Manchmal bin ich zu kleinkariert, dass merke ich aber erst, an der Reaktion der Leute. Was tun?

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7 Antworten

...bin jetzt mal deiner Empfehlung gefolgt, und hab´ auch die Kommentare deinerseits gelesen.

Und es fällt (auch da) schon auf, dass du (offenbar) den Dingen gern "auf den Grund" gehst, nicht so schnell "abhakst" (was an sich ja alles andere als "schlecht" ist, wenn man nicht ganz der Oberflächlichkeit anheimfallen möchte...).

Andererseits kann es durchaus aber auch sein, dass manchen Menschen dies mitunter bisschen zuviel des Guten und nicht immer und in jeder Situation angebracht erscheint; manches ließe sich vielleicht auch relativ zügig abhandeln, ganz ohne dass man es noch und nöcher ausdiskutiert...

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Eventuell liegt genau darin, in diesem Umstand, eine Möglichkeit für dich: Beobachte mal ganz genau die Reaktionen deiner Mitmenschen!

Und zwar möglichst schon von Anbeginn so einer "Debatte", und auch während dessen. Nicht erst ganz am Schluss - wenn das Kinde dann schon im Brunnen ist, und man (unter Umständen) nur noch ein müdes Lächeln für dich übrig hat.

Ganz häufig nämlich lässt sich doch schon erahnen und vermuten, in welche Richtung so ein Gespräch führt - ob nun zu irgendeiner "Lösung", einem "Konsens", oder lediglich in eine "Sackgasse" (und merke: das kann, je nach Gegenüber, auch ganz unterschiedlichst sein und enden...!).

Nur: Sich in eine Sache trotzdem (und vor allem: ungeachtet aller Umstände!) immer nur noch weiter zu verbeißen oder sich über sie in irgendwelchen Kleinigkeiten zu verlieren, das bringt dann ohnehin so gar nichts mehr - außer ziemlich genervte Gesprächspartner, schlechtestenfalls.

Zu spüren, wann auch Schluss sein darf - das scheint mir das ganze Geheimnis zu sein.

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Ist immer bisschen ein Balanceakt, das ist mir schon auch klar: Einerseits sich selbst treu zu bleiben (in dem, was und wie man argumentiert) - andererseits aber auch die Gesamtsituation (samt "Befindlichkeit" seiner Mitmenschen) im Blick zu haben - und sich (wiederum im Hinblick darauf) vielleicht auch noch bisschen "im Zaum" zu halten (wenn man merkt, ein gewisses Thema ist -zumindest für die anderen- bereits ausgereizt).

Aber von besagtem eigentlichen und jeweiligen "Thema" mal ganz abgesehen, ist "das Beobachten" (nicht nur der anderen, sondern mehr fast noch von einem selbst!) ein unglaublich guter Weg, der (so oft und gern...) erwähnten "Selbsterkenntnis" etwas näher zu kommen.

Und weiterhin auch ein erster Schritt dahin, etwas (an sich) "zu verändern" (sofern denn wirklich gewünscht).

Mit "Sich selbst verbiegen" (und/oder das lediglich den anderen "zuliebe") hat das dann gottlob auch gar nichts mehr zu tun - das ist das Gute an dieser tollen Methode... ;-))

Dankeschön! Du hast das "Problem" gut verstanden.

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@AlicBa

..."erkannt" ist zwar noch nicht "gebannt" - aber immerhin.

;-)

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Woran erkennst du, dass die anderen es kleinkarriert empfinden? Zeigen sie Regungen der Abneigung? Im Grunde solltest du auch einen verständliches Feedback bekommen, damit du weißt, wo du an dir arbeiten musst.

Ansonsten muss ich davon ausgehen, dass die anderen es gar nicht so meinen, sondern, dass du dich selbst einfach nur zu sehr zu unrecht kritisierst. (Top Buch-Tipp: "Anleitung zum Unglücklichsein")

Du kannst ja auch mal einen im vertrauten Wort bei Seite nehmen und ihn fragen: "hey, meinst du, ich sag manchmal Dinge, die überflüssig oder unwesentlich sind?" oder "Ich komme mir immer irgendwie blöd vor, wenn ich in Situation X eine Anmerkung nach dem Schema Y mache. Bilde ich mir das nur ein, oder kommt das wirklich komisch an?"

Ein guter Freund sollte dir dann auch ehrliches Feedback geben können -- vorausgestetzt, dass du natürlich auch mit (konstruktiver) Kritik umgehen kannst ;)

Ich erkenne das daran, das die anderen lachen oder schmunzeln und sich über meine Antworten oder Nachfragen freuen. Ich bin mir unsicher, was das zu bedeuten hat, ich empfinde es so, als ob man mich nicht ernst nimmt.

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@AlicBa

Ah, okay. Aber genau dann ist es vielleicht eine sehr effektive Methode, sich mal einen herauszupicken und ihn genauer dazu zu befragen. Wahrscheinlich fordert das auch ein wenig Mut deinerseits, weil du mit der jeweiligen Person ein eher distanziertes Verhältnis hast (interpretiere ich mal so, sonst würde man nicht nur schmunzeln, sondern auch mal auf dich zukommen und Tipps geben).

Um da jetzt ins Detail zu gehen und weitere Tipps zu geben, wäre es äußerst hilfreich zu wissen, um welche Gruppen es sich hier handelt. Welcher Bildungsstand und welches Alter. Darf ich fragen, ob du in der Schule, im Studium oder im Beruf bist? Unter (angehenden) Akademikern oder unter Schülern mit "sozialen Schwächen"? Das könnte nun durchaus von Relevanz sein. (Damit möchte ich hier keinem zu nahe treten.)

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@Tilex

Erstmal danke, dass Du dazu bereit bist, das mal genauer zu beleuchten. Ich würde Dir die informationen gerne in einer persönlichen Nachricht geben.

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@AlicBa

Gerne. Ich werde dich im System als Freund hinzufügen.

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Mach dir nicht den Kopf wie was wo ankommt.

Entweder die nehmen dich so wie du eben bist, oder du suchst dir die Leute die das zu schätzen wisse.

Diejenigen die deine Angelegenheiten als kleinkariert sehen, sind es ebenso bei Dingen die ihnen wichtig sind. Das ist der einzige Unterschied.

Diejenigen die deine Angelegenheiten als kleinkariert sehen, sind es ebenso bei Dingen die ihnen wichtig sind. Das ist der einzige Unterschied.

Das ist eine guter Hinweis. Wäre zu überdenken.

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@AlicBa

Gesamte Antwort gut. Außer "Mach dir nicht den Kopf wie was wo ankommt." -> das höre ich nämlich ständig und sagt mir nichts, weil es nichts erklärt sondern nur eine simple Anweisung ist. Ich möchte Erklärungen.

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@AlicBa

Wasn nutzt dir die Erklärung?

Entweder gehste deinen Weg und dann nervste halt auch mal die anderen, oder du bist so angepaßt, das man ganz auf dich verzichten kannst.

Immerhin geben sie sich mit dir ab, wird es auch einen Nutzen für sie haben.

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@spaceflug

Du sagst auch "was solls", "lass halt so", "na und" -> damit möchte ich mich eben nicht zufrieden geben. Das ist zu einfach und ist kein Prozess der Selbstreflektion. "Na und" kann ich später immer noch sagen, nachdem ich mir darüber Gedanken gemacht habe!!

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