Mandelentzündung nach begonnener homöopathischen Behandlung möglich?

11 Antworten

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Es ist durchaus möglich, das Du in das homöopathische Bild gefallen bist. D.h. Du hast exact die Sympthome entwickelt, bei dem das hom.Mittel eingesetzt wird. Es kann evtl. an der Verdünnungsstufe liegen.

Nehme keinesfalls Antibiotika, denn damit unterdrückst Du ausschließlich das Sympthom und die Ursache wird unbehandelt in Deinem Körper abgespeichert.

Wenn Du Dir als Laie selbst hom. Einzelmittel heraussuchst, gehe sehr gründlich vor und prüfe, ob alle genannten Anzeichen mit Deinen vorhanden Krankheitszeichen übereinstimmen.

Zu den seelischen Hintergründen: Eine Mandelentzündung deutet immer darauf hin, das Du Dinge geschluckt hast, die Dir komplett gegen den Strich gehen.

Lerne Aggressionen auszudrücken und Dich Deiner Haut zu wehren und lerne unbedingt, Dich abzugrenzen, wenn es reicht. Setze Dich damit einmal auseinander und wenn Du erkannt hast, um was es sich handelt, bearbeite es und Du wirst sehen, Deine Mandelentzündung wird sich schnell verabschieden. toi, toi, toi

Eitrige Mandelentzündungen können durch Streptokokkus pyogenes verursacht sein. Laut Infektionsschutzgesetz dürfen Heilpraktiker diese nicht behandeln. In jedem Falle ist in einem solchen Fall ein Arzt hinzuzuziehen. Gibt es einen Abstrich? So eine Infektion kann auch die Herzklappen oder Nieren schädigen - kein Spaß.

Sei bitte vorsichtig - übrigens: Ich bin HP und glaube auch nicht alles. Es gibt einen gesetzlichen Rahmen und eine Menge evidenter Verfahren, der man sich auch bedienen kann.

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@Roferu

Wenn der Mensch nicht die Disposition für die jeweilige Krankheit hat hat, erkrankt er auch nicht daran.

Ein Beispiel: warum erkranken nicht alle Menschen, die Lepra Kranke pflegen an Lepra?

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Zu den seelischen Hintergründen: Eine Mandelentzündung deutet immer darauf hin, das Du Dinge geschluckt hast, die Dir komplett gegen den Strich gehen.

Das könnte glatt von dem Esoteriker Rudiger Dahlke stammen

https://www.psiram.com/ge/index.php/R%C3%BCdiger_Dahlke

Nun - da die Homöoopathie ja bis heute nicht mehr von Viren oder Bakterien weiß als seinerzeit Hahnemann (also mit anderen Worten: Nichts) müssen sich Homöopathen eben neue Krankheitsursachen zusammenspinnen.

Wobei ja laut Hahnemann für jede Krankheit eine "Verstimmung der Lebenskraft" die Ursache ist.

Seltsam nur, dass es in der Vergangenheit auf Kreuzfahrtschiffen oft zu massenhaften Durchfallerkrankungen bei den Passagieren kam. 
Und ich denke doch, dass das Noro-Virus dafür eine weit bessere Erklärung liefert als eine "Verstimmung der Lebenskraft" von der viele Passagiere bei ihrer lang ersehnten Kreuzfahrt betroffen waren.

Ich frage schon gar nicht wie Alternativmedizin überprüft haben wollen, dass Mandelentzündungen dadurch entstehen, dass man "Dinge geschluckt hat, die einem komplett gegen den Strich gehen."

Die Antwort wäre wohl auch allzu lächerlich....

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Hallo Leokate,


Mandelentzündung nach begonnener homöopathischen Behandlung möglich



Ja, klar ist das möglich. Placebos schützen Dich nicht davor, Dir irgendwelche Infekte einzufangen.


Doch, keine "Meinung". Homöopathika sind Placebos. (Nachzulesen z.B. hier http://www.konsumentenbund.de/themenseite-hom%C3%B6opathie.html oder hier http://motherboard.vice.com/de/read/studie-entzaubert-homoeopathie-forscher-finden-keinen-beleg-fuer-wirksamkeit-749?utm_source=vicefbde&utm_medium=link;
Auch kritische Vertreter der eigenen komplementärmedizinischen Zunft betonen, dass es keine Nachweise einer Placeboüberlegenheit gibt.)

