Man liest unheimlich oft, dass psychische Erkrankungen immer mehr zunehmen. Warum? Was dagegen tun?

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20 Antworten

Ich denke, dass die steigende Zahl der diagnostizierten psychischen Erkrankungen daran liegt, dass in den letzten Jahren schlicht viel mehr Störungen der Psyche als Krankheit anerkannt werden, die das früher nicht wurden. Ein Beispiel: Burn-Out. Das würde früher einfach als Überarbeitung bezeichnet werden und nicht als psychische Krankheit. Aber auch die Aufklärung über Krankheiten wie die Depression ("Volkskrankheit") ist mittlerweile besser - so trauen sich viel mehr depressive Menschen, zum Psychotherapeuten zu gehen als früher, sie fühlen sich akzeptierter als in den Zeiten, als Krankheiten der Psyche als "Melancholie" oder "Wahnsinn" abgetan wurden und die wirklich schwer Erkrankten weggesperrt wurden.

Mein Fazit: Die Anzahl der Erkrankungen ist nicht so signifikant gestiegen, wie alle vermuten. Nur die Zahlen sind eindeutiger, da nun die Dunkelziffer durch die gesellschaftliche Akzeptanz von psychischen Krankheiten geschrumpft ist. Nichtsdestotrotz ist die Verbreitung von Krankheiten wie arbeits(markt)bedingter Depression nicht zu unterschätzen: Das ist wohl wirklich ein Übel, das unsere Leistungsgesellschaft mit sich bringt.

pas19zh 21.06.2011, 23:52

DH

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Eine komplexe Frage welche komplexe Antwort erfordert.

Einerseits lässt sich diese Aussage nicht seriös machen. Denn gerade in dem Bereich wendet sich das Fähnchen nach verschiedenen Winden. Da ist die Politik welche sich immer noch von den "Fachärzten" kritische, intelligente, friedfertige Mitmenschen aus dem Weg räumen lässt. Meines Wissens gibt es dazu ein einziges nennenswertes Buch welches sich alllerdings nur mit dem Schizophrenen Formenkreis beschäftigte bis Mai 1945 - abgesehen vom Umgang mit ledigen Menschen in dieser Zeit was heute ebenfalls gerne von Psychiatern pathologisiert wird.

Hinzu kommt ein immer wieder auftretendes Modemoment auf Wunsch der Pharmaindustrie. Bei ADHS ist dies bekannt. Die Diagnose wird gestellt sobald ein Kind munter ist, wach, kritisch, außerhalb der drögen Masse. Es werden Mittel verschrieben, welche die Wahrnehmung verändern sollen, deren tatsächliche Wirkung aber unbekannt ist. - Nicht nur bei ADHS wird so vorgegangen. Das nennt sich dann fachliche Behandlung. ....

Der Suchtbereich gehört zu den psychischen Erkrankungen. Beim Statistischen Bundesamt kannst Du nachlesen wie die Entwicklung in diesem Land ist. Wobei zu bedenken ist dass hier in der Regel nur einige wenige stoffliche Süchte gezählt werden. Weiter hat die Fachschaft keine Ahnung wie tatsächlich damit umgehen. Es werden wahrnehmungsverändernde Medikamente verschrieben um gegen die wahrnehmungsverändernde Droge erfolgreich zu sein. Dabei sind auch hier keine belastbaren Daten vorhanden über eine Wirkung. In der Regel wird nur sehr kurzzeitig dokumentiert. Ob dies an den vielen Rückfällen oder den Todesfällen liegt kann ja schlecht festgestellt werden ohne Dokumentation und Pathologie.

56% der Arbeitnehmer werden von ihren Arbeitgebern gemobbt. Und waren mindestens ein Mal deswegen in fachlicher Behandlung. Da dies bekannt ist unterstützt unsere Volksvertretung vor allen Dingen solche Chefs und hat ihnen nun auch noch die Möglichkeit gegeben ausschließlich Ausländer einzustellen ohne auch nur der Frage nachgehen zu müssen ob es qualifizierte Einheimische gibt. Seit gestern möglich dank unserer Regierung. Das fördert sicher - was wohl?

