Man hat vor kurzer Zeit auf dem Mars atomarer Sauerstoff gefunden , was soll das bedeuten ?

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5 Antworten

Hallo BaracudaGeist,

die grundsätzliche Existenz von ein bissi Sauerstoff bedeutet leider nicht, dass wir eine Atmosphäre zum Atmen vorfinden.

Der Mars ist sehr viel leichter als die Erde, er hat etwas mehr als ein Zehntel ihres Gewichtes. Mit diesem Gewicht kann er eine Atmosphäre halten, die ist aber dünn. Der Luftdruck auf der Marsoberfläche beträgt nur rund 1% von dem, was wir hier auf der Erde als "Normaldruck" bezeichnen (rund 1000 mbar).

Das ist schon mal schlecht, wenn man frei atmen will: Selbst wenn die Zusammensetzung der Marsatmosphäre die gleiche WÄRE, müsstest Du 100 mal so schnell schnaufen, um dieselbe Menge Sauerstoff zuzuführen. Das allein gibt also schon ein ziemlich jämmerliches, hektisches Japsen...

Jetzt kommt aber erschwerend hinzu, dass die Zusammensetzung der Atmosphäre auf dem Mars eine andere ist als auf der Erde. Auf der Erde haben wir knapp 80% für uns uninteressanten Stickstoff, knapp 20% leckeren Sauerstoff und wenige % anderer Gase. Vor allem für uns giftige Gase wie CO₂ halten sich bei uns dezent zurück.

Auf dem Mars besteht die dünne Atmosphäre zu über 95% aus CO₂, knapp 3% aus Stickstoff N₂ und nur zu 0,13%  aus Sauerstoff. Selbst wenn die Atmosphäre also dicht genug WÄRE, das darin enthaltene CO₂ würde Dich schnell genug umbringen, bevor Du Zeit hättest, Dich über die doch extrem mangelhafte Sauerstoffversorgung zu beschweren.

Es fehlen auf dem Mars (aufgrund der Kälte) einfach die Pflanzen, die über die Photosynthese zig Millionen Jahre Sauerstoff in die irdische Atmosphäre abgaben, um sie für tierisches Leben ungiftig zu machen....

Also: Merke: Allein die Tatsache, dass man grundsätzlich auch Sauerstoff auf dem Mars nachweisen kann, bedeutet nicht, dass es eine gute Idee ist, dort ohne Raumanzug rumzulaufen....

http://www.astronomie.de/das-sonnensystem/planeten-und-monde/der-mars/atmosphaere/

Grüße

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Der Mars kann keine Atmosphäre halten dafür ist sein Magnetfeld zu schwach.
Er hatte einmal eine, die wurde wahrlich vom Winde verweht, dem Sonnenwind.

Wasser ist im Weltall keine Ausnahme, eher die Regel.
Für Leben, wie das der Menschheit braucht es konkrete Bedingungen. Die hat es in der Galaxie der Milchstraße nur auf der Erde.
In dieser Galaxie sind wir wahrlich allein.

Da alles was wir sehen bereits tausende Jahre alt ist, ist das was wir sehen schlichter Schnee von gestern.
Wäre dort jeweils höher entwickeltes Leben würde es sich durch seinen Energieverbauch verraten.
Dafür gibt es auf 100.000 Lichtjahre keine Spur, einfach nur nichts.

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Kommentar von uteausmuenchen
29.06.2016, 22:58

Nicht ganz richtig:

Mit dem Magnetfeld hat das Fehlen einer Atmosphäre nichts zu tun: Der Mars ist zu leicht, um eine dichte Atmosphäre zu halten.

Ob die Erde in der Milchstraße wirklich der einzige Planet mit geeigneten Bedingungen ist, ist eher unwahrscheinlich. Schätzungen über die bisher bekannten Exoplaneten gehen in die Richtung, dass es in der Milchstraße rund 5 Millionen Planeten in der habitablen Zone geben könnte. - Die meisten sind von uns aus aufgrund der Entfernungen natürlich unbeobachtbar. Bei dieser Anzahl könnte aber durchaus etwas "dabei sein".

Wir sind einfach weit entfernt davon, die ganzen 100 000 Lichtjahre der Milchstraße nach geeigneten Planeten durchforsten zu können oder durchforstet zu haben....

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Es gibt keine Atmosphäre und viiiiiel zu wenig davon

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Ich bin kein Physiker aber ich nehme an, weil die Atmosphäre inzwischen fehlt.

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