Man wird arbeitslos, was passiert mit der privaten Altersvorsorgeversicherung!?...

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4 Antworten

hallo zerberus63743,

wie das wort schon sagt "private" altersvorsorge, also ist es deine private entscheidung was du damit während der arbeitslosigkeit machst. du kannst die versicherung stunden lassen (wenn ein zusatzschutz eingeschlossen ist) auch ohne die aufgelaufenden nicht gezahlten beiträge nach zuentrichten, beitragsfrei stellen, beiträge reduzieren oder gar kündigen (nie zu empfehlen). es wird dann bei nicht mehr laufender beitragszahlung nicht weniger geld im deckungskapital (achtung fondsprodukte können davon abweichen). es gab ein vertrauensverhältnis bei abschluß der versicherungen, du solltest dich jetzt wieder an den berater wenden, notfalls dir aber eine 2te meinung einholen. bitte keine policendarlehenaufnehmen usw.

wenn du dauerarbeitslos wirst und in hartz IV rutscht, wird geprüft, ob der rückkaufswert dein freibetrag übersteigt. alleswas darüber liegt muss dann erst verbraucht werden (ausser riester-, betriebliche altersvorsorge und basisrentenverträge). erst dann gibt es das arebitslosengeld 2.

beste grüsse

dickie59

Die musst du schon selber weiter besparen, reduzieren oder aussetzen. Da solltest du dich an den jeweiligen Anbieter wenden.

Das Amt zahlt private Altersvorsorgeverträge auf keinen Fall. D.h. für dich sind diese Verträge erst mal normal weiter zu zahlen. Ich würde an deiner Stelle abschätzen ob du Reserven hast um die Verträge bis zur nächsten Beruflichen Tätigkeit so fortzuführen oder nicht. Oder ob diese Reserven eher einen anderen Bestimmungszweck haben sollten.

Wenn du da nicht großzügig ausgestattet bist, dann kommt es auf die Gesellschaft an, wo du die Verträge liegen hast und wie dort die AGB aussehen. Oftmals kann man den Vertrag für bestimmte Zeiträume aussetzen und dann später zu alten Konditionen wieder aufnehmen. Oder man stellt den Vertrag eben komplett beitragsfrei - dabei nur Vorsicht, weil du hast damit "Verluste" zu erwarten, weil die Kosten des Vertrags zu Anfang gezahlt wurden, d.h. es wird u.U. weniger im Vertrag an Kapital stehen bleiben als rechnerisch erwartet. Wenn du den Vertrag später doch noch wieder aufnimmst, wäre das aber nicht das größte Übel. Wenn es sich um Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen handelt, wäre ein Rückkauf möglich, d.h. dort sogar Geld herauszunehmen bzw. den Vertrag aufzulösen. Davon ist aber noch stärker abzuraten, weil dann das eben beschriebene greift, d.h. du nur mit deutlichen Abschlägen Geld herausholen kannst.

Insbesondere musst du bei deiner Umgangsweise mit den Verträgen genau aufpassen, wenn dort noch dir wichtige Zusätze enthalten sind, wie z.B. ein Berufsunfähigkeitsschutz oder dergleichen Dinge. Dann verlierst du natürlich diesen Schutz auch, wenn du wie oben beschrieben vorgehst. Da wäre es dann eher Ratsam zu prüfen, dass wenn du zuversichtlich bist auch bald wieder einen Job zu haben, da vielleicht eine Möglichkeit zur Beitragsstundung besteht. Dabei bleibt dir dein Schutz 1zu1 erhalten, du musst nur zum Ende der Stundung dann die nicht gezahlten Raten nachzahlen. Ist wie ein kleines Darlehen, was aber viele Gesellschaften Zinsfrei anbieten um den Vertrag aufrecht zu halten. Rückzahlungsmodalitäten muss man dort mit den Gesellschaften prüfen.

Fazit: Es gibt kein Geld vom Amt, und wie mit dem Vertrag umzugehen ist, musst du fachmännisch prüfen lassen. Am besten bei einem unabhängigen Versicherungsberater oder einem Versicherungsmakler. Die Gesellschaft wo du den Vertrag abgeschlossen hast, würde ich nur bedingt als guten Ratgeber sehen, weil die doch eher die eigenen Interessen verfolgen.

die kannst du ruhen lassen, das Amt zahlt keine privaten Versichrungen nur die gesetzl.RV

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