Schon im Alten Testament stehen Antworten auf die Frage nach der Entstehung und dem was sich dagegen tun lässt. Diese Bücher lassen sich ja auch lesen wenn der Mensch nicht gläubig ist. Zur Zeit Kanzler Schebas zum Beispiel wurde zwar einerseits die Mauer um Jerusalem gebaut und vor allen Dingen eine Wasserzufuhr für die Stadt. Auf der anderen Seite ließen sich die Menschen manches X für ein U vormachen und die Folgen lassen sich dann nachlesen. Schebna hat das Volk schlicht verkauft. Da kann ich Glauben außen vor lassen. Ich kann auch in die Genesis schauen: Kain erschlägt Adam nachdem er eindringlich gebeten wurde in sein Inneres zu sehen, bei sich selbst zu beginnen. Er verweigert jede Verantwortung, ja selbst die Wahrnehmung seiner Tag. - Wir haben gewiss unsere Vergangenheit ebenso behandelt mehrheitlich. Denn Veranstaltungen ersetzen nicht die persönliche innere Arbeit. - Sein Enkel zieht dann in den Krieg in der Einbildung, Kain sei ein unschuldig Beschuldigter Mensch gewesen, geschädigt durch Andere.

Dagegen tun? Sich selbst kennen lernen. Tagebuch, Meditation. Verantwortung in diesem Land übernehmen nach eigenen Möglichkeiten. Also vor Ort mal nachrechnen was mit den öffentlichen Geldern geschieht, hier und da mal unter epetition nachlesen und Entscheidungen treffen und so fort. Die Kenntnis des Grundgesetzes schadet gewiss nicht.

Dichterseele 22.06.2011, 15:18

Tja, Mobbing ist nichts für weinerliche Feiglinge. Gegen solche Anwandlungen helfen nur Ruhe bewahren, ein gesundes Selbstbewusstsein und schlagfertige Argumente.

Das kann man lernen! www.psychotraining-mit-system.de

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dawala 22.06.2011, 17:19
@Dichterseele

Die weinerlichen Feiglinge sind nach meiner Erfahrung die Täter. Gewalt entsteht durch Mangel, durch Gier. Mangel an Erziehung, sozialer Kompetenz, Können, Wissen. Mobbing führt zu Depression. Kommt von depressere = niederdrücken. - Wer es nötig hat.

Die Geschichte lässt grüßen.

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Emmanuella 26.06.2011, 18:59

dawala: dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Daumen hoch!

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WhiteTree hat es ja z.T. schon richtig beantwortet, aber es gibt neben der Erkenntniss, dass Depressionen als eine Krankheit angesehen werden muß, wie jede Andere auch, auch noch die Erkenntniss, dass die Ursachen dazu vielschichtiger geworden sind, es fängt in der Kindheit bereits an - viel mehr Eltern lassen sich scheiden, viel mehr Eltern sind beide berufstätig, somit findet in vielen Familien kein behütetes Aufwachsen mehr statt. Viele Kinder sind auf sich alleine gestellt, das Internet ist oftmals ihr einziger Zuhörer und Freund. Dann kommt die nächste Variante, viele Jugendliche, machen damit auf sich aufmerksam und schildern auch sehr oft ganz gewöhnliche Vorkommnisse, z.B. in der Pubertät, mit denen wir alle zu tun hatten, als großes Problem und empfinden sich nicht als normal. Somit verändert sich die Scham, psychisch erkrankt zu sein, sogar in ein absolutes In- sein - auch so eine Welle die von USA nach hier rübergeschwappt ist, wo es schon vor vielen Jahren schick war, einen Termin bei seinem Therapeuten zu haben, anstatt nur beim Friseur. Dadurch bedingt sind die vielen Therapeuten hoffnungslos ausgebucht und überlastet, so dass Wartezeiten von bis zu einem Jahr entstehen, dass ist besonders schlimm, für die wirklich psychisch erkrankten, wodurch die Selbstmordrate erheblich steigt. Bei reiferen , älteren Menschen ist es oft sehr ähnlich, sie fühlen sich in unserer schnelllebigen Wegwerf- und Konsum-Gesellschaft nicht mehr wohl, sie vermissen Werte, die früher mal gegolten haben, aber Heute kaum noch Bedeutung haben. Niemand hat mehr Zeit zuzuhören, jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, auch weil man nicht zuletzt, aus der eigenen Furcht verletzt zu werden, die Offenheit und die Ehrlichkeit verloren hat - das Alles klingt sehr traurig, ist es auch, aber wir können es nur ändern, wenn wir vor der eigenen Haustüre damit anfangen, sich selbt und andere Menschen wieder wahrzunehmen.

