Managment von Erziehungs und Bildungseinrichtungen, wer weiß etwas darüber?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich selber habe Sozialarbeit studiert und später einen Aufbau-Masterstudiengang Sozialmanagement gemacht (berufsbegleitend) - der genau auf solche Management-Funktionen ausgelegt ist. Das Angebot an solchen Studiengängen ist riesig- jeder Anbieter (Unis/FHs) hat aber etwas andere Voraussetzungen. Bei den zumeist angebotenen Master-Studiengängen benötigt man als Voraussetzung i.R. einen Bachelor oder ein Diplom aus dem Erststudium (nicht unbedingt was Soziales), sowie aber mehrere Jahre Berufserfahrung im Sozialwesen. Es gibt wohl auch einige wenige Bachelor- Studiengänge Sozialmanagement bei denen man kein Erststudium braucht. So oder so kenne ich als Leitungskraft im Sozialwesen keine andere Leitungskraft, die nur durch ein Studium in eine solche Position gekommen ist. In dem Bereich stehen immer Menschen im Fokus der Arbeit, die sich oft schwer festen Abläufen zuordnen lassen wie das beispielsweise in der freien Wirtschaft möglich ist. Dort kann man z.B. auch direkt mit einem BWL-Abschluss als Trainiee oder in Positionen wie dem Controlling beginnen- und zügig zur Leitungskraft werden. Im Sozialwesen ist aber mehr die Lebens- und die Berufserfahrung gefragt, erst an dritter Stelle kommen die formellen Qualifikationen. Nach meiner Erfahrung werden größere Leitungsstellen, wie z.B. Abteilungsleiter, im Sozialwesen nur an Leute vergeben, die mindestens 10 Jahre Berufserfahrung in dem Gebiet haben (ich kenne auch Leute die das schneller geschafft haben- ist aber dennoch die Ausnahme). Meine Angaben beziehen sich in erster Linie auf das gesamte Sozialwesen- wo auch die von dir genannten Erziehungseinrichtungen zugehören. Der Bereich Bildung ist nochmals spezieller- hier gibt es auch ganz neue Studiengänge, nach denen man dann z.B. im Bereich berufsvorbereitende Maßnahmen arbeiten kann. Hier kenne ich nicht die Aufstiegschancen kann aber sagen, dass dieser ganze Bereich (also alles was unter außerschulische Bildung fällt) zu den schlechtbezahltesten Jobs mit Studium überhaupt gehört- selbst Leitungskräfte werden dort unverschämt schlecht bezahlt.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

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Ich weiß nichts Näheres über diesen sehr spezifischen Studiengang, aber du kannst den Beruf später auch ausüben, wenn du z.B. Erziehungswissenschaft mit Nebenfach BWL studierst- das geht an allen Unis, die E. als Kombi-Bachelor anbieten. Erziehungswissenschaft ist ein sehr einfaches Studium,man muss fast nix dafür tun und bekommt trotzdem gute Noten- allerdings braucht man für E. das Abitur. An FHs könntest du Soziale Arbeit mit BWL in Kombination studieren, auch Soziale Arbeit ist ein sehr chilliges Studium. Die Zukunftsaussichten sind recht gut. Nach dem Bachelor vllt noch nicht, aber man wird schon in eine höhere Position kommen, nach dem Master kannst du gleich mit einer hohen Position rechnen. NC hängt stark von der jeweiligen Hochschule ab, ist aber gerade in Erziehungswissenschaft relativ human (an der Uni Bielefeld kann man im Sommersemester sogar mit einem Dreierschnitt im Abi anfangen).

Dankeschön erstmal! ich muss mich nochmal weiter informieren..mach nächstes Jahr mein Fachabi. Hmm vieleicht muss ich doch noch 1 Jahr dran hängen für die allg. Hochschulreife..Besteht ein Unterschied zwischen dem Niveau bei dem Gang Erziehungswissenschaften und Soz. Arbeit, bzw. ist etwas "lieber gesehen"?

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@Ponypower

Erziehungswissenschaften ist erheblich theoretischer und umfassender- Arbeitsstellen gibt es deutlich weniger wie für Sozialarbeiter- viele Erziehungswissenschaftler arbeiten daher auch auf Sozialarbeiterstellen.

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Zitat: "nach dem Master kannst du gleich mit einer hohen Position rechnen" - das gilt für fast kein Studium und ganz besonders gilt das nicht fürs Sozialwesen. Zum "chilligen Studium" bleibt zu sagen, dass es definitiv einfacher ist als die meisten anderen Studiengänge, dafür müssen sich Sozialarbeiter im Beruf aufgrund der Vielfältigkeit ständig weiterbilden und spezialisieren- ich würde hier sogar behaupten, mehr als jede andere Berufsgruppe. Somit beginnt das Lernen nach dem Studium erstmal richtig.

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