein kann dass er da bleibt- auch an die Leine wenn Fremde entgegenkommen. Das ist eine Frage der Höflichkeit und Rücksichtnahme.

Hast du zum einen die Erziehung so versaut dass er Menschen anbellt bleibt er an der Leine oder du musst zumindest doppelt vorausschauend sein und rechtzeitig anleinen das sich niemand bedroht fühlen kann.

Zuzuschauen wie der auf jemand zugeht und dann noch dumme Sprüche loslassen statt deinen "irritierten" Hund umgehend einzusammeln und dich zu entschuldigen ist dann noch der Gipfel.

Dein Hund tut mir leid aber den Passanten kann ich verstehen. Wenn mein Hund sich so benehmen würde wäre ich nicht überrascht wenn Leute aus Angst so reagieren.

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Ganz ehrlich? Der Mann hatte Angst vor deinem unangeleinten Hund, hat dir zu verstehen gegeben, daß du den Hund wegnehmen sollst, und du konntest oder wolltest deinen Hund nicht abrufen.

Daß er sich da selber hilft, ist ihm nicht zu verdenken. Sei froh, daß er dich nicht angezeigt hat und laß es dir eine Lehre sein.

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"der tut nix" typische antwort eines hundehalters, der zu faul ist, den fehler bei sich zu suchen...

der mann hat stop gesagt, warum rufst du deinen hund dann nicht zurück?

wegen solchen hundehaltern wie dir kommt der rest auch in verruf...

nein, du kannst ihn nicht anzeigen. warum auch? das war notwehr im weiteren sinne.
der mann hatte offensichtlich angst oder es war ihm einfach unangenehm, er hat einmal gewarnt, und die situation dann selber gelöst. da du ja anscheinend ausserstande warst, das zu tun.

dein hund tut mir leid.
ihm gings nicht schlecht wegen dem mann, sondern wegen deinem fehlverhalten.

wenn mein hund auf andere menschen zulaufen und sie anbellen würde, wär das für mich ein grund für schleppleine und einen ordendlichen trainer...

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Hallo,

eventuell könnte es sich um einen Fall von Sachbeschädigung handeln, da der Hund den Mann aber "bedroht" hat, könnte durchaus ein Rechtfertigungsgrund vorliegen und der Mann wäre "aus dem Schneider". Zivilrechtliche Ansprüche wären noch eine weitere Möglichkeit (etwaige Behandlungskosten), aber auch da sehe ich schwarz, da der Mann sich nur verteidigt hat.

Du kannst eigentlich froh sein, dass deinem Hund nichts schlimmeres passiert ist und der Mann keine Anzeige beim OA gemacht hat. Das "Der tut nix" ist nicht wirkluich eine hilfreiche Einwirkung auf einen Hund der bellend auf einen Passanten zu geht. Aus genau diesem Grund hat man es als Hundehalter schwer. Wenn du anderen Leuten begenest pfeif den Hund ran und leine ihn an - dann kommt sowas auch nicht mehr vor°!

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Der Hund muss nicht erst beißen um eine bedrohung darzustellen. Der Mann hat sich offensichtlich bedroht gefühlt und sich preventiv gewehrt. Das ist gegenüber Hunden gang und gebe. Ich bin selbst hundebesitzer und muss diesen mann verteidigen. Wenn jemand angst vor hunden hat und dann ein schäferhund auf ihn zukommt und anbellt wird das schnell als bedrohung gesehen. Möglichkeiten ihn zu verklagen gibt es aber die sind seeeeeehr aussichtslos

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Vielleicht hatte der Mann (vielleicht ungerechtfertigter weise) tatsächlich Angst vor dem Hund und sich verteidigt? Wenn ein fremder, unangeleinter Hund jemanden gezielt anbellt kann das schon arg unangenehm sein. Der Mann weiß ja nicht das es ein unbescholtener Hund ist. Für deinen Hund tut es mir Leid, aber ich kann auch den Mann verstehen.

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Der  so bedrohte Mann hätte dich anzeigen können. Schade, dass er es nicht getan hat. Den Schaden hast du deinem Hund zugefügt!

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Der Mann hatte Angst vor deinem Hund. Statt zu beschwichtigen hättest du das Tier an die Leine nehmen müssen!

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Erstens: Der Hund geht bei Fuß oder an der Leine. Wenn er nicht hört MUSS er an der Leine gehen!

Zweitens: Es gibt einen Beißkorb... den man dabei haben sollte. Bei so großen Hunden sollte das eigentlich klar seien...!

Drittens: Du weißt nicht in welcher Stimmung der Hund ist. "Er tut nichts" hilft weder dem Hund noch dem Mann! Du hättest den Hund SOFORT an die Leine nehmen müssen!

LG Alex

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Du hattest deinen Hund abrufen müssen, statt dem Mann was zuzurufen. Mach das bitte in Zukunft, heutzutage hat Hinz und Kunz ein Pfefferspay in der Tasche.