McHorst 22.06.2011, 13:25

Dies spricht mir aus der Seele !

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Nach meiner Ansicht ist über 50% der Gesellschaft mit diesem Problem konfrontiert. Der nach Sicherheit strebende Mensch kann sich auf den Staat, der sogar Krieg in Afrika führt- nicht mehr verlassen. Die Alkoholproduktion boomt und herraus kommt kein gesundes Resultat. Die Medien tun den Rest. Es kann doch garnicht anders sein, als so wie es ist. Viele denken, wir werden von Verrückten regiert.

Ich glaube nicht das es direkt immer mehr psychische probleme gibt, es kommt einem aber so vor, weil viel mehr menschen damit in die öffentlihkeit gehen oder deswegen einen arzt aufsuchen. Früher war psychologie noch sehr unerforscht. Die Psychoanalyse ist eine wichtige erungenschaft die glaube ich das erste mal in den 60ern oder so ihren großen auftritt hatte. Aber heute haben die menschen viel zu kämpfen, in der schule, der druck auf schüler wächst immer mehr, es wird wesentlich mehr in der schule gefordert als noch vor 15 bis 20 jahren, zudem reifen kinder schneller und müssen daher schon früh richtig aufgeklärt werden, zum beispiel als ich 15 war hatte filleicht jeder 5 schon sex, aber heute ist es jeder 3.! Und heute erwarten das viele auch von einem, was ich für unmöglich halte.Dann durch das internet kommt es zu einer art falschen aufklärung, kinder gehen auf seiten die nicht für sie gemacht wurden und sie wissen mit den informationen nicht wirklich umzugehen. Sie trauen sich nicht ihren eltern darüber zu erzählen, und machen das unter ihren freunden aus, was nicht richtig ist. Bei erwachsenen ist es so, das viele dem druck in beruf und familie gleicher massen nicht gewachsen sind, sie arbeiten viel, haben aber nicht mehr die zeit für die familie, oder sie geben sich zeit mit der familie, kommen ihrem job nicht mehr genug nach und müssen mit kündigung rechnen. Heute ist der job so wichtig geworden, das sich die gedanken nur noch darum keisen, werde ich meinen job noch in einem jahr haben??? Oder wenn ich mich beschwere weil ich zu wenig geld bekomme obwohl ich überstunden mache, werde ich dann entlassen??? Das alles stresst ungemein, das liegt daran da die menschen heute, besonders in ballungszentren schnell erstzbar sind, arbeitskräfte gibts genug, selbst in solchen berufen wie fotograf und so, denn das will auf einmal jeder werden, wollte ich auch, aber allein hir in NRW gibt es zig tausende fotografen die einen job suchen und keinen bekommen, weil nicht genug stellen zur verfügung stehen, man kann nur weg ziehen, oder sich kleinere ziehle stecken. Ich ziehe übrigens weg, mir ist es hier zu voll, und ich bin mehr wert als nur jemand den man ausbeuten und dann wieder rausschmeißen kann.

