Mal wieder Unfallversicherung, bei Rentnerin mit kleiner Rente sinnvoll

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9 Antworten

Hallo, erst einmal vielen Dank für die Antworten. Wie exakt die finanzielle Lage aussieht, weiß ich leider nicht, da diese Rentnerin sich leider ungern in ihre Geschäfte reinreden lässt, was einen manchmal zur Weißglut treibt :-( Ich gehe davon aus, dass sie um die 900 bis 1000 Euro im Monat bekommt, davon aber noch Altschulden begleichen muss. Abzüglich der Nebenkosten sollen dann noch etwa 250 Euro bleiben, die dann für Lebensmittel gebraucht werden. Die Rentnerin geht auf die 70 zu und ist der Meinung, dass sie alle Versicherungen, die sie vor 25 Jahren mal abgeschlossen hat, so beibehalten müsse. Aktuell ist das Problem, dass ihr 20 Jahre altes Auto reparaturbedürftig ist und dies finanziell ein Problem darstellt, daher wollen wir ihr verdeutlichen, wo gespart werden kann und sollte, und das sind dort vor allem die Versicherungen. Ich bin der Überzeugung, dass sie da insgesamt sicherlich 100 Euro im Monat Sparpotenzial hat, was sie aber einfach nicht sehen will. Vielleicht kann ich sie durch Eure Worte überzeugen :-) Gruß

Detlef32 30.06.2009, 13:55

Alle Versicherungen gehören alle paar Jahre auf den Prüfstand. Die Bedingungen haben sich in den letzten Jahren in vielen Bereichen deutlich zu Gunsten der Verbraucher verbessert. Die Prämien für neue Versicherungen sind meist geringer als für eine vergleichbare Altversicherung.
Ein Gespräch mit einem Versicherungsberater des Vertrauens und alle Versicherungen auf den Prüfstand stellen wäre das sinnvollste.
Ich selber habe das für meine 80jährige Mutter vor 3 Monaten nach dem Tod meines Vaters gemacht. Wir haben 500 Euro Ersparnis pro Jahr gefunden.

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50,-€ mtl. sind hier auf jeden Fall zu viel. Sie würde im Versicherungsfall ca. 1380.000,-€ bekommen?!? (Ich habs nachgerechnet)

Eine Mindestabsicherung in einem guten Seniorentarif kosten sie 72,-€ -!Im Jahr!-. Eine Unfallversicherung soll ja dafür da sein, nötige Umbauten, Umzüge, Hilfsmittel, Prothesen etc. zu bezahlen. Mehr ist nicht zwingend.

Wenn sie allerdings wirklich die Grundsicherung bekommt, dann macht auch Dies keinen Sinn, da es (das Geld) von der Grundsicherung in Abzug gebracht werden kann - sprich sie muss es dann verbrauchen bis sie wieder Leistung bekommt.

ALso hier bitte gut abwägen.

Die aktuelle Situation sollte immer im Vordergrund stehen. Versicherungen sind sinnvoll, man sollte sie sich aber auch leisten können. Das ist hier nicht der Fall. Da die Familie im Notfall einspringen würde, kann also auf die teure Versicherung zugunsten einer besseren Lebensführung verzichtet werden.

Brausepaul 29.06.2009, 00:43

Das kann man so sehen. Ein Abwägen zwischen Risiko und Kosten. Dafür von mir schon einmal DH. Denn ich schlalt jetzt ab

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Die Prämie halte ich für maßlos übertrieben. Hast Du statt p.a. monatlich gelesen ? Selbst mit vernünftigen Deckungssummen kriege ich keine 50 EUR im Monat hin. Checke das bitte nochmal ab. Ansonsten ist eine Versicherung für Renter sinnvoll, solange sie sich das leisten können. Ansonsten gibts auch ausreichende normale Leistungen der Krankenversicherung mit Reha und Co., hab ich selbst im Familienkreis erlebt.

Mit spätestens 75Jahre erhält sie die Kündigung von der Verscherung. Also nein.

Brausepaul 29.06.2009, 00:41

Was ist denn das für eine Logik. Nach einem selbstverschuldeten Kfz Unfall mit Schadensleistung kann der Versicherer die Kfz Versicherung kündigen. Dann brauch ich keine?

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Reanne 29.06.2009, 00:44
@Brausepaul

Natürlich nicht die KFZ-Versicherung, sondern die private Unfallversicherung.Es ist gängige Praxis bei den Versicherungen, dass alten Leuten die Unfallversicherung gekündigt wird, weil eben ältere Leute öfters Unfälle erleiden, d.h. verschulden.

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Selbst wenn in der Situation eine Unfallversicherung Sinn machen soll: meine ist deutlich günstiger als 50 Euro im Monat... (ungefähr die Hälfte).

Wenn aber die Rente eh kaum die Grundsicherung übersteigt, macht eine solche Versicherung gar keinen Sinn.

Brausepaul 29.06.2009, 00:42

Wo besteht "knapp über der Grundsicherung" und "keine Unfall- und Invaliditätsabsicherung" der Zusammenhang?

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anjanni 29.06.2009, 00:52
@Brausepaul

So weit ich verstanden habe, geht es um eine Rentnerin, die so wenig hat, daß sie die monatliche Rate für die Versicherung nicht aufbringen kann. Welche Invalidität soll denn da noch versichert werden? Wenn sie jetzt knapp über der Grundsicherung liegt (entnehme ich der Schilderung), nützt ihr eine eventuelle Leistung der Versicherung doch auch nichts - denn die Grundsicherung wird sie auch nach einem Unfall bekommen, so daß sie keine Nachteile durch einen Unfall hätte.

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Ich weiß nicht, warum Deine Rentnerin fast 1.000.000 € abgesichert hat. Das ist sicherlich zu hoch. Angemessenheit der leistungen prüfen und dann gibt es so etwas sicherlich auch für 10-15 € im Monat. Sicherlich benötigt keiner einer Versicherung, wenn er immer jemanden findet, der alles bezahlt. Vesicherungen sind Luxus, die man sich leisten mag. Wer unterhalb der Pfändungsgrenze lebt, hat ja selbst als Schädiger kaum finanzielle Konsequenzen zu befürchten

50 Euro mtl. ist zuviel, egal ob Rentner oder Arbeitnehmer.

Nenn doch mal konkrete Zahlen: Wie alt ist die Rentnerin? Wie hoch ist die Rente? wie hoch ist der Versicherungsschutz für die 50 Euro pro Monat. Nur so kann man vernünftige Antworten geben.

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