Wenn er sich bedroht gefühlt hat, durfte er sich auch wehren, bzw. vorbeugen. Laß es gut sein und kümmere dich um deinen Hund und mach es in Zukunft besser.

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Kommentar von Bitterkraut
30.01.2016, 16:06

Und arbeite mit deinem Hund an der Sache. Der hat Menschen nicht anzubellen, d.h., du mußt dem Hund mehr Sicherheit vermitteln. Im Freilauf soll der Hund fremde Menschen möglichst nicht beachten, d.h. er soll seines Weges gehen und nicht sichern und nicht stellen! Und somit auch nicht bellen.

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Er steht voll im Recht. Offiziell ist das Pfefferspray nur für Tiere gedacht. Das klingt hart aber du bist Schuld daran. Was hat dein Hund denn für eine Erziehung genossen, wenn er einen Mann grundlos anbellt und damit nicht mehr aufhört? 

Ich hätte es genauso gemacht. Sei froh, dass der Mann deinen Hund nicht mal eben zur Seite getreten hat. Selbst dann hätte er Recht bekommen.

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Ich liebe die *der tut nix*-Hunde.

Der Anstand erfordert den Hund abzurufen und anzuleinen. Das gehört für mich zum 1x1 der Hundehaltung.

Es gibt Menschen die Angst vor Hunden haben. Schon mal drüber nachgedacht?

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Es nützt nichts, dem Passanten zu sagen, dass der Hund nichts tut. Erstens reagieren Tiere manchmal ganz anders, als du es als Halter voraussehen kannst und zweitens versetze dich in die Situation des anderen Menschen. Er kennt deinen Hund nicht und hat Angst, ist vielleicht in Panik geraten.

Warum leinst du den Hund nicht an? Dann kommst du nicht in solche Situationen. Du bist der Hundehalter und hast die Pflicht, dafür zu sorgen, dass der Hund andere Menschen nicht bedroht. Anbellen ist eine Bedrohung. Das Verschulden liegt also bei dir.

Ich kann die andere Person verstehen. Offenbar ist er in Panik geraten, weil die Bedrohung ziemlich groß gewesen sein muß. Anzeigen wegen was?? Nein. Wenn er deinen Hund totgeschlagen hätte, hättest du eventuell zivilrechtliche Schadenersatzansprüche gehabt. Tiere werden laut Gesetz wie eine Sache behandelt.

Leine deinen Hund in Zukunft an und passe besser darauf auf, dass Passanten nicht von ihm bedroht werden.

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Kommentar von Bitterkraut
30.01.2016, 16:13

Nein, Tiere werden nicht lt. Gesetz wie Sachen behandelt. Deshalb haben wir ein Tierschutzgesetz, aber kein Sachenschutzgesetz. Allerdings kann ein Hund kein Schmerzensgeld einklagen oder keine Rente oder dergleichen. Im Zivilrecht werden die wie Sachen behandelt.

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Wie wärs wenn du deinen Hund anleinst wenn er nicht hört...

Wieso willst du den Mann anzeigen, wenn dein Hund den Mann ankläfft und anstatt zu rufen er tut nix den Hund mal holen.

Er hat sich nur verteidigt, zwar bissel übertrieben. Aber wer weiß wie oft er von Tut Nixr schon gebissen wurde.

Anzeigen kannst du grundsätzlich jeden für alles

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Du solltest eher den Hund erziehen. Niemand möchte von einem Köter angeraunt werden. Es ist nun mal so dass sich der Hund fügen muss. Vor Gericht hättest du keine Chance da 1.) der Besitz von Pfefferspray erlaubt ist und 2.) ist es verständlich dass der Mann den Spray zu Selbstverteidigungszwecken eingesetzt hat. Also wird wohl nichts. 

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Selbst wenn der Mann deinen Hund geschlagen und verletzt hättest, wärst DU schuld an der ganzen Situation. Pass auch, dass du nicht angezeigt wirst.

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ich wäre da auch skeptisch, wenn es heisst, der tut nichts.

scheint ja so, als ob du den hund nicht unter kontrolle hattest.

ich bin zwar ein hundefreund, aber wenn ich sehe, was da heute an hunden und besitzern unterwegs ist, kann ich die reaktion voll verstehen

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**Der Hund hat noch nie jemanden gebissen.**

Das sage ich bei meinem auch, ich bin aber auch klug genug einen Nachsatz zu denken: "einmal ist immer das erste Mal". 

Ich würde für meinen Hund niemals die Hand ins Feuer legen. Ich könnte sie mir durch ganz dumme Umstände fürchterlich verbrennen.

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Ich kann die Reaktion verstehen. Woher soll denn jemand wissen, ob der Hund nichts tut? Nur weil man sagt "Hunde die bellen beißen nicht"?

Führ Deinen Hund an der Leine, dann passiert so etwas nicht.

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