Dichterseele 22.06.2011, 15:21

Greasy, es wäre schön, wenn Du mal auf Deine Rechtschreibung achten würdest - schreibst Du Deine Bewerbungen auch so?

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Greasy 22.06.2011, 15:31
@Dichterseele

Was für bewertungen? Sorry, ich bin es eigentlich gewohn in Englisch zu schreiben, da schreibt man fast alles, außer Namen klein. In Deutsch schreibe ich recht wenig, kann man es denn so schwer lesen? Manchmal kommt es auch vor das die Tastatur hängt, da vergisst der schonmal einen Buchstaben, ich hasse es wenn das passiert, aber ich bin immer recht eilig beim schreiben und vergesse oft den Text nochmal zu lesen, ist wirklich keine absicht.

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es ist einfach so, dass heutzutage viel mehr von den Menschen abverlangt wird. Du musst gut in der Schule sein, um einen guten Beruf oder ein Studium zu können. Du musst gut in deinem Beruf sein um nicht gekündigt zu werden. Du darfst nicht krank werden, um nicht gekündigt zu werden.... Die Firmen haben einfach eine hohe Erwartung an die Bürger, die die Menschen unter Druck setzten. Es kommt zu Burn-out, Alkoholsucht etc. Früher haben die Eltern den Kindern gesagt, was sie werden sollen etc. wer zum Gymnasium ging musste studieren, wer zur Hauptschule ging wurde Handwerker, wer zur Realschule ging wurde ins Büro geschickt, Der Mensch hat zu viele Möglichkeiten und wird viel zu sehr unter Druck gesetzt. Auch hat sich die Medizin natürlich stetig erweitert...

Diese Überlegungen und Anschaffungen von Tieren sind Folgen aus missglückten Freundschaften, gescheiterten Beziehungen und schlussendlich ... Kinder aus dem Haus!

Mein persönlicher Geheimtip (auch für mich selbst entdeckt!) und meine Vorgehensweise gegen Depressionen ist, dass ich mir Haustiere zugelegt habe.

Selbst wenn keine Katzen oder ein Hund, sondern wenn es zwei Wellensittiche sind (welche man bekanntlich nicht einzeln halten sollte), die dagegen helfen - indem der Mensch eine Aufgabe übernimmt :-) Ein Tier wird versorgt und der Tierhalter wird gebraucht und bekommt Dankbarkeit zurück von seinem Tierliebling(en) ;-) Gruss Inga

Hallo McHorst,

ich teile die Einschätzung der anderen Antworter nur bedingt. Natürlich nutzen viel mehr Menschen die Möglichkeit einer Psychotherapie, natürlich gibt es heutzutage andere Erkenntnisse über psychologische Krankheiten als vor 20 oder mehr Jahren.

Aber auf der anderen Seite sollte man auch berücksichtigen, dass wir uns selbst durch unsere technischen Errungenschaften wie Internet z.B. nicht unbedingt einen Gefallen tun. Die Anforderungen sind gewaltig gestiegen, der Druck auf die Menschen hat gewaltig zugenommen. Viele der Umstrukturierungen, Anforderungen sind noch nicht in den Alltag optimal integriert worden.Und privat machen wir uns auch noch eine ganze Menge Stress. Hier noch der Sportverein, da noch Einkaufen, achja....die Kinder abholen sonst macht die Kitta zu.

Wir haben zum einen nicht gelernt "Nein" zu sagen und wollen auch immer und überall erreichbar sein. Festnetz, Email, Handy. Wir verbringen Stunden damit, uns in sozialen Netzwerken herumzutreiben und verzetteln uns dabei. Da gehen wichtige Stunden vorüber, die anders genutzt werden könnten.