Was "wirkt" bei der Homöopathie, das sind die ausführlichen Patientengespräche. (Auch das ist mit Studien belegt, nachzulesen z.B. hier: http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/11/17/wirkt-homoopathie-und-wenn-ja-wie.html
Ich zitiere: "Das interessante Ergebnis ist nun, dass es innerhalb der
Beratungsgruppen jeweils keinerlei Unterschiede gab. Es war also egal,
ob die Patienten Placebo, Komplexhomöopathie oder individuell
zubereitete homöopathische Medikamente bekamen, solange sie nur vorher
homöopathisch beraten wurden. Anders gesagt: Reden ist wirksam, Globuli
sind es nicht."
)

In diesen Gesprächen erringt der Homöopath eine Vertrauensposition im Herzen des Patienten, die ein Arzt mit der ihm nur begrenzt zur Verfügung stehenden Sprechzeit, leider nicht so leicht bekommt.

Der Homöopath kann sich in diesen Gesprächen ganz anders inszenieren, Empathie suggerieren, das Gefühl vermitteln "das eine passende" Mittel für die Probleme von "Dir ganz allein" zu suchen. Der Patient folgt den Anweisungen blind. Und wartet nicht selten geduldig - sogar über Monate - bis der natürliche Krankheitsverlauf die Beschwerden bessert.

Und das ist nicht selten gefährlich. Besonders dann, wenn man ein Exemplar von Homöopath erwischt hat, der einem nicht nur harmlose Placebos verkauft, sondern auch noch falsche Vorstellungen über den eigenen Körper und unsinnige Vorstellungen über echte medizinische Behandlungen einimpft. Leider scheint es sich bei Deinem Homöopathen um ein solches Exemplar zu handeln.


um unter anderem Candida Albicans im körper loszuwerden, bzw.
einzudämmen, weil ich ziemlich viel Zucker gegessen habe in letzter Zeit
und wieder spürte, dass ich was tun muss.

Nur weil man Zucker isst, bekommt man keinen Pilz. Diese "Diagnose" Deiner Beschwerden (worum es sich auch handelt) ist einfach nur hanebüchen.

Bitte gehe zu einem richtigen Arzt und lasse einen seriösen Test auf eine Pilzinfektion machen. Ich möchte wetten, dass keine vorliegt.

(Ist schon klar, dass man auch mit Placebos bestens "heilen kann", was ursprünglich gar nicht vorlag....)



frage mich kann das eine Erstverschlimmerung, also eine Reaktion auf die Behandlung sein?

Die "Erstverschlimmerung" ist eine Schutzbehauptung der Homöopathie. Da die "Arzneien" wirkungslos sind, verschlechtern sich Beschwerden halt auch mal. Oder man fängt sich etwas ein. Der Homöopath benutzt dies mit der Erstverschlimmerung geschickt, um dem Patienten "Wirkung" einzureden.

Tatsächlich gibt es in der homöopathischen Vorstellungswelt keine Möglichkeit, den Placebocharakter der Kügelchen zu erkennen:

Geht es dem Patienten besser? Klar, kann ja NUR die Homöopathie gewesen sein.... Geht es unverändert? Weiter nehmen, ggf anderes Mittel... Geht es schlechter? Erstverschlimmerung, also eine Wirkung; ggf ein anderes Mittel....

Egal, wie der natürliche Krankheitsverlauf also sein wird: Der Homöopath stellt es als "Wirkung" der Zuckerkügelchen dar. Tatsächlich ist das ein sogenannter "Post-hoc-ergo-propter-hoc"-Fehlschluss: Keineswegs alles, was NACH einer Einnahme eines Mittels geschieht, passiert deshalb. Nicht einmal, wenn man wirksame Arzneien einsetzt, ist das so. Der Körper ist immer allen möglichen Infekten ausgesetzt. Und manchmal fängt man sich eben was ein.



