Man findet im Internet viel zu den Steinzeit-Menschen und das sie z.B. vom Homo Erectus zum Homo Sapiens wurden,aber nirgendwo steht wie diese Mutation verlief?

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8 Antworten

Das war nicht eine Mutation, sondern sehr viele. Die genaue Zahl kennt man nicht, weil die DNA von Homo erectus nicht bekannt ist. Daher weiss man auch noch nicht, welche Gene sich im einzelnen wie verändert haben.


Evolution erfolgt ganz allmählich, und Mutationen verursachen für gewöhnlich nur winzige Änderungen. Plötzliche Sprünge von einer Art zur nächsten gibt es da nicht.

Zwischen Homo erectus und Homo sapiens lebten viele Generationen von (Früh-)Menschen. Tausende von Generationen sogar. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Generationen sind aber bekanntlich so gering, dass Eltern und ihre Kinder immer zur selben Art gehören. 

Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Frühmenschenarten ist ja nur möglich, weil aus fast allen Generationen die Fossilien fehlen und es in Wirklichkeit nur sehr wenige Fossilien gibt (allerdings genug, um die Abstammung zu belegen). Hätte man von allen 100.000 Generationen unserer Vorfahren der letzten 2 Millionen Jahre gute Fossilien (in Wahrheit sind es nur ein paar Dutzend), dann könnte niemand sagen, wo Australopithecus aufhört und Homo anfängt, und bei Homo erectus, H. habilis, H. neanderthalensis und H. sapiens wäre es genauso.


Die zeitlich aufeinanderfolgenden Arten im Stammbaum des Menschen sind im Grunde künstliche "Schubladen", um den kontinuierlichen Ablauf der Evolution übersichtlicher zu machen und zu gliedern.

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Kommentar von DasDuelon
26.06.2016, 12:30

super Antwort, danke

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Was willst du denn genau wissen? Niemand kennt den genauen Stammbaum des Menschen. Die verschiedenen Funde (Homo erectus etc.) sind nicht notwendigerweise direkte Vorfahren des Menschen. Man kennt sehr viele aus unterschiedlichen Zeiten, es können alles auch nur Vettern des späteren Menschen gewesen sein. Mutationen finden auf DNA-Ebene statt und es müssen viele gewesen sein. Damit beispielsweise das Gehirn größer wird, reicht sicher nicht eine einzelne Mutation an einem Locus.

Vielleicht schaust du dir mal ein Buch zu dem Thema an, z.B.
'Die Anfänge der Menschheit: Vom aufrechten Gang bis zu den frühen Hochkulturen' (https://www.amazon.de/dp/3831022232)

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Kommentar von DasDuelon
26.06.2016, 09:05

Wenn es viele Mutationen gewesen sein müssen, dann müsste es ja zwischenzeitlich Geschöpfe gegeben haben die zwischen Homo Erectus und Homo Sapiens liegen oder? aber man findet immer nur Homo Sapiens, Homo Erectus, Homo Habilis, Neandertaler usw. Wenn es also länger gedauert hat das eine neue Spezies sich aus einer schon vorhandenen gebildet hat, wie sieht dann die Zwischenphase aus??

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Kommentar von DasDuelon
26.06.2016, 11:00

Ich glaube an die Evolutionstheorie. Nur viele Sachen scheinen nicht richtig erklärt zu werden, oder zumindest nicht auf den üblichen Internet Seiten

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Kommentar von DasDuelon
26.06.2016, 11:15

Wie denn?

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Kommentar von DasDuelon
26.06.2016, 21:20

cool danke

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Wir haben erst vor ca einer Woche einen Film in der schule darüber angeschaut :)
Da gab's einen Affen (lucy) sie musste aufgrund der Trockenheit die mit den Jahren kam weiterwandern und das ging über viele Jahre ... durch die Wanderung musste sie sich auch immer zur neuen Gegend anpassen (z.b im hohen gras musste sie aufrechter laufen damit sie gefährliche Tiere besser und schneller sehen konnte) das ging über viele Generationen und die Affen wurden immer intelligenter usw...
Also so in etwa hab ich das in Erinnerung 😉

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Das ist nicht eine Mutation, sondern über Jahrhundertausende hinweg waren das viele winzige Mutationen. Es ist nicht so, dass eine Homo erectus Frau ein Kind bekam und "Huch, wie sieht das denn aus?" sagte. Und das Kind schlug die Augen auf und sagte: "To be or not to be."

Was immer vergessen wird bei Fragen (oder Kritiken) zur Evolution ist die Zeit.


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Leider ist das Buch, in dem die Evolution des Menschen protokolliert wurde, schon seit sehr, sehr langer Zeit vergriffen.

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Die Entwicklung geschah durch viele einzelne, kleine Mutationen. Irgendwann waren es dann so viele, daß man von einer neuen Art spricht.

Der letzte Erectus und der erste Sapiens haben sich so gut wie gar nicht unterschieden. Man konnte auch jahrelang darüber streiten, ob der letzte Erectus nicht schon ein Sapiens war, oder der erste Sapiens noch ein Erectus. Diese Diskussion würde aber nichts bringen. Es gibt keine biologischen Kriterien, mit welchem Individuum die Weiterentwicklung so weit ist, daß von einer neuen Art gesprochen werden muß. Das ist eine reine Definitionssache.

Ein großen Fluß beginnt an seiner Quelle als kleiner Bach. An welcher Stelle genau wird aus dem Bach ein Fluß? Man könnte die Breite des Bach- bzw. Flußbettes nehmen. Aber warum dann x cm? Warum nicht einen cm mehr oder einen cm weniger? Man könnte natürlich auch danach gehen, wievel Liter Wasser pro Sekunde da fließen. Aber das hilft auch nicht weiter. Wieder wäre es nur eine willkürliche Festlegung.

So ähnlich ist es bei der Frage Erectus oder Sapiens.

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Kommentar von DasDuelon
26.06.2016, 11:02

Danke für diese Antwort. Genau das wollte ich wissen

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Da wirst du auch nichts dazu finden.

Vieles was die evolutorische Entwicklung des Menschen anbelangt ist eine Hpothese, denn Hominidenfossilien sind extrem selten, in der Regel sind die Skelette unvollständig, eine vollständige DNA kann in der Regel nicht mehr extrahiert werden bei diesem Alter des vorhandenen Material.

Das Wissen über die frühe Menschheitsgeschichte wird also lückenhaft und bruchstückhaft bleiben, bis man das Wissen durch den nächsten Fund ergänzen kann der eine Lücke schließt.

Man kann Funde nur interpretieren, aber sie bilden nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit ab.

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Das hat nichts mit Mutation zu tun, sondern mit Höher... oder Weiterentwicklung.

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Kommentar von Shiftclick
26.06.2016, 09:05

Natürlich hat das mit Mutationen zu tun. Ausschließlich mit Mutationen und mit Selektion. Daraus ergibt sich die Anpassung an eine sich ändernde Umwelt bzw. eine neue Umgebung. Der wichtigste Motor bei der Evolution des Menschen waren die Klimaveränderungen.

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Kommentar von LordPhantom
26.06.2016, 09:50

Aber: Die mit nützlichen Mutationen konnten ihre Gene besser vererben als andere ohne. Da ist wieder die Selektion in Kombination mit der Mutation

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