Was der Einzelne tun kann? "Nein" sagen, Grenzen stecken und das in den Focus stellen, was dir wichtig ist, nicht anderen. Räum dir Zeit für dich ein, für die Familie, zum Lesen, zum Entspannen, für Sport. Damit hast du dann einen Ausgleich zum Berufsalltag. Innerhalb der Familie und Partnerschaft kann man sich so organiesieren, dass beide gleichmässig belastet sind und das keine Unwucht darin ist. So hat man eben schon mehr Zeit füreinander.

Ein anderer ganz wichtiger Punkt ist, zu reflektieren. Wenn man für sich ein nicht näher zu bestimmendes Unwohlsein hat, einfach versuchen herauszufinden, woran liegt das. Was hat man in den zurückliegenden Wochen erlebt, womit ist man unzufrieden. Dann kann man auch rechtzeitig gegensteuern, statt einiges auflaufen zu lassen.

LG vom Polarfuchs

8rosinchen 22.06.2011, 09:30

hi, gute antwort, so in etwa sehe ich das auch...:-))

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Im großen Teil stimme ich sämtlichen angeführten Antworten zu.

Nicht zu übersehen ist jedoch, dass gewisse Situationen heute einfach als Krankheitsbild deklariert werden wobei im Hintergrund die Farmaindustrien ihre sukullenten Geschäfte machen. In vielen Fällen bräuchte es nähmlich gar keine Psychopharmaka, denn gewisse Symptome können auch mit Alternativer Medizin, sprich Akupunktur-Heilkräuter-Yoga bewältigt werden. Aber hier gibt es eben keinen Verdienst im Milliardenhöhe.

Weil die Menscheit immer schlechter wird, es mutiert zu einer ellenbogen Gesellschaft zumindest krieg ich es so hier in Deutschland mit.Schaut doch mal ins Ausland, dort wo man ein zusammnenhalt benötigt wird wegen Essen, Trinken, ect.

Zum Beispiel Türkei, in der Türkei gibt es noch groß Familien , wie in Italien.. Da wird versucht sich gegenseitig zu unterstützen Hier nicht. Selbst wenn du hier eine ( z.B.) Depression hast, kannst man sich schon mal damit abfinden das es anderen sowieso egal ist, sie sehen es einem ja nicht an, und warum es jedem erzählen, das ist ein Teufelskreis.

Am besten Tür zu und Schlüssel wegschmeißen :-)

8rosinchen 14.08.2011, 22:30

hi michapferd, dazu fällt mir ein lustiger spruch ein:

  • wer heute den kopf in den sand steckt...

  • knirscht morgen mit den zähnen...

  • lustig oder???!!! lg ;-)))

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michapferd 10.09.2011, 09:00
@8rosinchen

ja dann wollen wir che mal wieder auferstehen lassen , auch lustig oder?

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Weil unsere Umwelt immer kränker wird. Und weil die Ansprüche an die Menschen immer höher werden, der Druck in der Schule und am arbeitsplatz wird immer größer. Und die Arbeitslosigkeit etc und das zieht einen Rattenschwanz an Problemen hinter sich her. Zudem ist nachgewiesen, dass auch Ernährung eine Rolle spielt und die Menschen ernähren sich immer ungesünder, das trägt auch dazu bei. Sonnenlicht Mangel (vitamin D) verstärkt auch Depressionen und viele Menschen sitzen immer mehr drin vor Fernsehr und PC statt draußen Sport zu machen.Ich bin Krankenschwester und das sind alles Dinge, die das sehr beeinflussen. Eins alleine macht nichts, aber wenn mehrere Faktoren aufeinander treffen.

Dichterseele 22.06.2011, 15:24

Tja, liebe Krankenschwester, kennst Du auch immer mehr Ärzte, die sich benehmen, wie die Axt im Walde?

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8rosinchen 14.08.2011, 22:34
@Dichterseele

hi, ich glaube das hauptproblem ist das opferdenken, andere oder das leben ist schuld, das mein leben so oder so läuft und ich bin hilflos, kann nichts ändern...

  • das würde mich auch depressiv machen...