Hatte das früher bei meinen ersten homöopathischen Behandlungen nämlich
auch, dass ich einmal an den Achseln komplett alles eitrig und kaputt
hatte kurz nach Beginn der Behandlung

Naja, Mandelentzündung findet nicht unter den Achseln statt. ;-) Du hattest damals halt etwas Anderes. Jeder von uns hat immer wieder ausheilende "Alltagsbeschwerden". Wenn Du oft Homöopathika nimmst, ist eigentlich unausweichlich, dass Du kurz vor Deiner nächsten Infektion irgendein Kügelchen genommen hast.

Ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Placebos und Deiner Mandelentzündung besteht mit Sicherheit nicht.

Möglich ist aber, dass die Mandelentzündung auftritt, weil Du vorhergehende Infekte mit ausschließlicher Placebobehandlung wiederholt verschleppt hast. Therapieverzögerung - also das Unterlassen einer notwendigen Behandlung - kommt unter Homöopathika leider vor, weil manche Homöopathen echte Medizin zum Schutze des eigenen Gedankenmodelles oft schlecht machen.



Wenn ich jetzt Antibiotikum anfange unterdrücke ich die Symptome ja nur
die im Falle einer Erstverschlimmerung ja unbedingt raus müssten.

Das ist falsch und ein typischer von Homöopathen verbreiteter Spruch.

In Wahrheit ist es die Homöopathie selbst, die rein symptomatisch behandelt. Der Körper wird als "Blackbox" behandelt: Symptome werden gesammelt, man wirft ein Mittelchen ein - und betrachtet die Veränderung der Symptome.

Das ist auch unausweichlich so: um  1800, als Hahnemann die Homöopathie erfand, wusste man nichts über die Körperfunktionen - der Körper WAR eine Blackbox.

Während die Medizin im Laufe der Zeit wesentliches Wissen über diese Funktionen erlangt hat und in ihren Behandlungen auch anwendet, ist die Homöopathie in der symptomatischen Behandlung von vor 200 Jahren verhaftet geblieben.

Tatsächlich behandelt ein Antibiotikum sogar sehr ursächlich genau die Keime im Körper, die für die Beschwerden verantwortlich sind.

(Hier ist das ausführlich erklärt: http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Antibiotika)


Gegen eine Pilzinfektion (von der ich nicht denke, dass Du eine hast), wird der Arzt das Antibiotikum nicht einsetzen - eventuell aber gegen die Mandelentzündung.

Und nein, das "behindert" die Wirkung des Homöopathikums nicht, weil es keine gezielte Wirkung über Placebo hinaus hat.

Hier noch zum Weiterlesen allgemeines zur Homöopathie: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/

Auf der FAQ-Seite und bei den "Widersprüchen" findest Du viele Deiner Ängste angesprochen.

Tu' Deiner Gesundheit einen Gefallen und hinterfrage die Behauptungen Deines Homöopathen...

Grüße

P.S.: Und ja, mit Homöopathie kenn' ich mich ganz gut aus. Ich durfte also antworten.

aber grad einen ganzen Artikel schreiben...?

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@faymorgane

Ach, fay,

wenn man inhaltlich nichts gegen die vorgebrachten Argumente vorzuweisen hat, muss man sich halt über die Länge der Antwort echauffieren? Bitte sehr. Möchtest Du vielleicht auch noch auf Kommafehler hinweisen?

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@uteausmuenchen

Echauffieren? Das wäre zuviel der Ehre. Aber Artikel gehören in Zeitschriften... wär doch was?

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@faymorgane

Ausser natürlich es wären homöopathiefreundliche Artikel - denn  Hand aufs Herz. Wäre Utes "Artikel" aus homöopathischer Sicht positiv hättest du diesen Kommentar bestimmt nicht geschrieben....

2

Keine Sorge, homöopathische Mittel habe keine Wirkung. Deshalb können sie mit deiner Mandelentzündung nicht direkt zu tun haben.

Mandelentzündungen kommen meistens durch Bakterien. Diese ernähren sich von Zucker. Deshalb kann Zuckerkonsum - z.B. in Form von Globuli - eine vorhandene Infektion verschlimmern.

Antibiotika beheben die Ursache, das heißt, sie bekämpfen die Bakterien.

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