"Manfrotto MK294A3" oder "Cullmann Magnesit"

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2 Antworten

Bei Stativen scheiden sich die Geister und es kommt immer wieder zu regelrechten Grabenkämpfen. Von daher rechne mal damit, dass Du, egal für welches Stativ Du Dich letztlich entscheidest, mit Sicherheit von irgendwem hören wirst, dass Du Schrott gekauft hast. :-) Aber lass Dich nicht abschrecken, das ist wohl in jedem Hobby so.

Ok, eines vorweg: Wofür benötigst Du das Stativ überhaupt?

Ein Drei-Wege-Neiger lässt vermuten, dass Du es hauptsächlich zum Filmen verwenden möchtest. Da mittlerweile alle Kameras mit fast permanent mitlaufenden Bildstabilisatoren arbeiten, ist hier ein Beton-Stativ tatsächlich nicht so wichtig, wie es das beim Fotografieren wäre. Dennoch ist ein Stativ immer erst dann sinnvoll, wenn es auch eine Mindeststabilität hat. Schau also nicht zu billig, die von Dir angesetzten 120 Euro sind meiner Meinung nach absolutes Minimum. Allerdings ohne Kopf! Wobei hier fürs Filmen eh erst ein Fluidkopf sinnvoll wäre, der auch noch einmal ordentlich ins Geld geht.

Aber kommen wir mal zu Deinen Vorschlägen: Ich kenne beide von Dir vorgeschlagenen Stative leider nicht aus eigener Benutzung, hatte aber früher ein Cullmann Magnesit 525 und bin jetzt sehr viel zufriedener mit meinem Manfrotte 055XPROB. Ich kann Dir allerdings nicht sagen, ob das auf Deine Modelle übertragbar ist. Das wirst Du leider selber herausfinden müssen.

Cullmann hat meiner Meinung nach leider zu Unrecht das Image eines Billigheimers. Dennoch empfinde ich ein Manfrotto in derselben Preisklasse als durchweg hochwertiger. Aber das ist natürlich sehr subjektiv, ich kann mich da auch täuschen.

So oder so, es wird wohl kein Weg daran vorbeiführen, Dir die Stative mal in natura anzusehen und anzufassen. Denn schließlich musst Du damit auch rumlaufen und das Teil bedienen, da sollte es Dir schon recht gelegen kommen.

Im Übrigen hört man immer wieder Gutes über Stative von Bilora und Giottos. Schau Dir die doch auch noch mal an.

Die Manfrotto-Taschen sind übrigens echt gut! Und im Netz bekommt man die auch recht günstig (ungepolstert ab 25 Euro). Allerdings würde ich mir heute keine Stativtasche mehr kaufen, sondern einfach einen Trageriemen verwenden. Ist auf lange Sicht echt praktischer, auch wenn die Tasche das Stativ natürlich auch ein wenig schützt. Aber Du hast halt immer diese nervige Tasche dabei.

Schlotterbuex

Die alte Regel sagt: Das beste Stativ ist das, was man auch mitnimmt! ;)

Und das ist wirklich ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wenn das Teil sperrig ist und schwer, dann hat man keinen Bock aufs Schleppen und denkt sich, dass man dieses eine Mal wahrscheinlich auch kein Stativ benötigt. Vor allem, wenn man mit Leuten einfach nur mal so unterwegs ist. Dadurch habe ich mir schon einige Bilder versaut und mir dann ein Carbon-Stativ gekauft, dass 1 kg wiegt. Seitdem habe ich immer ein Stativ dabei. Also achte da auch auf Packmaß und Gewicht.

Dann würde ich mir auch anschauen, wie die Verschlüsse der Beine sind, wie man die Beine ausklappen kann. Mit Mittelsäule oder ohne? Wie ist die Mittelsäule verstellbar? Da gibt es wirklich eine Menge Details die einem immer erst bei der Benutzung negativ auffallen.

Letztlich solltest Du Dir Deine Ausrüstung anschauen und dann auch ein Stativ wählen, dass eine ausreichende maximale Belastbarkeit hat. Und ausreichend heißt, dass das Stativ mehr tragen können sollte, als Deine schwerste Ausrüstung wiegt.

Hier gibt es eine kleine Übersicht über diverse Stative. Ist noch lange nicht vollständig, aber Cullmann und Manfrotto sind dabei, vielleicht hilft's was: http://www.stativmeister.de/stativ/

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