  • ansonsten stimmt ganz sicher, das eins aufs andere kommt, es ist eine vielzahl von allem was abbauend wirkt...

  • viele gute und hilfreiche kommentare, find ich super, es gibt eine bewusstseinsänderung, die ist spürbar und wird ganz sicher auch wirksam sein...

  • lg :-))))))

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Ich denke, dass diese Störungen/Krankheiten gar nicht wirklich mehr werden, sondern dass

a) die Leute sich nicht mehr so scheuen, zum Psychiater oder in die Psychiatrie zu gehen, weil sie nicht mehr so viel Angst haben, als "bekloppt" zu gelten.

b) die Diagnosemethoden verbessert werden und damit mehr erkannt wird

c) auch bei leichteren und mittelschweren Störungen diese wirklich als Krankheiten anerkannt werden (ADHS statt "chaotisch" und "benimmt sich schlecht", depressiv statt "ständig mies gelaunt").

Man muss an der Stelle auch sagen, dass psychiatrische Kliniken längst keine "Irrenanstalten" mehr sind, als die sie häufig noch bezeichnet werden. Heute gehen Leute meist nur noch zeitweise in Kliniken, wo ihnen dann auch geholfen wird, und versuchen ansonsten, so normal wie möglich zu leben. Da hat sich ein Bild von vor 100 Jahren fest gefressen und gehalten.

quasi811 22.06.2011, 07:48

es ist schon richtig, dass medien heute mehr ans licht bringen und auch die medizin besser und aufmerksamer geworden ist ... ABER es gibt auch mehr Fälle!!! ... (siehe zum beispiel amokläufe an schulen ... früher warst du schon "böse" wenn du kaugummi in der schule gekaut hast ... ) ...

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elisaheinsberg 23.06.2011, 02:04
@quasi811

Hi, Psychische Erkrankungen werden frühe erkannt und mehr definiert. Was früh als leichte Verstimmung gilt, kann jetzt z..B. als irgenein Syndrom erkannt werden. Außerdem bekommt man auch mit ganzen Infos, dass eine Psychische Erkrankung zu haben keine Sache für schämen ist, deswegen werden mehr und mehr Menschen eine Psychologische Hilfe aussuchen. Amokläufer sind nicht immer psychisch Krank, sind einfach verwirrt, warum auch immer.

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Ich bin mir nicht sicher, ob die Zahl der psychischen Erkrankungen wirklich zunimmt oder ob es sie nicht immer schon in diesem Maße gegeben hat. Was sich sicherlich verändert hat ist zum Einen die Diagnostik, zum Anderen die gewonnene "Freiheit", offen über psychische Erkrankungen sprechen zu können, ohne deswegen in die Schublade "verrückt" gesteckt zu werden.

Und wenn sich die Zahl dieser Erkrankungen tatsächlich erhöht haben sollte, dann liegt es vielleicht an der immer schnelllebiger werdenden Zeit und am steigenden "Einzelkämpfertum", mit dem längst nicht jeder klar kommt... und schon gar nicht die Menschen, die bedauerlicher Weise nicht in einer festen, sozialen Struktur leben.

pas19zh 23.06.2011, 19:45

Sehr treffende Antwort, meiner Meinung nach. DH

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je komplizierter das leben gemacht wird, desto höher wird die belastung des einzelnen ... und das führt zwangsläufig zu ausfallerscheinungen des gehirns ... streß usw ... die beschissene jagd nach der kohle ... politiker, die auch nur an sich denken ... ................. ich hab jetzt keine statistik zur hand, aber die landbevölkerung oder auch buschmänner leben diesbezüglich ruhiger, glücklicher und gesünder -denk ich ... ... DAS ist zumindestens EIN gedanke ... :-)

  • Viele Menschen fühlen sich in der Familie nicht mehr geborgen,

  • haben kaum noch "echte" Freunde, auf die sie sich verlassen und mit denen sie vertraulich ihre Probleme besprechen können,

