Maklerprovision zahlen bei Eigenverkauf während qualifiziertem Alleinauftrag?

3 Antworten

Ich schätze dein Makler hat Recht. Es ist unerheblich, dass der Kaufvertrag erst nach Ablauf des Maklervertrages zustande kam. Die Verkaufsverhandlungen hast du noch während des laufenden Maklervertrages geführt und den Vertrag hast du gekündigt, weil du selber einen Käufer gefunden hattest. Ich denke, wenn du es auf einen Rechtsstreit ankommen lässt verlierst du.

Tja, Dein größter Fehler war, den Makler darüber in Kenntnis zu setzen einen Käufer selbst gefunden zu haben, und das während der noch gültigen Vertragsbindung. Was der Makler nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Jetzt musst Du tatsächlich leider zahlen.

vertragsrechtlich hat der Makler recht. Sollte es zu einer Verhandlung kommen, wird der Richter eine außergerichtliche Einigung vorschlagen. Dabei werden meist Prozente des Streitwertes ausgehandelt.

Diesem ganzen Procedere könntest Du aus dem Weg gehen, indem Du dem Makler einen solchen Vergleich (vielleicht 50:50) anbietest. Wenn Du ihm klar machst, dass Du es sonst auf einen Prozess ankommen ließest, weiß er, dass er lange auf sein Geld warten müsste, dass dann auch evtl. ein Vergleich rauskommt, dass es dann um Prozesskosten geht etc.

Das wäre Deine Chance. Lenkt er nicht ein, wirst Du zahlen müssen.

Noch eine Möglichkeit: die Käufer würden bestätigen, dass Sie den Kontakt mit Dir erst NACH Vertragsbeendigung gehabt haben. (Dann wäre der erste Käufer halt abgesprungen)

Bis auf den Teil mit dem bewußten Lügen: Gute Antwort.DH.

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@obiwana

Na ja, ich würd's so wahrscheinlich auch nicht machen. Aber dem Makler müsste was entgegensetzen, damit er einlenkt. Weiter würde ich auch nicht gehen.

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@tigeroli

Warum sollte er einlenken, wenn er im Recht ist? Der andere Vertragspartner hat sich schließlich rechtswidrig verhalten. Wozu werden denn Verträge abgeschlossen, wenn man sich nicht daran hält?

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@Saarland60

Na ja, so einfach ist das nicht. Wenn das ein Richter auf den Tisch bekommt, schlägt er auf jeden Fall eine außergerichtliche Einigung vor. Der will nämlich ein Urteil umgehen (meistens). Und bevor man einen langwierigen Rechtsstreit beginnt, sollte man sich eben einigen. Deshalb könnte die Gegenpartei einlenken. Auch wenn sie im Recht ist.

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@tigeroli

Zumindest im Saarland, und hier kenne ich etliche Richter, wird nach Rechtslage entschieden. Ist die eindeutig, gibt es auch ein Urteil.

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@tigeroli

an tigeroli: an sich ist der Makler ein wirklich netter und kompetenter, er wurde mir empfohlen, das macht die Sache nicht einfacher. Auf das Schreiben meines Anwaltes an ihn hat er mich angerufen, was das solle, und mir die Kostensituation für mich erklärt mit der Empfehlung darum zu zahlen. Schon fast fürsorglich. Mein Anwalt hatte geschrieben, dass er an dem Verkauf nicht mitgewirkt habe und der Kaufvertrag nach Beendigung seines Vertrages stattgefunden hätte. Darum hätte er keinen Anspruch. Ich bezweifle mittlerweile, ob mein Anwalt recht hat. Schließlich konnte der Makler gar nicht mitwirken, man sollte hier schon bei den Tatsachen bleiben, oder?

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@Saarland60

an saarland 60: meinen Sie damit, dass die Rechtslage eindeutig ist und ich in jedem Fall ohne wenn und aber zur Zahlung verpflichtet bin?

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Die Käufer werden den Kontakt mit mir nach Beendigung des Maklervertrages nicht bestätigen können, da der Makler den Namen der Käufer durch einen unbedachten Hinweis durch mich herausbekommen hat. Er weiß also, dass der Interessent während der Vertragslaufzeit der Käufer ist.

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