Mammographie Screening, ist das nicht eine Massenmanipulation?

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3 Antworten

Sie braucht vermutlich wirklich psychologische Unterstützung ...

Teilbefundung bedeutet, daß jemand die Röntgenbilder vorsortiert hat nach "unauffällig" und "vielleicht äuffällig" - es wird jetzt aber nicht jede Frau gleich angeschrieben, sondern erst alle, wenn alle Aufnahmen "fachlicht befundet wurden". Die Dauer der Antwort sagt also rein gar nichts über das Ergebnis aus.

Diese Vorsorgeuntersuchung bieten die Kassen nicht freiwillig an, sie wurden durch Patientenvertreter erkämpft, da eine Früherkennung Frauen die Amputation oder gar den Tod erspart

lamarle 12.01.2017, 22:12

Dann lies Dir mal hier was zum Pro und Contra des Screenings durch. Aufgrund falsch-positiver Befunde eine unnötige Amputation zu bekommen, haben die Patientenvertreter bestimmt nicht im Sinn gehabt.

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Midgarden 12.01.2017, 22:19
@lamarle

Kein Facharzt wird nur wegen eines verdächtigen Screenings amputieren - da gibt es weitere Untersuchung und unerläßlich auch eine Biopsie und bei positivem Ergebnis ausführliche Beratung.

Das gílt für alle Krebsarten und unnötige Eingriffe haben zu 99% mit übereifrigen Chirugen zu tun - deshalb sollte jeder Patient auch immer mindesten eine 2. Meinung einholen, bevor er sich entscheidet

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casala 12.01.2017, 22:27
@Midgarden

genau, midgarden - eigenverantwortung, ohne beeinflussung von "guten" freunden ist angesagt. dazu gehört nun mal eine 2.meinung einzuholen. die möglichkeit hat doch jeder.

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casala 12.01.2017, 22:37
@lamarle

toller link von lamarle - wo sind denn die anderen 32 positiven ???

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Ihr hättet sie nicht überreden sollen. Ich halte von diesem screening auch nichts und habe meiner Gyn. gesagt, dass ich dort nicht hingehen werde. Es werden dort zwar auch kleine Tumore gefunden (was noch lange nicht aussagt, dass diese auch bösartig sind), aber eben auch jede Menge falsch-positive Befunde.

Ich werde auch nicht zur Darmkrebsvorsorge gehen, jedenfalls nicht, solange ich keine Hinweise auf irgendwelche Erkrankungen habe. Ich lebe gesund, bin nicht erblich vorbelastet. Wenn ich Krebs bekommen sollte, dann ist es eben Schicksal.

casala 12.01.2017, 22:18

krebs bekommen mag zwar schicksal sein - aber den kopf in den sand stecken und sich überraschen lassen wollen ist einfach humbug.

sry. - ICH möchte schon wissen was mich bedroht. wie ich dem begegne und es bekämpfe - DAS ist MEINE entscheidung.

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lamarle 12.01.2017, 22:24
@casala

Dann lass alle Vorsorgeuntersuchungen machen - niemand hindert Dich dran.

Du erfährst dort nicht, was Dich eventuell bedroht, sondern nur, ob irgendetwas "Auffälliges" gefunden wurde. Ob das etwas Gefährliches ist, muss dann anhand von Nachunersuchungen geklärt werden.

Meine Einstellung mag anders sein als deine, aber sie deswegen als Humbug zu bezeichnen, empfinde ich als, sagen wir, grenzüberschreitend.

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casala 12.01.2017, 22:33
@lamarle

nee - humbug bezeichne ich lediglich, die begrenzung der möglichkeiten der aufklärung/erkenntnisse.

ich verzichte doch nicht freiwillig auf anerkannte diagnosemöglichkeiten von/durch anfangsverdachte.
sry. - ICH möchte schon wissen was mich bedroht. wie ich dem begegne und es bekämpfe - DAS ist MEINE entscheidung.

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lamarle 12.01.2017, 22:35
@casala

Ich verzichte da gern drauf. Ich muss nicht alles über meinen Körper wissen.

Übrigens arbeite ich im medizinischen Bereich.

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casala 12.01.2017, 22:49
@lamarle

ups - dann erstaunt mich jetzt aber deine einstellung und ich möchte fast annehmen, du arbeitest dort nicht gerade gerne.

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lamarle 12.01.2017, 22:56
@casala

Doch, ich arbeite sehr gern dort. Ich bin bloss nicht so "untersuchungsgläubig" - oder wie immer man das nennen soll, also das z.B. bildgebende Untersuchungsverfahren wie Mammografie eine Frau nun zu 100% davor bewahren, an Brustkrebs zu erkranken. Auch in der Mammografie wird nämlich keinesfalls jeder noch so kleine Tumor gefunden.Nehmen wir an, es wird also ein sehr kleiner Tumor übersehen, die Frau verlässt sich drauf, dass ja "alles in Ordnung ist", geht nach zwei Jahren wieder zum Screening und siehe da, aus dem Mikrotumor ist inzwischen ein größerer geworden, der bei sehr viel Pech schon gestreut hat. Oder anders herum, es wird ein Tumor gefunden und als falsch-positiv interpretiert, es folgen weitere Untersuchungen und, wie schon vorgekommen, Operationen, zusammen mit den psychischen Belastungen für die eigentlich gesunde Frau. Muss ich mir das antun? In meinem Fall ohne erbliche Vorbelastung und gesunder Lebensweise sicher nicht. DAS ist MEINE Entscheidung.

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ähnliche erfahrungen haben sicherlich sehr viele gemacht, aber was hat das mit einer vorgefaßten, abwertenden meinung zu tun?

abläufe sind das eine - erwartungen das andere.

sicherlich ist mammographie-screening umstritten, vorsorge-impfungen aber ebenfalls. aber der schadensnachweis konnte bisher nur in einzelfällen nachgewiesen werden.

da sehe ich jetzt keine besondere bedeutung der frage, wenn sich da eine einzelperson verunsichert fühlt und ihm da auch noch behandlungsvieh der KK unterstellt wird. hunderttausende gehen damit gelassener um.

luisa51 12.01.2017, 22:17

" hunderttausende gehen damit gelassener um "

aber auch  hunderttausende gehen damit gerade NICHT gelassener um !

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casala 12.01.2017, 22:23
@luisa51

man darf aber auch nicht die beeinflussung der unbedarften vergessen.

die hälfte von denen würde sich keinen kopf machen, wenn nicht der "gute" freund oder nachbar ein horrorszenarium aufbauen würde

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luisa51 12.01.2017, 22:41
@casala

das " horrorrszenarium" haben keine "guten FReunde" veranstaltet, sondert es findet im Kopfkino meiner Freundin statt! 

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lamarle 12.01.2017, 22:43
@luisa51

Gute Freunde überreden andere nicht zu etwas, was derjenige nicht will. Das wären die längste Zeit meine Freunde gewesen.

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casala 12.01.2017, 22:45
@luisa51

keine ahnung wie es im kopf deiner unbekannten freundin aussieht, aber ich habe die erfahrung gemacht, daß diejenigen mit der wenigsten erfahrung die meiste stimmung machen und damit der verunsichrung tür und tor öffnen.

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