  • fühlen sich gestresst, aber gehen deswegen nicht in die Ruhe, sondern auf die Piste, um sich abzulenken, wodurch sie noch hektischer werden oder hängen stundenlang am Computer,

  • fahren auch im Urlaub nicht an einen ruhigen Ort, sondern suchen sich Ziele, an denen "etwas los" ist,

  • essen primär Junkfood, statt sich gesund zu ernähren,

  • versuchen die Probleme durch irgendwelche "Mittelchen" in den Griff zu bekommen

  • trinken Alkohol oder nehmen illegale Drogen, weil es ihnen dann scheinbar besser geht und

  • gehen irgendwann zum Psychotherapeuten, in der falschen Hoffnung, der würde ihre Probleme lösen.

Dichterseele 22.06.2011, 15:14

Ein Psychotherapeut ist kein "deos ex machina", der anderen die Probleme löst.

Er kann nur die Ursachen herausfinden, Zusammenhänge aufzeigen und Lösungsansätze entwickeln - sein Leben ändern muss der Patient schon selber!

Aber wir können uns alle an der eigenen Nase fassen und fragen, inwiefern wir durch unser Verhalten das Leben anderer beeinträchtigen...!

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8rosinchen 14.08.2011, 22:36
@Dichterseele

hi, gute überlegung...

  • ich denke, wir beeinträchtigen das leben anderer nur so verändernt, wie der andere dies zulässt...

  • unser eigenes leben beeinträchtigen wir jedoch, mit allem was wir denken, fühlen, tun oder unterlassen und sprechen...

  • lg :-)))))

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Das hat wohl dreierlei Ursachen:

  1. wird mehr diagnostiziert - die Psychologie ist ja noch eine recht junge Wissenschaft.

  2. leben wir in einer immer künstlicheren Welt - wir verlieren den Bezug zu unseren Wurzeln.

  3. haben uns Wohlstand, Medien und Massenabfertigung soweit isoliert, dass der zwischenmenschliche Zusammenhalt fehlt.

www.psychotraining-mit-system.de

8rosinchen 15.08.2011, 07:43

hi, es fehlt vor allem der zusammenhang zu uns selbst...lg ;-))))

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Weil es immer mehr Trennungen gibt und immer mehr mobbing und so scheiß.e !!!

hallööchen,

warum: weil viele menschen an psychische erkrankungen GLAUBEN !!!

was tun: ab jetzt an gesundheit glauben, neue gesunde und aufbauende gedanken denken, verantwortung für das eigene leben übernehmen, und handeln !!!

alles gute

Schumi2000 13.08.2011, 09:56

Aha, 8rosinchen, so "einfach" ist das also...jmd der Depris hat,sol leinfach "fest dran glauben", keine zu haben und alles ist ok???

Na,wenn das mal so einfach wäre...mal nen tip..informiere Dich bitte erstmal über Depressionen

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8rosinchen 14.08.2011, 22:27
@Schumi2000

hi, schumi2000, in vielen anderen antworten von mir stehen konkrete erklärungen, z.b. für das "die eigene verantwortung übernehmen"...

  • wie das gehen kann...

  • das ist selbstverständlich ein prozess, der jedoch nur dann in gang kommen kann, wenn die betreffende person dazu bereit ist, und, wenn sie anleitung benötigt, das glück hat, auf menschen zu treffen, die auch die hilfreiche begleitung geben können...

  • jeder mensch kann jederzeit seine lebensumstände verändern/verwandeln...

  • niemand muss in der opferrolle bleiben...

  • für manche ist jedoch die schuldzuweisung an andere der einfache weg, ohne selber aktiv werden zu müssen...

  • ich weiss, dass meine antworten nur den menschen freude bereiten, die bereit sind, neu zu denken...

  • für die anderen ist es später der richtige zeitpunkt, und das ist o.k. ...

  • alles gute

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Das sagen Psychiater und Pharmakologen, die daran verdienen wollen.

viele bilden sich das ein

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