Mal wieder über die Berufszukunft :D

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4 Antworten

Wir hatten an der Schule nen Vortrag zu genau dem Thema (bin ausgebildete Dolmetscherin ;-) ). Du kannst dich beim Bundessprachendienst melden, eine Musterung und die Grundausbildung sind da inklusive, wie ich das mitbekommen habe. Anschließend kannst du dich je nach Sprachen in Kriegs/Krisengebiete (eben überall, wo die Bundeswehr im Ausland tätig ist) versetzen lassen, wo du als Dolmetscherin fungierst.

Wie die Berufsaussichten da sind, kann ich dir nicht sagen, das kam bei dem Vortrag alles sehr doppeldeutig rüber. Zum einen hieß es, die suchen immer Leute, die sich bewerben, zum anderen kam aber auch sehr deutlich rüber, dass die Stellen immer weniger werden und die ganzen deutschlandweiten Zentren des Sprachendienstes eher abgebaut werden.

Denke allerdings nur mit Realschule und Ausbildung kommst du da nicht weit. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, wollen die da schon eher BA und MA haben.

Such einfach mal nach denen im Internet und informier dich da ;-) Hoffe, das hilft schon mal.

Hey! Wow, eine Antwort von einer Dolmetscherin selbst, hat ich noch nie ;) Ist sehr interessant zu wissen. Aber ich will auch eher eine Offizierslaufbahn beim Bund machen, nur meine Eltern meinten, ich solle vorher lieber eine "normale Ausbildung machen." Und da habe ich mir den Beruf Dolmetscherin ausgesucht, da dieser auch zu mir passt. Danach wollte ich gern zum freiw. Dienst, da kann man sich ja für eine bestimmte Zeit verpflichten lassen, z.B. 23 Monate, die Grundausbildung machen, danach wird man ja versetzt, zu seinem Truppenteil, in den man eingeteilt worden war. Viele scheitern ja auch schon beim Einstellungstest oder erfahren dann beim freiw. Dienst, dass der Bund vielleicht nichts für sie ist. Wenn ich nach dem freiw. Dienst da bleiben will, strebe ich eine Karriere als Offiziersanwärter oder Feldwebel an ;) DANKE für deine Antwort!!

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Danach, wenn ich nicht kleinbeigebe und ich wirklich da bleiben möchte, möchte ich Offiziersanwärter oder die Laufbahn zum Feldwebel machen.

Insofern du einen guten Realschualbschluss+ eine abgeschlossene Ausbildung hast wäre das rein theoretisch schon möglich mit der Offizierslaufbahn. Aber nur mit einem Realschulabschluss hast du für die Offizierslaufbahn wirklich schlechte Chance. Normalerweise werden nur Abiturienten genommen, oder Leute die das Fachabitur haben und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Aber im Prinzip ist es nie falsch seine Ziele hochzustecken, aber man sollte immer realistisch bleiben.

Fragt mich bitte nicht, wieso ich zum Bund möchte, das muss ich selber noch herausfinden

Das solltest du dir gut überlegen ;). Gerade bei der Bundeswehr ist diese Frage wirklich wichtig. Je nach dem welchen Dienst du absolvieren wirst kommen dann noch andere Fachbezogene Fragen (Beispiel: Du möchtest Kampfpilot werden, dann wird man in der Regel immer so etwas gefragt wie: "Warum sollte man gerade Ihnen ein über 100 Millionen Euro teures Kampfflugzeug in die Hände geben?"). Aber jetzt sofort musst du das natürlich nicht wissen, du solltest dir nur Gedanken darüber machen.

