Makroobjektiv Kaufberatung

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5 Antworten

Die Auswahl der Brennweite hängt stark vom Motiv ab. Wenn Du nur statische/immobile Motive fotografieren möchtest, reicht eine kurze Brennweite von 50 mm. Sobald Du aber Tiere fotografieren möchtest, unterschreitest Du bei 50 mm Brennweite schnell die Fluchtdistanz. Da sind dann längere Brennweiten wie 90 oder 105 mm von Vorteil.

Ich selbst habe einen Novoflex-Balgen mit 105:4,0 Objektivkopf sowie ein Vivitar Series 1 105:2,5 Makro. Beide sind aus Zeiten vor Digitalfotografie und Autofokus, sodass sich die Brennweiten auf das traditionelle KB-Format beziehen. Den Balgen habe ich vor rund zwei Jahrzehnten sehr günstig gebraucht gekauft und habe ihn seinerzeit viel an meiner Pentax ME super benutzt. Das Vivitar habe ich ebenfalls gebraucht gekauft.

Es gibt etliche Makroobjektive, deren "schlechtester" Vertreter immer noch sehr gut ist. Es gibt sie mit 15mm(demnaechst), 35, 40, 50, 60, 70, 85, 90, 100,105, 125, 150, 180 und 200mm und es sind allesamt Festbrennweiten. Zooms, auf denen Makro steht, sind eine schwache Notloesung!

Die allermeisten Makros schaffen den Maßstab 1:1 ohne Hilfsmittel.

Welche Brennweite man nun waehlt, ist Motiv, aber auch Geschmacksache. Bei kuerzeren Brennweiten hat man mehr Hintergrund, die Fotos wirken raeumlicher. Bei laengeren Brennweiten hat man mehr Abstand zum Motiv. Diese wirken dann eher flach, der Hintergrund ist ruhiger.

 Die Nachteile sind:

Bei kuerzeren Brennweiten hat man schonmal Probleme mit der Lichtfuehrung (man schattet das Motiv ab). Bei laengeren Brennweiten stoeren oft Zweige oder Halme den freien Blick auf das Motiv.

Deine Frage laesst sich also nicht eindeutig beantworten, da jede Brennweite ihre Berechtigung hat.

Uebrigens: Insekten haben keine Fluchtdistanz. Wenn man sich geradlinig und langsam auf sie zu bewegt, bleiben sie sitzen. Trotzdem wuerde ich Dir fuer den Anfang auch eine Brennweite zwischen 70mm (Sigma) und 105mm (auch Sigma) empfehlen. Das 90mm Tamron und das 100mm Canon und Tokina sind nicht schlechter oder besser.

deltaforc 29.06.2015, 14:16

durchaus haben das 90er und 100er von canon vorteile (wenn wir beim canon vom L sprechen). beide haben sie ein bildstabilisator der auch bei makros gut helfen kann. das 70er von sigma bietet auch keine solch gute fertigungsqualität, der tubus fährt aus.

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Portrait/Makro:

  • Tamron 60mm f/2 - 330 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen aber für Tiere zu kurz - FLUCHTDISTANZ!!!
  • Tamron 90mm f/2.8 - 380 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen und Tiere

Es gibt 4 Varianten um Makro-Bilder zu machen:

1) Aufschraubbrare Makro- oder Nahlinsen und Achromaten:

Nahlinsen sind günstig und liefern meist gute Bildqualität. Es gibt Nahlinsen meist in +1, +2, +3, +4 und die Dinger sind Kombinierbar. Man sollte aber auf Qualität achten und so ca. 20 EUR / Stk. einplanen. Vorteil ist, dass der AF weiter Funktioniert.

Achromaten sind sozusagen fast das gleiche nur dass die Bildqualität ein wenig besser ist. Aber dafür werden auch 60-90 EUR / Stk. fällig. Hier funktioniert ebenfalls der AF.

2) Zwischenringe:

Zwischenringe gibt es mit und ohne AF-/Blendensteuerungs-Übertragung. Ohne kommen die Dinger auf kanpp 15 EUR und mit werden schnell 60-120 EUR fällig. Da die Zwischenringe als Abstandhalter zwischen Objektiv und Kamera verwendet werden wird es jedoch schnell finster was dann zum versagen des AF führt und gleichzeitig wird es schwer im Sucher noch was zu erkennen. Auch der Live-View hilft da nur noch bedingt.

3) Umkehr- oder Retroadapter:

Hierbei fällt die Blendensteuerung und der AF total aus. Bei modernen Linsen ohne Blendenring wird es sehr schwer überhaupt noch die Blende einzustellen und ein Workarround mit Abblendtaste funktioniert nicht mit jeder Kamera. Weiters ruht das ganze Gewicht der Linse allein auf dem Filtergewinde, das eigentlich nur ein paar Gramm schwere Filter tragen soll. Für mich ist das die unpraktischste und gleichzeitig gefährlichste Variante!

4) Makroobjektive:

Das ist sicherlich die beste und gleichzeitig teuerste Variante. 

Zum probieren und üben empfehle ich Achromaten oder Nahlinsen wobei ein 3er Set Nahlinsen sicherlich universeller ist als ein Achromat. Kauft man Qualitativ hochwertige Nahlinsen zB von Hoya dann ist die Bildqualität kaum schlechter als Nahlinsen.

Bei der Fotografie gilt oft, dass man 80% der Qualität mit 10% vom Budget erreicht und die letzten 20% verschlingen dann 90% vom Budget.

Hallo Haaki,

ich kann Dir das Sigma 105mm f/2,8 aus eigener Erfahrung empfehlen. Diese Brennweite (oder mehr) ist zu empfehlen, um leicht flüchtende Tiere wie z. B. Insekten zu fotografieren, weil Du einen größeren Abstand zum Motiv einhalten kannst. Wenn Du nur Gegenstände oder Blumen fotografieren willst, die nicht flüchten können, reichen auch 40 bis 60mm. Weiter wäre zu überlegen, ob Du das Objektiv auch für Portraits einsetzen willst. Falls ja, solltest Du ausprobieren, welche Brennweite Dir mehr zusagt. Auch hier kann es u. U. von Vorteil sein, wenn Du einen etwas größeren Abstand zum Modell einhalten kannst. Auch über das 90mm Tamron-Makro habe ich bisher nur Gutes gehört, und es liegt auch innerhalb Deines Budgets.

1. kommts auf den abstand an, ein schmetterling flüchtet mit 50mm brennweite und dem damit nahem abstand, 90mm wären da schon genug um weit weg zu sein. das tamron 90mm VC bekommst du laut geizhals für 408 euronen.

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