Denkt ihr, im meinem Falle, wäre mein "Plan" sinnvoll

Sinnvoll wäre es auf jeden Fall, wenn du eine Ausbildung absolvierst und dich dann erst für den FWD bzw. die richtige Zeit (Verpflichtungszeit wird bei dir je nach Dienst wohl 12-16 Jahre betragen) meldest. Denn was machst du nach der Zeit bei der Bundeswehr? Die wenigsten Leute werden heute noch als Berufssoldaten angenommen, von daher musst dich schon jetzt um deine Zukunft kümmern.

und sind Leute, die mehrere Sprachen gut beherrschen, beim Bund gern gesehen

Das kommt auf den Dienst an. Aber in der Regel kann man sagen, dass das nie falsch ist. Ich nehme mal wieder den Piloten als Beispiel: Als Pilot ist es z.B. sehr wichtig, dass du in deinem Abschlusszeugnis keine 4 im Zeugnis hast, du musst Englisch als Pilot fließend sprechen und verstehen können (dafür gibt es aber zusätzlich Lehrgänge). Also: Je nach Dienst kann Englisch wichtig oder eher weniger wichtig sein. Andere Sprachen wie Latein, Französisch, Spanisch usw. sind soweit ich weiß in keinem Dienst der Bundeswehr von Bedeutung, lediglich Englisch.

Und bietet der Bund eine Arbeitstelle an, bei der man was mit Sprachen macht?

Ich glaube einen Dienst bei der Bundeswehr in dem man fast ausschließlich mit Sprachen zu tun hat (so wie es bei einem Dolmetscher ist) gibt es nicht.

Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, ist die Jägertruppe noch etwas anderes als die Feldjäger, nicht dass ich irgendetwas falsch verstehe.

Ja das sind 2 verschiedene Truppengattungen.

  • Die Feldjäger sind sozusagen die Militärpolizei der Bundeswehr
  • Die Jägertruppe gehört zusammen mit der Gebirgsjägertruppe und der Fallschirmjägertruppe zu der Infanterie des Heeres.

Was hätte ich denn als "Frau" bei der Jägertruppe zu erwarten?

Das Gleiche wie das, was die Männer zu erwarten haben. Für Frauen sind beispielsweise die Anforderungen für den Sporttest (bei der Einstellung) niedriger und hier und da sind die Anforderungen niedriger, aber im Prinzip sind Frauen gleichberechtigt bzw. gleichgesetzt mit Männern.

Zum Beispiel habe ich gehört, dass die Feldjäger eine der schwersten Truppen seien sollen, machen sehrr lange Märsche und trainieren sehr hart. Wie sieht das bei den Jägern aus?

Sehr lange Märsche unternimmt so gut wie jede Truppe. Hart trainieren müssen auch alle Truppen. Ich möchte hier jetzt keine Truppengattung o.ä. runterziehen, aber ich behaupte mal, dass die Anforderungen für die Jägertruppe bei weitem nicht so hoch sind wie bei anderen bzw., dass die Ausbildung bei weitem nicht so hart ist. MfG.

Wow :O Danke!!! Danke dir, wirklich! Die Antwort war einfach super ;) Natürlich mache ich mir schon Gedanken darüber, warum ich zum Bund möchte. Und ich habe auch erfahren, dass man beim Einstellungstest, neben Sport-und Computertest usw. auch mit einem Offizier und Psychologen spricht, und dieser dann gerne sowelche Fragen stellt. Aber eine kleine Sache habe ich bei dir nicht verstanden(Sorry, hatte heute wirklich einen harten Tag und bin net ganz da :D): Denkst du, ich sollte eine Ausbildung machen(Die würde ich dann als Dolmetscherin machen, die dann 1-3 Jahre dauert), danach zum freiw. Dienst melden und danach zum Bund gehen, um Offiziersanwärter bzw. Feldwebel zu werden, bzw. zu verpflichten? Oder soll ich mich direkt nach meiner Ausbildung für die Offizierslaufbahn melden? Ich mein, die Grundausbildung macht man ja sowieso, aber als Berufssoldat verpflichtet man sich ja schon für mehrere Jahre ;) Und noch einmal: DANKE!!! :)

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@LovingStarTrek

Wenn du kein Abitur hast (hast du ja auch nicht so wie ich es lesen konnte) kannst du die Offizierslaufbahn direkt canceln. Du wirst mit einem Psychologen oder Offizier, eig beides, reden und die werden über dich was rausfinden wollen sowie deine Kenntnisse zur Politik, Auslandseinsätze u. Co. Kann man Sprachen/Dolmetscher nicht nur studieren?!

Nimm den Tipp ernst > Mach zuerst den Fwd !!!!! Sehr viele stellen sich das anderst vor als es ist und brechen ab.....nach 6 Monaten wird es nicht mehr so leicht als Zeitsoldat dort rauszukommen. Verpflichtest du dich bist du kein Berufssoldat sondern ein Zeitsoldat ;)

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@LovingStarTrek

Wenn du kein Abitur hast (hast du ja auch nicht so wie ich es lesen konnte) kannst du die Offizierslaufbahn direkt canceln

Wenn sie einen wirklich guten Realschulabschluss+ eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, dann bestehen da schon Chancen. Aber im Prinzip stimmt es schon, meistens werden nur Leute mit Abitur oder Fachabitur+ abgeschlossene Berufsausbildung genommen.

Denkst du, ich sollte eine Ausbildung machen

Das solltest du auf jeden Fall. Mit deinen Voraussetzungen ist die Zeit nach deinen 12-16 Jahren bei der Bundeswehr vorbei. Die wenigsten Leute werden als Berufssoldaten übernommen. Womit wir schon zu dem nächsten Punkt kommen:

Ich mein, die Grundausbildung macht man ja sowieso, aber als Berufssoldat verpflichtet man sich ja schon für mehrere Jahre ;)

Wenn du dich verpflichtest, dann bist du noch lange kein Berufssoldat. Du bist in den 16 Jahren als Offizier/in "nur" ein SaZ (Soldat auf Zeit). Das ist jeder. Am Ende deiner Dienstzeit wird dann vielleicht entschieden, dass sie dich als Berufssoldat übernehmen, aber das ist heutzutage selten der Fall. Deshalb sage ich ja auch, dass du eine Ausbildung machen solltest. Du musst dich ja um die Zeit nach der Bundeswehr kümmern, einfach damit zu rechnen, dass sie dich schon als Berufssoldat übernehmen, funktioniert nicht ;).

Ob du vorher den FWD machen solltest ist ganz dir überlassen. Ich würde ihn nicht machen. Wenn du deine Ausbildung absolvierst sind noch einmal 3 Jahre ins Land gegangen und dann noch der FWD, naja ich würde das nicht empfehlen. Ich denke mal, wenn man zur Bundeswehr will und sich informiert hat, wird man darüber schon einigermaßen bescheid wissen.

Wenn du andererseits noch keine Ahnung hast, ob du das wirklich möchtest usw., dann ist der FWD eine gute Alternative um wirklich hautnah mit dabei zu sein ;). Freut mich, dass ich dir helfen konnte, MfG.

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Die Jägertruppe ist für den Kampf in bewaldeten, durchschnittenen und unwegsamen Gebieten ausgebildet. Zu ihren Aufgaben zählen der Waldkampf, der Orts- und Häuserkampf und zu guter Letzt der Kampf im Mittelgebirge.

Man hätte es auch einfacher ausdrücken können. Die Jägertruppe zählt zu den infanteristischen Verwendungen im Heer. Demzufolge sind sie mit allen infanteristischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie z.B dem Handstreich vertraut.

Ich kann dir die Verwendung als Jäger definitiv empfehlen. Ich war bis 2011 selbst als Jäger eingesetzt.

Hoffentlich bin ich ab dem Jahre 2015 wieder dabei !!!

Mit vielen Fremdsprachenkenntnissen bist du bei der Bundespolizei oder dem Zoll gern gesehen. Beim Bund zählen eigentlich mehr fachliche Kompetenzen, aber auch da ist es ja ein lebenslanges Lernen und mein Bekannter bekommt vor den Auslandseinsätzen immer Kurse mit entsprechenden Grundkenntnissen der Landessprache. Also beim Bund musst du auf jeden Fall immer mit einem rechnen: Du bist da als Soldat. Die langen Märsche und das harte Training sind nicht um dich zu ärgern, sondern damit du ggf. in Krisengebieten klarkommst. Und da ist mein Bekannter ständig, lässt monatelang auch über Feiertage seine Familie (Frau und zwei Kids) daheim. Also ist das kein "ausnahmesweise muss ich mal dahin", das ist dein Job.

Ja, das ist mir klar :) Man muss immer weiter lernen und wird auch drauf vorbereitet :) Danke für deine Antwort! :)

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